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Consultant SAP SuccessFactors

Consultants für SAP SuccessFactors führen die Cloud-Software für Personalprozesse bei Unternehmen ein und passen sie an. Sie übersetzen HR-Anforderungen in Systemeinstellungen und begleiten Kunden von der Analyse bis zum Betrieb.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Consultant SAP SuccessFactors verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 6.000 € 7.200 € 72.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.800 € 8.000 € 10.500 € 96.000 €

Tarifverträge sind in der IT-Beratung unüblich, entsprechend weit liegen die Gehälter auseinander. Am stärksten wirken Arbeitgebertyp und Zertifizierungsprofil: große Beratungshäuser zahlen deutlich über kleinen SAP-Partnern, interne HR-IT-Stellen in Konzernen liegen dazwischen, und wer als Freiberufler auf Tagessatzbasis arbeitet, erzielt höhere Einnahmen bei fehlender Auslastungssicherheit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Consultant SAP SuccessFactors?

SAP SuccessFactors ist eine Cloud-Anwendung für Personalarbeit: Stammdaten, Recruiting, Zielvereinbarungen, Weiterbildung, Nachfolgeplanung, teilweise Entgeltabrechnung über angrenzende Module. Consultants richten diese Software bei Kunden ein. Am Anfang stehen Workshops, in denen Personalabteilungen ihre Prozesse schildern: Wie läuft ein Eintritt, wer genehmigt eine Versetzung, welche Felder braucht die Betriebsvereinbarung. Daraus entsteht ein Konzept, das anschließend im System umgesetzt wird - über Konfigurationstabellen, Rollen- und Berechtigungsmodelle, Workflows, XML-Vorlagen und Datenimporte.

Dazu kommen Testphasen mit den Fachbereichen, Schulungsunterlagen, die Migration von Altdaten aus SAP HCM oder Fremdsystemen und die Betreuung nach dem Produktivstart. Weil SAP zweimal jährlich Releases ausliefert, prüfen Consultants regelmäßig, welche Neuerungen für ihre Kunden relevant sind. Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation: zwischen Personalabteilung, Betriebsrat, IT und Entwicklern von Schnittstellen.

Wie wird man Consultant SAP SuccessFactors?

Einen geregelten Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist ein Studium in Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft mit Personalschwerpunkt, Informatik oder Psychologie. Ebenso häufig sind Quereinsteiger: Menschen aus der Personalsachbearbeitung oder aus dem SAP-HCM-Umfeld, die den Wechsel in die Cloud-Module vollziehen, oder Fachinformatiker mit Beratungsinteresse. Entscheidend sind die produktspezifischen SAP-Zertifikate, die je Modul erworben werden und regelmäßig durch Delta-Prüfungen aktuell gehalten werden müssen. Große Beratungshäuser stellen Berufseinsteiger ein und schulen sie in mehrmonatigen Programmen; kleinere Partner erwarten meist erste Projekterfahrung.

Was der Beruf verlangt

Projektgeschäft heißt Termindruck. Vor einem Go-Live wird länger gearbeitet, und Fehler im Berechtigungskonzept oder in der Abrechnungsschnittstelle fallen sofort auf. Reisetätigkeit ist verbreitet, auch wenn seit einigen Jahren viel remote läuft; Workshops finden weiterhin oft beim Kunden statt. Wer ungern präsentiert, moderiert oder mit skeptischen Fachbereichen diskutiert, wird in dieser Rolle nicht glücklich - technisches Können allein reicht nicht.

Belastend empfinden viele die Gleichzeitigkeit mehrerer Projekte und die Pflicht, Arbeitszeit abrechenbar zu halten. Dazu kommt der permanente Lernaufwand: Halbjährliche Releases, neue Module, wechselnde SAP-Strategien. Personaldaten sind besonders sensibel, deshalb sind Datenschutz und Mitbestimmung ständige Begleiter, was Projekte verlangsamt und Geduld erfordert.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, weil viele Unternehmen ihre alten SAP-HCM-Systeme ersetzen müssen und die Wartung der klassischen Lösung ausläuft. Erfahrene Beraterinnen und Berater mit mehreren Modulzertifikaten und Referenzprojekten sind schwer zu finden, entsprechend gut ist die Verhandlungsposition. Entwicklungswege führen zur Modul- oder Teilprojektleitung, zum Lösungsarchitekten mit Blick auf die gesamte HR-Systemlandschaft, in den Vertrieb oder in die Selbstständigkeit als Freiberufler mit Tagessätzen. Ein Wechsel auf die Kundenseite ist ebenfalls üblich: als interner HR-IT-Verantwortlicher mit weniger Reisen und ruhigerem Takt.

Aufgaben

  • Anforderungen der Personalabteilung in Workshops aufnehmen
  • Module wie Employee Central, Recruiting oder Performance konfigurieren
  • Rollen- und Berechtigungskonzepte erstellen und pflegen
  • Altdaten aus SAP HCM oder Fremdsystemen migrieren
  • Schnittstellen zu Abrechnung, Zeitwirtschaft und Active Directory abstimmen
  • Tests mit Fachbereichen planen und Fehler nachverfolgen
  • Key User schulen und Dokumentation erstellen
  • Halbjährliche Releases bewerten und Anpassungen umsetzen

Voraussetzungen

  • Studium in Wirtschaftsinformatik, BWL, Informatik oder vergleichbare Erfahrung
  • SAP-SuccessFactors-Zertifizierung in mindestens einem Modul
  • Verständnis von Personalprozessen und arbeitsrechtlichen Grundlagen
  • Sicheres Auftreten in Workshops und Präsentationen
  • Gutes Englisch, da Projekte und Dokumentation international sind
  • Bereitschaft zu Reisen und zu Belastungsspitzen vor Go-Live

Wo man arbeitet

  • SAP-Beratungshäuser und IT-Dienstleister
  • große Wirtschaftsprüfungs- und Managementberatungen
  • interne HR-IT-Abteilungen von Konzernen
  • Softwarehersteller und deren Partnernetzwerk
  • freiberufliche Tätigkeit auf Projektbasis

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über ein Bachelor- oder Masterstudium in Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft oder Informatik, gefolgt von einem Einstiegsprogramm bei einem Beratungshaus, das mehrere Monate dauert und mit SAP-Modulzertifikaten endet. Quereinsteiger aus Personalabteilungen oder dem SAP-HCM-Umfeld qualifizieren sich über die gleichen Zertifizierungen und erste Projektmitarbeit. Die Zertifikate müssen durch halbjährliche Delta-Prüfungen aktuell gehalten werden.

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