Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

Bachelor of Arts BWL

Betriebswirte mit Bachelor of Arts steigen häufig im Vertrieb ein: Sie betreuen Kunden, analysieren Umsätze und bauen Geschäftsbeziehungen aus. Das Studium ist breit angelegt und öffnet Türen in fast jede Branche.

15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bachelor of Arts BWL verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.700 € 5.800 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.500 € 9.000 € 78.000 €

Der Verdienst hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: tarifgebundene Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie zahlen deutlich über kleinen Handels- und Dienstleistungsbetrieben. Im Vertrieb kommen variable Anteile von zehn bis dreißig Prozent hinzu, die von der Zielerreichung abhängen und in den genannten Werten nicht enthalten sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Bachelor of Arts BWL im Vertrieb?

Der Abschluss ist kein Beruf, sondern eine Eintrittskarte. Viele Absolventinnen und Absolventen der Betriebswirtschaftslehre beginnen im Vertrieb oder Kundenservice, weil dort Einstiegsstellen zahlreich sind und Quereinstiege innerhalb des Unternehmens später leichtfallen. Typische Einstiegspositionen heißen Vertriebsmitarbeiter im Innendienst, Junior Account Manager, Sales Trainee oder Kundenberater.

Der Arbeitstag besteaus aus Telefonaten und Videocalls mit Kunden, dem Erstellen und Nachverfolgen von Angeboten, der Pflege von Kundendaten im CRM-System und der Auswertung von Umsatzzahlen in Excel oder einem BI-Werkzeug. Im Außendienst kommen Kundenbesuche und Messetermine dazu, verbunden mit Reisetätigkeit. Wer im Key Account arbeitet, verhandelt Rahmenverträge, Konditionen und Lieferbedingungen und koordiniert dabei Technik, Logistik und Controlling im eigenen Haus.

Wie wird man Bachelor of Arts BWL?

Üblich ist ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium an einer Fachhochschule, Universität oder Duale Hochschule. Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife, teilweise auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Der Bachelor of Arts wird meist an Fachhochschulen und privaten Hochschulen verliehen, der Bachelor of Science häufiger an Universitäten; für den Arbeitsmarkt ist der Unterschied gering.

Inhalte sind Rechnungswesen, Kosten- und Leistungsrechnung, Marketing, Personal, Recht, Statistik und Volkswirtschaftslehre. Wer in den Vertrieb will, wählt Schwerpunkte wie Sales Management, Marketing oder Handelsmanagement und sammelt Praktika. Duale Studiengänge verbinden Theoriephasen mit Arbeit im Unternehmen und führen häufig direkt in eine Festanstellung. Ein Quereinstieg gelingt auch Kaufleuten mit Ausbildung und Weiterbildung zum Betriebswirt, allerdings oft mit geringerem Startgehalt.

Was der Beruf verlangt

BWL ist ein Massenstudium, und der Abschluss allein unterscheidet niemanden von tausenden anderen. Praktika, Sprachkenntnisse, Auslandserfahrung und ein klarer Schwerpunkt entscheiden über die ersten Bewerbungen. Absolventen ohne Praxisbezug landen häufiger in Trainee-Programmen mit mäßiger Bezahlung oder in befristeten Stellen.

Vertrieb bedeutet Zahlenverantwortung. Umsatzziele werden quartalsweise gemessen, Ablehnung durch Kunden ist Alltag, und ein Teil des Einkommens hängt in vielen Häusern an variablen Bestandteilen. Im Außendienst fallen Reisetage, Übernachtungen und Termine am Abend an. Der Innendienst ist stärker an Bürozeiten gebunden, dafür durch Reklamationen und Termindruck belastet. Wer Konflikte schlecht erträgt oder ungern auf fremde Menschen zugeht, wird im Vertrieb nicht glücklich.

Aussichten

Die Nachfrage nach Vertriebsnachwuchs ist stabil, weil viele Unternehmen Stellen im Außendienst und Key Account schwer besetzen können. Wer Umsätze nachweislich entwickelt hat, wechselt vergleichsweise leicht zwischen Branchen. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager, zur Vertriebsleitung einer Region, ins Produktmanagement oder ins Controlling. Ein Masterstudium, berufsbegleitend oder direkt im Anschluss, ist für Positionen in Konzernstäben und im Consulting oft erwartet. Technische Branchen zahlen besser, verlangen aber Einarbeitung in Produkte und Anwendungen.

Aufgaben

  • Bestands- und Neukunden telefonisch und persönlich betreuen
  • Angebote kalkulieren, erstellen und nachverfolgen
  • Preise, Konditionen und Verträge verhandeln
  • Umsatz- und Absatzzahlen auswerten und Forecasts erstellen
  • Kundendaten und Vorgänge im CRM-System pflegen
  • Reklamationen bearbeiten und mit Logistik und Technik abstimmen
  • Messen und Kundenveranstaltungen vorbereiten und begleiten
  • Marktbeobachtung und Wettbewerbsanalysen zusammenstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre oder eines verwandten Fachs
  • Hochschulzugangsberechtigung für das Studium, bei dualen Programmen zusätzlich ein Ausbildungsvertrag
  • Sicherer Umgang mit Excel, CRM- und ERP-Systemen
  • Englisch verhandlungssicher, weitere Fremdsprachen je nach Absatzmarkt
  • Kommunikationsstärke und Belastbarkeit bei Zielvorgaben
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft für Positionen im Außendienst

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen und Maschinenbau
  • Groß- und Außenhandel
  • Dienstleister, Software- und IT-Häuser
  • Banken und Versicherungen
  • Handelsketten und Konsumgüterhersteller
  • Beratungs- und Agenturgeschäft

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre an einer Fachhochschule, Universität oder Dualen Hochschule, das mit dem Bachelor of Arts abschließt. Duale Varianten dauern in der Regel drei Jahre und verbinden Studium mit Praxisphasen im Betrieb. Ein anschließender Master von zwei bis vier Semestern ist möglich, für den Vertriebseinstieg aber nicht erforderlich.

Offene Stellen als Bachelor of Arts BWL

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Industriekaufmann

Industriekaufleute steuern kaufmännische Abläufe in Produktionsbetrieben: Sie beschaffen Material, kalkulieren Preise, betreuen Kunden und buchen Geschäftsvorfälle. Der Beruf ist eine der breitesten kaufmännischen Ausbildungen in der Industrie.

Offene Stellen
37
Monatsbrutto
2.600 – 6.500 €

Key Account Manager

Key Account Manager betreuen die wichtigsten Kunden eines Unternehmens: Sie verhandeln Jahresverträge, entwickeln die Geschäftsbeziehung weiter und koordinieren intern alles, was dieser Kunde braucht. Der Erfolg wird an Umsatz- und Margenzielen gemessen.

Offene Stellen
51
Monatsbrutto
3.600 – 11.000 €

Vertriebsmitarbeiter im Innendienst

Vertriebsmitarbeiter im Innendienst betreuen Kunden vom Büro aus: Sie erstellen Angebote, erfassen Aufträge, klären Liefertermine und halten dem Außendienst den Rücken frei. Der Beruf verbindet kaufmännische Sachbearbeitung mit Verkaufsgesprächen am Telefon und per E-Mail.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.500 – 5.800 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz