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Brandschutzmonteur / Monteur baulicher Brandschutz

Brandschutzmonteure verschließen Durchbrüche in Wänden und Decken, bauen Brandschutzklappen, Abschottungen und Verkleidungen ein und sorgen so dafür, dass sich Feuer und Rauch im Brandfall nicht durch ein Gebäude ausbreiten. Sie arbeiten überwiegend auf Baustellen in Neubau, Sanierung und Bestand.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Brandschutzmonteur / Monteur baulicher Brandschutz verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €

Viele Brandschutzbetriebe sind nicht tarifgebunden; wo ein Tarif gilt, ist es meist der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe oder der Tarifvertrag des Maler- und Lackiererhandwerks. Stark ins Gewicht fallen eine abgeschlossene Berufsausbildung, die Position als Obermonteur sowie Auslöse und Montagezulagen, die bei bundesweiten Einsätzen das Nettoeinkommen deutlich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Brandschutzmonteur?

Wo Kabel, Rohre oder Lüftungskanäle durch eine Brandwand oder Geschossdecke führen, entsteht eine Schwachstelle. Brandschutzmonteure schließen diese Öffnungen so, dass die Wand im Brandfall ihre Feuerwiderstandsdauer behält. Dazu setzen sie Kabel- und Rohrabschottungen mit Mörtel, Mineralwolle, Brandschutzkitt oder Manschetten, montieren Brandschutzklappen in Lüftungsleitungen, verkleiden Stahlträger und Kanäle mit Brandschutzplatten und dichten Fugen ab. Teils kommen Brandschutzbeschichtungen auf Stahl oder Holz hinzu. Jede Maßnahme muss exakt nach der Zulassung des Herstellers ausgeführt werden, sonst gilt sie nicht. Deshalb gehört zur Arbeit eine sorgfältige Dokumentation: Kennzeichnungsschilder anbringen, Fotos machen, Übereinstimmungserklärungen ausfüllen. Im Bestand kommt oft das Aufspüren und Nachrüsten mangelhafter Abschottungen hinzu.

Wie wird man Brandschutzmonteur?

Eine eigene staatlich anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Die meisten kommen aus verwandten Handwerksberufen, etwa als Trockenbaumonteur, Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Maler und Lackierer oder Isolierer. Auch Quereinsteiger ohne Berufsabschluss werden eingestellt und im Betrieb angelernt. Das Fachwissen kommt über Herstellerschulungen, betriebliche Unterweisungen und Lehrgänge von Kammern oder Bildungsträgern, etwa zur Fachkraft für baulichen Brandschutz. Wer weiterkommen will, kann sich zum Vorarbeiter oder Obermonteur entwickeln, eine Meisterprüfung in einem Ausbaugewerk ablegen oder sich zum Brandschutzbeauftragten oder Sachverständigen weiterbilden.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Vieles geschieht über Kopf, auf Leitern, Gerüsten oder Hubarbeitsbühnen, in engen Schächten und abgehängten Decken. Beim Bohren, Schneiden und Verarbeiten von Mineralwolle und Mörtel entstehen Staub und Lärm, Schutzausrüstung ist Pflicht. Auf Großbaustellen herrscht Termindruck, weil der Brandschutz oft erst kurz vor der Abnahme fertig werden kann, wenn andere Gewerke abgeschlossen sind. Viele Betriebe arbeiten bundesweit, sodass Montagewochen mit Übernachtung im Hotel üblich sind. Arbeitszeiten liegen meist tagsüber, bei Arbeiten im laufenden Betrieb von Krankenhäusern oder Rechenzentren auch abends oder am Wochenende. Fehler fallen nicht sofort auf, können aber im Ernstfall Menschenleben kosten, deshalb sind Gewissenhaftigkeit und Geduld beim Dokumentieren gefragt. Diese Schreibarbeit wird von vielen als lästig empfunden.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Strengere Bauordnungen, Prüfungen bei Bestandsgebäuden und viele mangelhafte Altabschottungen sorgen für dauerhaft Arbeit, zusätzlich zu Neubau und Sanierung. Fachkräfte sind knapp, Betriebe stellen deshalb auch Quereinsteiger ein und bilden selbst weiter. Mit Erfahrung bieten sich Wege in die Bauleitung, in die Kalkulation, in die Brandschutzplanung oder in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Montagebetrieb.

Aufgaben

  • Kabel- und Rohrdurchführungen mit zugelassenen Systemen abschotten
  • Brandschutzklappen in Lüftungsleitungen einbauen
  • Stahlträger, Schächte und Kanäle mit Brandschutzplatten verkleiden
  • Fugen und Anschlüsse mit Brandschutzmasse abdichten
  • Brandschutzbeschichtungen auf Stahl- oder Holzbauteile auftragen
  • Bestehende Abschottungen prüfen und mangelhafte nachrüsten
  • Abschottungen kennzeichnen, fotografieren und dokumentieren

Voraussetzungen

  • Handwerkliche Berufsausbildung von Vorteil, etwa im Trockenbau, Elektro- oder SHK-Bereich
  • Bereitschaft zu Montagetätigkeit und Übernachtungen auswärts
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Arbeit über Kopf
  • Sorgfalt beim Arbeiten nach Herstellervorgaben und Zulassungen
  • Führerschein Klasse B, häufig verlangt
  • Grundkenntnisse im Lesen von Bauplänen

Wo man arbeitet

  • Fachbetriebe für baulichen Brandschutz
  • Trockenbau- und Ausbaubetriebe
  • Betriebe für Lüftungs- und Klimatechnik
  • Isolier- und Dämmtechnikbetriebe
  • Haustechnik-Abteilungen großer Liegenschaften wie Kliniken oder Flughäfen

Der Weg in den Beruf

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht; üblich ist eine abgeschlossene dreijährige Lehre in einem Ausbau- oder Haustechnikberuf mit anschließender Einarbeitung im Fachbetrieb. Quereinsteiger werden über mehrere Monate angelernt und erwerben über Herstellerschulungen und Lehrgänge, etwa zur Fachkraft für baulichen Brandschutz, die nötigen Nachweise.

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