Anlagenmechaniker SHK Wohnungsmodernisierung
Anlagenmechaniker SHK in der Wohnungsmodernisierung erneuern Bäder, Heizungen und Wasserleitungen in bewohnten Altbauten und Mietwohnungen. Sie demontieren alte Anlagen, verlegen neue Leitungen und nehmen Heizungs- und Sanitärtechnik in Betrieb.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Anlagenmechaniker SHK Wohnungsmodernisierung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.850 € | 3.100 € | 34.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Die SHK-Löhne werden regional zwischen den Landesinnungsverbänden bzw. Fachverbänden SHK und der IG Metall ausgehandelt, etwa im Lohntarifvertrag für das SHK-Handwerk in NRW oder Bayern, viele kleinere Betriebe sind aber nicht tarifgebunden und zahlen je nach Region deutlich unterschiedlich. Mehr verdienen vor allem Monteure mit Notdienst, Wärmepumpen-Know-how, Obermonteurs- oder Meisterfunktion sowie Beschäftigte in großen Wohnungsunternehmen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Anlagenmechaniker SHK in der Wohnungsmodernisierung?
Die Arbeit findet fast immer in bestehenden Wohnungen statt, oft in Mehrfamilienhäusern aus den Fünfziger- bis Achtzigerjahren. Typische Aufträge sind Komplettsanierungen von Bädern, der Austausch alter Gasthermen oder Ölkessel, der Umbau auf Wärmepumpen oder Fernwärme und die Erneuerung von Steigleitungen aus verzinktem Stahl oder Blei. Am Anfang steht meist der Rückbau: Wanne, WC und Fliesen raus, alte Rohre abtrennen, Schutt aus dem dritten Stock tragen. Danach werden Schlitze gestemmt, Vorwandelemente gesetzt, Kupfer-, Edelstahl- oder Mehrschichtverbundrohre verpresst, Abwasserleitungen mit Gefälle verlegt und Druckproben gemacht. Zum Schluss werden Waschtisch, Dusche und Armaturen montiert, die Heizung befüllt, hydraulisch abgeglichen und in Betrieb genommen. Häufig sind Fliesenleger, Elektriker und Trockenbauer gleichzeitig auf der Baustelle, die Abläufe müssen abgestimmt werden. Mieterinnen und Mieter wohnen oft weiter in der Wohnung, deshalb gehören Absprachen, Staubschutz und das tägliche Wiederherstellen einer Notversorgung mit Wasser dazu.
Wie wird man Anlagenmechaniker SHK in der Wohnungsmodernisierung?
Der Weg führt über die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten einen Haupt- oder Realschulabschluss mit ordentlichen Noten in Mathematik. Die Spezialisierung auf Modernisierung ergibt sich durch den Ausbildungsbetrieb: Wer in einem Betrieb lernt, der überwiegend Bäder und Heizungen im Bestand saniert, wächst in diese Arbeit hinein. Quereinsteiger aus verwandten Handwerken können über eine Umschulung oder Externenprüfung zum Gesellenbrief kommen. Zusätzliche Scheine etwa für Kältemittel bei Wärmepumpen oder Trinkwasserhygiene werden oft im Betrieb nachgeholt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Es wird viel gekniet, über Kopf gearbeitet, gestemmt und getragen, häufig in engen Bädern ohne Aufzug im Haus. Staub, Lärm und alte Baustoffe wie asbesthaltige Spachtelmassen oder Bleirohre erfordern sorgfältigen Arbeitsschutz. Im Bestand passt selten etwas wie geplant: Hinter der Wand liegt ein unerwartetes Rohr, der Boden ist schief, die Abwasserleitung marode. Das verlangt Improvisationsvermögen und saubere Problemlösung unter Zeitdruck, denn bewohnte Wohnungen sollen schnell wieder nutzbar sein. Gearbeitet wird überwiegend tagsüber, viele Betriebe haben aber einen Notdienst mit Bereitschaft an Abenden und Wochenenden. Der Umgang mit verärgerten oder besorgten Bewohnern gehört ebenso dazu wie das Fahren zwischen Baustellen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und bleibt es auf absehbare Zeit. Der große Bestand an alten Wohngebäuden, gesetzliche Vorgaben zum Heizungstausch und der Umstieg auf Wärmepumpen sorgen für volle Auftragsbücher, während viele Betriebe keinen Nachwuchs finden. Gesellen werden fast überall gesucht. Wer sich weiterentwickeln will, kann sich zum Kundendienstmonteur, zum Obermonteur mit Bauleitungsaufgaben oder zum Gebäudeenergieberater weiterbilden. Mit der Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk sind Führungsaufgaben und die Gründung eines eigenen Betriebs möglich, alternativ führt ein Technikerabschluss oder Studium der Versorgungstechnik in Planung und Vertrieb.
Aufgaben
- Alte Sanitärobjekte, Heizkessel und Leitungen demontieren und entsorgen
- Wandschlitze stemmen und Vorwandinstallationen setzen
- Trink- und Abwasserleitungen verlegen, verpressen und auf Dichtheit prüfen
- Gasthermen, Wärmepumpen oder Fernwärmestationen einbauen und anschließen
- Heizungsanlagen befüllen, entlüften und hydraulisch abgleichen
- Waschtische, Duschen, WCs und Armaturen montieren
- Arbeiten mit Fliesenlegern, Elektrikern und Hausverwaltung abstimmen
- Bewohner informieren und Notversorgung mit Wasser sicherstellen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbarer Gesellenbrief
- Führerschein Klasse B für Fahrten zwischen Baustellen
- Körperliche Belastbarkeit für Tragen, Knien und Arbeiten über Kopf
- Technisches Verständnis und sicheres Rechnen, etwa für Gefälle und Rohrdimensionen
- Geschick im Umgang mit unerwarteten Situationen im Altbau
- Freundlicher und geduldiger Umgang mit Bewohnern
Wo man arbeitet
- SHK-Handwerksbetriebe mit Schwerpunkt Badsanierung
- Heizungsbaubetriebe
- Modernisierungsfirmen für Wohnungsbaugesellschaften
- Regiebetriebe kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen
- Komplettanbieter für Altbausanierung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Die Ausrichtung auf Wohnungsmodernisierung entsteht durch die Wahl des Betriebs und durch Praxis im Bestand. Später ist die Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk möglich.
Offene Stellen als Anlagenmechaniker SHK Wohnungsmodernisierung
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