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Bau & Immobilien

Bauingenieurwesen mit Ausbildung

Bauingenieurinnen und Bauingenieure mit Ausbildung haben ein duales Studium absolviert, das ein Bachelorstudium mit einer gewerblichen Bauausbildung verbindet. Sie planen, berechnen und leiten Bauvorhaben und kennen die Arbeit auf der Baustelle aus eigener Praxis.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bauingenieurwesen mit Ausbildung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.100 € 4.700 € 49.200 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.000 € 5.900 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.500 € 8.000 € 78.000 €

In Bauunternehmen gilt häufig der Gehaltstarifvertrag für Angestellte und Poliere im Baugewerbe, im öffentlichen Dienst der TVöD oder TV-L mit Einstieg meist in Entgeltgruppe 10 oder 11. Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob in der Bauleitung eines größeren Bauunternehmens oder in einem kleinen Ingenieurbüro gearbeitet wird, und von der Region.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was machen Bauingenieurinnen und Bauingenieure mit Ausbildung?

Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung. In Bauunternehmen leiten sie als Bauleitung einzelne Baustellen: Sie stellen Bauabläufe auf, teilen Kolonnen und Nachunternehmer ein, prüfen Mengen, schreiben Aufmaße und Nachträge und kontrollieren, ob Beton, Bewehrung und Abdichtung den Plänen entsprechen. In Ingenieurbüros erstellen sie statische Berechnungen, Ausschreibungen oder Kostenschätzungen. Bei Behörden prüfen sie Bauanträge oder betreuen Straßen-, Brücken- und Kanalbauprojekte als Bauherrenvertretung. Der Unterschied zu rein akademisch ausgebildeten Kollegen liegt in der Praxis: Wer selbst gemauert, geschalt oder Rohre verlegt hat, kann Leistungen auf der Baustelle realistisch einschätzen und wird von Polieren und Facharbeitern oft schneller ernst genommen.

Wie wird man Bauingenieurin oder Bauingenieur mit Ausbildung?

Der übliche Weg ist ein ausbildungsintegrierendes duales Studium, das rund vier bis viereinhalb Jahre dauert. Im ersten Jahr steht meist die Ausbildung im Betrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum im Vordergrund, etwa zum Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Tiefbaufacharbeiter oder Bauzeichner. Danach wechseln Hochschulsemester und Praxisphasen. Am Ende stehen ein Gesellen- oder Facharbeiterbrief und ein Bachelor of Engineering. Voraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife sowie ein Ausbildungsvertrag mit einem Bauunternehmen. Wer bereits eine Bauausbildung hat, kann auch nachträglich ein reguläres oder berufsbegleitendes Studium aufnehmen; mit Meister- oder Technikerabschluss ist das teils ohne Abitur möglich.

Was der Beruf verlangt

Das Studium ist anspruchsvoll: Mathematik, Technische Mechanik und Baustatik sorgen für hohe Abbruchquoten, und durch die Doppelbelastung bleibt wenig Freizeit. Semesterferien gibt es kaum, in dieser Zeit wird im Betrieb gearbeitet. Die Ausbildungsphase ist körperlich fordernd, bei Hitze, Kälte und Regen im Freien. Im späteren Beruf ist die Bauleitung mit Termin- und Kostendruck verbunden, lange Arbeitstage und Fahrten zwischen Baustellen sind üblich. Konflikte mit Bauherren, Nachunternehmern und Planern gehören zum Alltag, ebenso die Verantwortung für Sicherheit und Mängel. Wer im Büro arbeitet, verbringt viel Zeit mit Normen, Software und Dokumentation. Viele Betriebe binden dual Studierende vertraglich für einige Jahre nach dem Abschluss.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch. Bauunternehmen, Ingenieurbüros und vor allem die öffentliche Verwaltung finden schwer Nachwuchs, gleichzeitig gehen viele erfahrene Ingenieure in den Ruhestand. Sanierung von Brücken und Infrastruktur, Energieeffizienz im Bestand und Bahnausbau sorgen für langfristigen Bedarf, auch wenn der Wohnungsneubau konjunkturell schwankt. Mit Erfahrung führt der Weg zur Oberbauleitung, Projektleitung oder Niederlassungsleitung. Ein Masterstudium öffnet Spezialisierungen wie Tragwerksplanung oder Geotechnik und ist Voraussetzung für den höheren Dienst. Mit entsprechender Berufserfahrung ist die Eintragung als bauvorlageberechtigte Person oder als Prüfingenieur möglich, ebenso die Selbstständigkeit mit eigenem Büro.

Aufgaben

  • Bauabläufe und Terminpläne für Baustellen aufstellen
  • Personal, Geräte und Nachunternehmer einteilen und koordinieren
  • Aufmaße erstellen und Abrechnungen prüfen
  • Ausführung auf Qualität und Arbeitssicherheit kontrollieren
  • Statische Berechnungen und Bemessungen durchführen
  • Leistungsverzeichnisse und Angebote kalkulieren
  • Baubesprechungen mit Bauherren und Planern leiten
  • Mängel dokumentieren und Nachträge verhandeln

Voraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Ausbildungs- und Studienvertrag mit einem Bauunternehmen
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Körperliche Belastbarkeit für die Ausbildungsphase im Freien
  • Organisationsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit
  • Führerschein Klasse B für Fahrten zu Baustellen

Wo man arbeitet

  • Bauunternehmen im Hoch- und Tiefbau
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Bauämter und Straßenbauverwaltungen
  • Infrastrukturunternehmen wie Bahn und Versorger
  • Wohnungsbaugesellschaften und Projektentwickler

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein ausbildungsintegrierendes duales Studium von vier bis viereinhalb Jahren, das eine Bauausbildung mit einem Bachelorstudium an einer Hochschule verbindet. Abschlüsse sind der Gesellen- oder Facharbeiterbrief, etwa als Maurer oder Beton- und Stahlbetonbauer, und der Bachelor of Engineering im Bauingenieurwesen.

Offene Stellen als Bauingenieurwesen mit Ausbildung

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