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Gesundheit & Pflege

Altenpfleger

Altenpflegerinnen und Altenpfleger betreuen und versorgen alte Menschen pflegerisch, medizinisch und im Alltag. Sie arbeiten in Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege oder in Kliniken, meist im Schichtdienst.

50 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Altenpfleger verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.000 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 4.900 € 50.400 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Nach TVöD-P oder kirchlichen Tarifwerken wie AVR liegen die Gehälter deutlich über denen vieler privater Heimbetreiber ohne Tarif. Zulagen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienst sowie die Pflegezulage kommen hinzu und machen im Monat mehrere Hundert Euro aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Altenpfleger?

Der Tag beginnt in der Regel mit der Übergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer hat schlecht geschlafen, wer hat Schmerzen, wer muss heute zum Arzt. Danach folgt die Grundpflege - Waschen, Anziehen, Zahnpflege, Umlagern von Menschen, die sich nicht mehr allein bewegen können, Begleitung zur Toilette oder Versorgung mit Inkontinenzmaterial. Dazu kommt die Behandlungspflege: Medikamente stellen und verabreichen, Blutzucker und Blutdruck messen, Insulin spritzen, Kompressionsstrümpfe anlegen, Wunden und Dekubitus versorgen, Sonden und Katheter kontrollieren.

Ein großer Teil der Arbeit ist Beobachtung und Dokumentation. Verändert sich der Appetit, wird jemand verwirrter als sonst, tritt eine neue Rötung auf - solche Dinge müssen erkannt, aufgeschrieben und an Ärzte weitergegeben werden. Hinzu kommen Essen anreichen, Bewegungsübungen, Gespräche, Beschäftigung und der Umgang mit Angehörigen, die oft überfordert oder ungeduldig sind. In der ambulanten Pflege fährt man eine Tour und ist in jeder Wohnung allein für die Entscheidungen verantwortlich.

Wie wird man Altenpfleger?

Seit 2020 führt der Weg über die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Wer sich im dritten Jahr für den Vertiefungsbereich Langzeitpflege entscheidet, kann alternativ den Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger erwerben. Voraussetzung ist meist ein mittlerer Schulabschluss; mit Hauptschulabschluss geht es über eine vorherige Ausbildung zur Pflegehelferin oder Pflegefachassistenz. Die Ausbildung ist vergütet und wechselt zwischen Pflegeschule und praktischen Einsätzen in Heim, Klinik und ambulantem Dienst.

Quereinstieg ist verbreitet und wird gefördert - viele beginnen als Betreuungskraft oder Pflegehelfer und holen die Ausbildung später nach, teils in Teilzeit oder verkürzt bei einschlägiger Vorerfahrung. Pflegekräfte mit ausländischem Abschluss brauchen ein Anerkennungsverfahren und ein Sprachniveau von in der Regel B2.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich schwer. Heben, Umlagern, langes Stehen und Gehen belasten Rücken und Knie, auch wenn Hilfsmittel vorhanden sind. Der Dienst läuft in Früh-, Spät- und Nachtschichten, an Wochenenden und Feiertagen; Einspringen aus dem Frei ist in vielen Häusern Alltag. Die Personaldecke ist dünn, was bedeutet: zu viele Bewohner pro Kraft, Zeitdruck, das Gefühl, nie fertig zu werden.

Dazu kommt die seelische Belastung. Man begleitet Menschen mit Demenz, die aggressiv werden können, und Menschen im Sterben. Nähe zu Bewohnern über Jahre macht Abschiede schwer. Wer den Beruf lange ausübt, braucht Distanzfähigkeit, ein stabiles Team und die Bereitschaft, sich Unterstützung zu holen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird weiter steigen; qualifizierte Pflegefachkräfte finden praktisch überall eine Stelle und können den Arbeitgeber wählen. Das verbessert die Verhandlungsposition, ändert aber nichts an der Arbeitsdichte. Entwicklungswege gibt es reichlich: Fachweiterbildungen in Palliativ-, Wund-, Demenz- oder Intensivpflege, Praxisanleitung, Hygienebeauftragung, Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung nach entsprechender Weiterbildung. Auch ein Studium in Pflegewissenschaft, Pflegemanagement oder Advanced Practice Nursing ist möglich und öffnet Wege in Leitung, Lehre und Beratung.

Aufgaben

  • Grundpflege wie Waschen, Ankleiden und Mundpflege übernehmen
  • Medikamente stellen, verabreichen und Wirkungen beobachten
  • Wunden versorgen, Blutzucker und Blutdruck kontrollieren, injizieren
  • Bewohner mobilisieren, umlagern und beim Essen unterstützen
  • Pflegeverlauf dokumentieren und Veränderungen an Ärzte melden
  • Angehörige beraten und in die Versorgung einbeziehen
  • Pflegeplanungen erstellen und regelmäßig anpassen
  • Auszubildende und Pflegehilfskräfte anleiten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung in der Pflege, in der Regel mittlerer Schulabschluss als Zugang
  • körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und langes Stehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Geduld und Nervenstärke im Umgang mit Demenz, Aggression und Sterben
  • sorgfältiges Arbeiten bei Medikamenten und Dokumentation
  • gute Deutschkenntnisse, bei ausländischem Abschluss meist Niveau B2
  • Führerschein für die ambulante Pflege

Wo man arbeitet

  • stationäre Pflegeheime und Seniorenresidenzen
  • ambulante Pflegedienste
  • Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen
  • geriatrische Abteilungen von Krankenhäusern
  • betreute Wohnformen und Hospize

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann mit Unterricht an einer Pflegeschule und praktischen Einsätzen in Heim, Klinik und ambulantem Dienst. Wer im letzten Jahr die Langzeitpflege vertieft, kann stattdessen den Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger wählen. Die Ausbildung ist vergütet, eine Verkürzung ist bei Vorerfahrung als Pflegehelfer möglich.

Offene Stellen als Altenpfleger

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Monatsbrutto
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24
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2.200 – 3.500 €

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