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Logistik & Verkehr

Aushilfsjob auf Abrufbasis / Postbote

Postboten stellen Briefe und Pakete auf einer festen Zustellbezirk-Route zu, häufig als Aushilfe auf Abruf oder befristet zu Spitzenzeiten. Die Arbeit beginnt früh, findet bei jedem Wetter statt und ist körperlich anstrengend.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Aushilfsjob auf Abrufbasis / Postbote verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.700 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €

Bei der Deutschen Post DHL gilt der Haustarifvertrag mit festen Entgeltgruppen für Zustellkräfte, private Wettbewerber zahlen häufig nur nach Mindestlohn oder knapp darüber. Bei Abruf- und Minijobverträgen entscheidet vor allem die Zahl der tatsächlich abgerufenen Stunden über das Monatseinkommen; Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Postbote?

Der Arbeitstag beginnt in der Regel zwischen sechs und acht Uhr in einem Zustellstützpunkt. Dort wird die Sendungsmenge für den eigenen Bezirk übernommen, nach Gangfolge sortiert und in Fahrradtaschen, Zustellwagen oder Transporter geladen. Anschließend folgt die Route: Briefe in Hausbriefkästen, Pakete an der Tür, Einschreiben und Nachnahmen gegen Unterschrift, Benachrichtigungskarten, wenn niemand öffnet. Nicht zustellbare Sendungen und eingesammelte Retouren gehen am Nachmittag zurück in den Stützpunkt, dazu kommen Abrechnung von Nachnahmebeträgen und die Rückgabe der Scanner.

Aushilfen auf Abrufbasis werden dort eingesetzt, wo Stammkräfte fehlen: bei Krankheit, im Urlaub, im Weihnachtsgeschäft. Das bedeutet häufig wechselnde Bezirke, die man noch nicht kennt, und Einsätze, die kurzfristig angefragt werden. Wer eine feste Route übernimmt, kennt nach einigen Wochen jeden Klingelknopf und jeden bissigen Hund.

Wie wird man Postbote?

Für die Zustellung ist kein Ausbildungsabschluss vorgeschrieben. Verlangt werden ausreichende Deutschkenntnisse, ein einwandfreies Führungszeugnis und je nach Bezirk ein Führerschein der Klasse B, bei größeren Fahrzeugen auch B mit entsprechender Zuladung. Die Einweisung dauert wenige Tage und findet meist als Begleitung einer erfahrenen Kraft statt. Bei den großen Zustellunternehmen läuft der Einstieg oft über befristete Verträge, Abrufverträge oder geringfügige Beschäftigung; daraus können unbefristete Stellen entstehen.

Wer den Beruf langfristig ausüben will, kann die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen absolvieren. Sie öffnet den Weg in Disposition, Sortierzentren und Teamleitung. Ein Quereinstieg ist in diesem Feld eher die Regel als die Ausnahme, viele Beschäftigte kommen aus Handel, Gastronomie oder Bau.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Zustellende legen täglich zweistellige Kilometerzahlen zu Fuß oder mit dem Rad zurück, heben Paketrollbehälter, tragen Sendungen in obere Stockwerke ohne Aufzug und arbeiten bei Hitze, Regen, Schnee und Glätte im Freien. Rücken, Knie und Schultern werden dauerhaft belastet. Der Beginn liegt früh am Morgen, Samstagsarbeit ist üblich, an Feiertagen und im Dezember steigt das Volumen deutlich.

Der Zeitdruck ist hoch, weil die Sendungsmenge pro Bezirk kalkuliert ist und Krankheitsausfälle auf die verbleibenden Kräfte umgelegt werden. Abrufarbeit bringt zusätzlich Planungsunsicherheit: Wer wenig gerufen wird, verdient wenig. Kundenkontakt gehört dazu, freundlich wie unfreundlich, ebenso Beschwerden über verspätete Pakete, für die man selbst nichts kann. Sorgfalt ist Pflicht, denn Fehlzustellungen und verlorene Einschreiben haben Folgen.

Aussichten

Die Zahl der Briefe sinkt, die der Pakete steigt weiter. Zustellkräfte werden dauerhaft gesucht, die Fluktuation ist hoch und offene Stellen bleiben oft monatelang unbesetzt. Wer zuverlässig erscheint, hat gute Chancen auf einen unbefristeten Vertrag, häufig zunächst in Teilzeit. Entwicklungsmöglichkeiten liegen in der Übernahme eines eigenen Bezirks, in Springer- oder Einweisungsfunktionen, in der Sortierung, in der Disposition oder als Teamleitung im Zustellstützpunkt. Mit Führerschein C1 oder CE ist der Wechsel in den Nahverkehr und die Speditionslogistik möglich. Wer den Beruf länger als einige Jahre ausübt, sollte die körperliche Belastung realistisch einschätzen.

Aufgaben

  • Briefe und Pakete nach Gangfolge sortieren und laden
  • Sendungen auf einem festgelegten Bezirk zustellen
  • Einschreiben und Nachnahmen gegen Unterschrift übergeben
  • Benachrichtigungskarten hinterlassen und Rücksendungen mitnehmen
  • Zustelldaten mit dem Handscanner erfassen
  • Nachnahmebeträge und Restsendungen im Stützpunkt abrechnen
  • kurzfristig für erkrankte Kollegen in fremden Bezirken einspringen

Voraussetzungen

  • kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Führerschein Klasse B für Fahrzeugbezirke
  • gute körperliche Belastbarkeit, Heben und langes Gehen
  • einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit am frühen Morgen
  • ausreichende Deutschkenntnisse für Kundenkontakt und Formulare

Wo man arbeitet

  • Zustellstützpunkte großer Post- und Paketdienste
  • private Brief- und Kurierdienste
  • Sortier- und Paketzentren
  • Zustellbezirke in Stadt und ländlicher Region

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne formale Ausbildung über einen befristeten Vertrag, einen Abrufvertrag oder eine geringfügige Beschäftigung; die Einweisung dauert wenige Tage. Wer den Beruf dauerhaft ausüben will, kann die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen absolvieren und damit auch in Disposition oder Teamleitung wechseln.

Offene Stellen als Aushilfsjob auf Abrufbasis / Postbote

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