Fliesenleger
Fliesenleger verlegen Fliesen, Platten und Mosaike auf Böden und Wänden, in Bädern, Küchen, Treppenhäusern und auf Terrassen. Dazu gehören Untergrundvorbereitung, Abdichtung, Zuschnitt und Verfugung.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fliesenleger verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 4.000 € | 5.000 € | 48.000 € |
Tarifgebundene Betriebe zahlen nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe mit festen Lohngruppen und Mindestlöhnen, dort ist die Spanne eng. Deutlich mehr ist im Akkord, bei eigenem Betrieb oder mit Montagezuschlägen möglich, während nicht tarifgebundene Kleinbetriebe und Subunternehmer teils am unteren Rand liegen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fliesenleger?
Fliesenleger bekleiden Wände, Böden, Treppen und Fassaden mit keramischen Fliesen, Natur- und Betonwerkstein, Feinsteinzeug oder Mosaik. Der sichtbare Teil der Arbeit ist das Verlegen, der zeitaufwendigere ist die Vorbereitung: Untergründe prüfen, alte Beläge abstemmen, Unebenheiten ausgleichen, Grundierung und Ausgleichsmasse auftragen, in Nassräumen Verbundabdichtungen einbauen. Erst danach wird gemessen, aufgeteilt und der Verlegeplan festgelegt, damit Schnittkanten an unauffälligen Stellen liegen und Fugenbilder aufgehen.
Beim Verlegen kommt Kleber mit der Zahnkelle oder im Buttering-Floating-Verfahren auf den Untergrund, große Formate werden mit Nivelliersystemen ausgerichtet. Zugeschnitten wird mit Fliesenschneider, Nassschneidetisch oder Winkelschleifer, Bohrungen für Rohre und Steckdosen kommen mit Diamantbohrkronen. Zum Abschluss folgen Fugenmörtel, Silikon an Bewegungsfugen, Sockel, Profile und die Reinigung. Dazu kommen Aufmaß, Materialbestellung und Absprachen mit Kundschaft, Bauleitung und den anderen Gewerken.
Wie wird man Fliesenleger?
Der Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger im Bauhauptgewerbe. Das erste Jahr ist häufig eine gemeinsame Grundbildung mit anderen Bauberufen. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein. Wichtig sind Rechnen mit Flächen und Maßstäben sowie räumliches Vorstellungsvermögen.
Der Beruf ist zulassungsfrei, ein Meisterbrief ist für die Selbstständigkeit also nicht nötig, was den Markt stark geöffnet und den Preisdruck erhöht hat. Quereinstieg als Helfer ist möglich und verbreitet, ohne Abschluss bleiben Bezahlung und Aufstiegschancen jedoch begrenzt. Umschulungen über die Arbeitsagentur und Nachqualifizierungen mit Externenprüfung sind Wege für Ältere.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend auf den Knien statt, mit ständigem Bücken, Heben und Tragen. Fliesenpakete, Mörtelsäcke und großformatige Platten sind schwer, Knie, Rücken und Handgelenke werden dauerhaft belastet. Auf Rohbauten ist es staubig, kalt und laut, Zement und Epoxidharze reizen Haut und Atemwege. Verschleiß an Knien und Wirbelsäule ist ein realer Grund, weshalb viele den Beruf nicht bis zur Rente ausüben.
Die Arbeitszeit liegt meist bei 40 Stunden, in der Bausaison mit Überstunden, im Winter mit weniger Auslastung. Montage auf wechselnden Baustellen bedeutet frühe Anfahrten, gelegentlich Übernachtung. Wer bei Privatkunden arbeitet, braucht Geduld: Ein Bad ist ein Eingriff in den Alltag der Bewohner, Nachfragen und Änderungswünsche gehören dazu. Genauigkeit ist unverzichtbar, denn Fehler im Fugenbild bleiben jahrzehntelang sichtbar.
Aussichten
Qualifizierte Fliesenleger sind gesucht, viele Betriebe finden keine Auszubildenden und arbeiten mit Wartezeiten. Sanierung, barrierefreie Bäder und der Trend zu großen Formaten sichern Aufträge auch dann, wenn der Neubau schwächelt. Gleichzeitig drückt Konkurrenz durch preisgünstige Anbieter und Subunternehmerketten auf die Margen.
Weiterentwicklung führt über den Vorarbeiter zum Werkpolier, über die Meisterprüfung zur Betriebsleitung oder in die Selbstständigkeit. Spezialisierungen wie Natursteinverlegung, Abdichtung, Restaurierung historischer Beläge oder Sachverständigentätigkeit für Fliesenschäden sind lohnende Nischen. Auch Außendienst und Anwendungstechnik bei Herstellern von Klebern und Fliesen sind Optionen für den späteren Berufsweg.
Aufgaben
- Untergründe prüfen, ausgleichen und grundieren
- Verbundabdichtungen in Bädern und Nassräumen einbauen
- Verlegepläne erstellen und Flächen aufteilen
- Fliesen, Platten und Mosaike zuschneiden und verlegen
- Bohrungen für Rohre, Armaturen und Steckdosen setzen
- Fugen verfüllen, Silikonfugen und Profile anbringen
- Aufmaß nehmen, Material berechnen und bestellen
- Alte Beläge abstemmen und Bauschutt entsorgen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger oder einschlägige Baustellenerfahrung
- Körperliche Belastbarkeit, gesunde Knie und Rücken
- Räumliches Vorstellungsvermögen und sicheres Rechnen mit Flächen und Maßstäben
- Sorgfalt und Auge für gerade Linien und stimmige Fugenbilder
- Führerschein Klasse B für wechselnde Baustellen
- Keine Allergien gegen Zement, Epoxidharze und Baustaub
Wo man arbeitet
- Fliesenlegerbetriebe
- Bau- und Ausbauunternehmen
- Bauträger und Sanierungsfirmen
- Raumausstattungs- und Badstudios
- Hersteller von Fliesen und Bauchemie im Außendienst
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger im Betrieb mit Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Darauf können die Weiterbildung zum Werkpolier oder die Meisterprüfung folgen, die für die Selbstständigkeit in diesem zulassungsfreien Gewerbe nicht vorgeschrieben ist.
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
Maurer
Maurer errichten Wände, Decken und Fundamente aus Steinen, Beton und Fertigteilen und sind auf Roh- und Umbauten sowie bei Sanierungen im Einsatz. Die Arbeit findet überwiegend im Freien und bei jedem Wetter statt.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.200 €
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