Bodenleger
Bodenleger verlegen Teppich, PVC, Linoleum, Laminat, Vinyl und Designböden in Wohnungen, Büros und öffentlichen Gebäuden. Sie prüfen und richten den Untergrund, schneiden Beläge zu, kleben oder klicken sie und arbeiten Sockelleisten und Übergänge aus.
9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Bodenleger verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.650 € | 3.000 € | 31.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.600 € | 44.400 € |
Tarifgebundene Betriebe zahlen nach dem Rahmentarifvertrag für das Bodenleger- und Parkettlegerhandwerk beziehungsweise nach den Tarifverträgen des Bau- und Ausbaugewerbes; viele kleine Betriebe zahlen frei verhandelt und damit oft weniger. Deutlich mehr bringen Akkord- und Leistungslohn, Montagezuschläge, Objektgeschäft in Ballungsräumen sowie Spezialisierungen wie Doppelböden oder Sportböden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Bodenleger?
Bodenleger bringen textile und elastische Beläge sowie Laminat, Vinyl und Designböden auf Böden und teilweise auf Treppen und Wänden an. Der größere Teil der Arbeit liegt vor dem eigentlichen Verlegen: Der Untergrund wird geprüft, auf Restfeuchte gemessen, alte Beläge und Klebstoffreste werden entfernt, Risse geschlossen, Grundierung aufgetragen und Ausgleichsmasse gespachtelt. Erst auf einem ebenen, trockenen und tragfähigen Untergrund hält ein Belag.
Danach wird aufgemessen, ein Verlegeplan festgelegt und der Belag zugeschnitten. Teppichbahnen und Bahnenware aus PVC oder Linoleum werden verklebt, Nähte werden geschweißt oder gefugt, Laminat und Klickvinyl schwimmend verlegt. Zum Handwerk gehören Sockelleisten, Übergangsprofile, Treppenkanten, Anschlüsse an Türzargen und Heizungsrohre sowie in Nassbereichen Hohlkehlen. Auch Reparaturen, Teilaustausch und die Beratung von Kunden zu Belagsarten, Nutzungsklassen und Pflege gehören dazu. Gearbeitet wird auf Baustellen, in bewohnten Wohnungen, in Büros nach Feierabend oder in Ladenlokalen unter Zeitdruck.
Wie wird man Bodenleger?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Bodenleger im Handwerk, mit Berufsschule und Betrieb. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Verwandt ist die zweijährige Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Estricharbeiten sowie die Ausbildung zum Parkettleger, die sich auf Holzböden konzentriert.
Quereinstieg ist verbreitet. Viele Betriebe nehmen angelernte Helfer und bilden sie über Jahre auf der Baustelle aus; Fachverlegekurse der Hersteller und der Handwerkskammern vermitteln die Technik zu bestimmten Systemen. Ohne Abschluss bleibt man jedoch meist im Helferlohn und kann sich nicht selbstständig machen. Wer den Meisterbrief anstrebt, kann ihn nach einigen Berufsjahren in Vollzeit- oder Abendform erwerben.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend kniend, hockend und gebückt statt. Knie, Rücken und Handgelenke werden dauerhaft belastet, Berufskrankheiten am Knie sind in diesem Handwerk häufig. Belagsrollen, Spachtelmassensäcke und Estrichmaterial sind schwer. Kleb- und Grundierstoffe riechen stark, auch wenn moderne Produkte lösemittelarm sind; bei Sanierungen kommen Staub und alte Klebstoffe hinzu.
Die Arbeitszeit liegt meist bei 38 bis 40 Stunden, in Auftragsspitzen mit Überstunden. Feste Arbeitszeiten sind nicht garantiert: Objekte in Büros, Schulen und Läden werden oft abends, am Wochenende oder in Ferienzeiten belegt. Montagearbeit mit Übernachtung kommt vor. Fahrten zu wechselnden Baustellen gehören dazu, ein Führerschein ist praktisch Voraussetzung. Wichtig sind räumliches Vorstellungsvermögen, Genauigkeit beim Zuschnitt und Sorgfalt, weil Fehler sichtbar bleiben und ein falsch verklebter Belag teuer ist.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Böden werden in Neubauten verlegt, vor allem aber in Bestandsgebäuden immer wieder erneuert; Sanierung und Renovierung tragen den Markt auch dann, wenn der Neubau schwächelt. Fachkräfte sind knapp, viele Betriebe finden weder Auszubildende noch erfahrene Verleger.
Entwicklungswege führen über die Spezialisierung auf Doppel- und Hohlraumböden, Sportböden, Estrich, Beschichtungen oder Objektsanierung, weiter über den Vorarbeiter zum Kolonnenführer und Bauleiter. Mit dem Meisterbrief sind ein eigener Betrieb, die Ausbildung von Nachwuchs und Gutachtertätigkeit möglich. Ein Wechsel in den Handel oder in den technischen Außendienst von Belags- und Klebstoffherstellern ist eine Option für Menschen, die dem Knien irgendwann entgehen wollen.
Aufgaben
- Untergrund prüfen, Restfeuchte messen und alte Beläge entfernen
- Grundierung auftragen und Ausgleichsmasse spachteln
- Räume aufmessen und Verlegepläne erstellen
- Teppich, PVC, Linoleum, Vinyl und Laminat zuschneiden und verlegen
- Nähte schweißen, verfugen und Nassbereiche abdichten
- Sockelleisten, Profile und Treppenkanten anbringen
- Kunden zu Belagsarten, Nutzungsklassen und Pflege beraten
- Materialbedarf ermitteln und Reparaturen ausführen
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung zum Bodenleger oder langjährige Praxis
- körperliche Belastbarkeit, Arbeit im Knien und Heben schwerer Rollen
- räumliches Vorstellungsvermögen und Rechenfähigkeit für Zuschnitt und Materialbedarf
- Sorgfalt und Sinn für saubere Kanten und Übergänge
- Führerschein Klasse B für wechselnde Baustellen
- keine Allergien gegen Kleb- und Grundierstoffe
Wo man arbeitet
- Bodenlegerbetriebe und Raumausstatterbetriebe
- Bau- und Ausbauunternehmen
- Fachhandel für Bodenbeläge mit eigener Verlegeabteilung
- Objekteinrichter und Sanierungsfirmen
- Bauabteilungen von Wohnungsgesellschaften
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Bodenleger im Handwerk mit Abschluss der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ein Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten den Haupt- oder Realschulabschluss. Nach einigen Berufsjahren ist der Meisterbrief möglich, der zur Betriebsführung und Ausbildung berechtigt.
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Bodenleger | Wiesbaden / Mainz (m/w/d)
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- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.000 €
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- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.500 €
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