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IT & Software

Azure Cloud Engineer

Azure Cloud Engineers planen, bauen und betreiben IT-Infrastruktur und Anwendungen auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure. Sie sorgen dafür, dass Systeme sicher, verfügbar und bezahlbar laufen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Azure Cloud Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.500 € 5.300 € 54.000 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.900 € 7.000 € 70.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.500 € 7.600 € 9.000 € 91.200 €

Gehälter werden meist frei verhandelt und hängen stark von Branche, Unternehmensgröße, Region und Zertifizierungen ab; Banken, Versicherungen und große Beratungen zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser. Im öffentlichen Dienst gelten TVöD oder TV-L, dort liegen die Werte meist im unteren Bereich der Spanne, dafür mit festen Stufen und sicherem Arbeitsplatz.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Azure Cloud Engineer?

Azure Cloud Engineers verlagern Server, Datenbanken und Anwendungen aus eigenen Rechenzentren in die Microsoft-Cloud oder bauen dort neue Umgebungen auf. Sie legen virtuelle Netzwerke an, richten Firewalls und Zugriffsrechte über Microsoft Entra ID ein, konfigurieren virtuelle Maschinen, Container-Cluster mit Azure Kubernetes Service oder serverlose Dienste wie Azure Functions. Infrastruktur wird dabei selten per Mausklick angelegt, sondern als Code beschrieben, meist mit Terraform oder Bicep, und über Pipelines in Azure DevOps oder GitHub Actions ausgerollt. Zum Alltag gehören außerdem Monitoring, die Auswertung von Logs, das Beheben von Störungen, Backup-Konzepte und die Kontrolle der laufenden Kosten. Viel Zeit fließt in Abstimmungen mit Entwicklungsteams, Sicherheitsverantwortlichen und Fachabteilungen sowie in Dokumentation.

Wie wird man Azure Cloud Engineer?

Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs der Ausgangspunkt. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und einige Jahre Erfahrung in der Systemadministration, etwa mit Windows Server, Netzwerken und Active Directory. Wer aus dem klassischen IT-Betrieb kommt, wächst oft schrittweise in Cloud-Projekte hinein. Quereinsteiger ohne IT-Hintergrund haben es schwerer, weil Grundlagen in Netzwerktechnik, Betriebssystemen und Skripting vorausgesetzt werden. Microsoft-Zertifizierungen wie Azure Administrator Associate (AZ-104) oder Azure Solutions Architect Expert (AZ-305) sind in Stellenanzeigen sehr verbreitet und für Umsteiger oft der Türöffner. Sie lassen sich im Selbststudium oder in Kursen vorbereiten, die teils von der Agentur für Arbeit gefördert werden.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast ausschließlich am Bildschirm statt, körperlich ist sie wenig belastend, langes Sitzen und hohe Konzentration aber schon. Microsoft ändert Dienste, Preise und Oberflächen laufend, wer nicht regelmäßig dazulernt, ist nach wenigen Jahren nicht mehr auf dem Stand. Zertifizierungen müssen jährlich erneuert werden. Fehler in der Konfiguration können Sicherheitslücken öffnen, ganze Systeme lahmlegen oder hohe Rechnungen verursachen, das erzeugt Verantwortungsdruck. In vielen Betrieben gehört Rufbereitschaft dazu, Wartungsarbeiten und Migrationen werden oft abends oder am Wochenende erledigt, damit der laufende Betrieb nicht gestört wird. Bei Beratungshäusern kommen Reisen zu Kunden und wechselnde Projekte hinzu. Homeoffice ist dagegen weit verbreitet. Fachliteratur und Dokumentation sind überwiegend englisch, gute Englischkenntnisse sind daher nötig.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch. Viele Unternehmen und Behörden setzen ohnehin auf Microsoft-Produkte und verlagern ihre IT schrittweise nach Azure, was Fachkräfte für Aufbau und Betrieb braucht. Besonders gefragt sind Kenntnisse in IT-Sicherheit, Automatisierung und Kostensteuerung. Gleichzeitig ist der Einstieg ohne Berufserfahrung schwieriger als für erfahrene Kräfte, Junior-Stellen sind seltener. Entwicklungswege führen zum Cloud Architect, in die Spezialisierung auf Cloud Security, DevOps oder Plattform-Engineering, in die Teamleitung oder in die selbstständige Beratung. Wer zusätzlich AWS oder Google Cloud beherrscht, erweitert die Auswahl an Stellen deutlich.

Aufgaben

  • Cloud-Umgebungen mit Netzwerken, virtuellen Maschinen und Speicher in Azure aufbauen
  • Infrastruktur mit Terraform oder Bicep als Code beschreiben und ausrollen
  • Server und Anwendungen aus lokalen Rechenzentren in die Cloud migrieren
  • Zugriffsrechte und Identitäten über Microsoft Entra ID verwalten
  • Deployment-Pipelines in Azure DevOps oder GitHub Actions einrichten
  • Systeme überwachen, Störungen analysieren und beheben
  • Cloud-Kosten auswerten und Ressourcen optimieren
  • Architektur, Konfigurationen und Betriebsabläufe dokumentieren

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik oder verwandtem Fach oder Ausbildung als Fachinformatiker mit Berufserfahrung
  • Kenntnisse in Netzwerktechnik, Windows und Linux sowie Grundlagen in IT-Sicherheit
  • Erfahrung mit Skripting, etwa PowerShell, Bash oder Python
  • Microsoft-Zertifizierungen wie AZ-104 oder AZ-305 von Vorteil
  • Gute Englischkenntnisse für Dokumentation und internationale Teams
  • Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung und gelegentlicher Rufbereitschaft

Wo man arbeitet

  • IT-Beratungen und Systemhäuser
  • Managed-Service-Provider
  • IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Banken und Versicherungen
  • Softwarehersteller
  • Öffentliche Verwaltung und IT-Dienstleister der Behörden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik (drei bis vier Jahre) oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufserfahrung im IT-Betrieb. Den Schwerpunkt Azure erwerben die meisten im Job und über Microsoft-Zertifizierungen, die sich in einigen Wochen bis Monaten vorbereiten lassen.

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