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Gesundheit & Pflege

Pflegehelfer

Pflegehelfer unterstützen Pflegefachkräfte bei der Betreuung und Grundpflege von kranken, alten oder behinderten Menschen. Sie helfen beim Waschen, Essen und Bewegen und übernehmen einfache pflegerische Aufgaben.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegehelfer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.750 € 3.150 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.650 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Im öffentlichen Dienst zahlt der TVöD-P für Pflegehelfer nach Entgeltgruppe P 5 bis P 6, kirchliche Träger richten sich nach AVR Caritas oder AVR Diakonie und liegen ähnlich. Private Einrichtungen ohne Tarifvertrag zahlen oft nahe am Pflegemindestlohn für Hilfskräfte; Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst machen einen erheblichen Teil des tatsächlichen Einkommens aus, außerdem gibt es je nach Region deutliche Unterschiede.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Pflegehelfer?

Pflegehelfer arbeiten dort, wo Menschen sich nicht mehr allein versorgen können. Sie helfen beim Waschen, Duschen, Anziehen und beim Gang zur Toilette, wechseln Inkontinenzmaterial, machen Betten, lagern bettlägerige Menschen um und begleiten sie beim Gehen. Sie reichen Essen an, achten darauf, dass genug getrunken wird, und dokumentieren, was gegessen und getrunken wurde. Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Temperatur messen sie in vielen Einrichtungen ebenfalls und geben Auffälligkeiten an die Fachkraft weiter.

Dazu kommen Aufgaben, die im Stellenprofil selten auftauchen, aber viel Zeit kosten: Wäsche sortieren, Zimmer aufräumen, Pflegewagen bestücken, Geschirr abräumen, Angehörige begrüßen. Ein großer Teil der Arbeit ist Zuwendung. Wer im Heim arbeitet, kennt die Bewohner über Jahre und ist oft der Mensch, mit dem sie am längsten am Tag sprechen.

Wie wird man Pflegehelfer?

Es gibt zwei Wege. Der erste ist die landesrechtlich geregelte Ausbildung zum Pflegehelfer oder zur Pflegeassistenz, je nach Bundesland ein- oder zweijährig, mit Unterricht an einer Pflegeschule und Praxiseinsätzen. Zugang gibt es meist mit Hauptschulabschluss, teils auch ohne. Der zweite Weg ist der Einstieg als Pflegehilfskraft ohne Ausbildung, mit einer Basisqualifikation von einigen Wochen oder einer Anlernphase im Betrieb. Dieser Weg steht offen, deshalb ist der Beruf ein häufiger Quereinstieg, etwa nach Elternzeit oder aus dem Einzelhandel.

Wichtig ist der Unterschied zur Pflegefachkraft: Behandlungspflege wie Injektionen, Verbandwechsel oder das Stellen von Medikamenten bleibt in der Regel der dreijährig examinierten Kraft vorbehalten. Wer weiterkommen will, kann die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann anschließen, die Helferausbildung wird dabei teilweise angerechnet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich schwer. Heben, Stützen, Umlagern, Bücken, langes Stehen, dazu Zeitdruck, weil auf einer Station oder einem Wohnbereich häufig zu wenig Personal für zu viele Menschen zuständig ist. Rückenprobleme sind verbreitet, auch wenn Hilfsmittel und rückenschonende Techniken vorhanden sind. Gearbeitet wird im Schichtdienst, an Wochenenden und Feiertagen, teils im geteilten Dienst.

Dazu kommt die seelische Seite. Pflegehelfer erleben Demenz, Schmerzen, Aggression und Sterben aus großer Nähe. Ekel gehört zum Alltag, Scham auf der Seite der Gepflegten ebenso. Wer nicht lernt, Abstand zu halten und sich nach dem Dienst abzugrenzen, brennt in diesem Beruf aus. Die Bezahlung liegt deutlich unter der von Fachkräften, obwohl die körperliche Belastung ähnlich hoch ist.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und bleibt es. Pflegeheime, Krankenhäuser und ambulante Dienste suchen dauerhaft Hilfskräfte, in vielen Regionen findet man innerhalb weniger Wochen eine Stelle. Wer Zuverlässigkeit zeigt, wird häufig zur Ausbildung zur Pflegefachkraft ermutigt, viele Arbeitgeber unterstützen das finanziell oder mit Freistellung. Andere Wege führen in Spezialbereiche wie Betreuungskraft nach Paragraf 43b, in die Alltagsbegleitung, in den Bereich Palliativ oder in die Praxisanleitung von Neuen. Ohne Weiterqualifizierung bleibt der Verdienst allerdings über Jahre nahezu unverändert.

Aufgaben

  • Unterstützen bei Körperpflege, Duschen und Ankleiden
  • Essen und Getränke anreichen, Trinkmengen erfassen
  • Bettlägerige Menschen umlagern und beim Gehen begleiten
  • Betten machen, Wäsche und Inkontinenzmaterial wechseln
  • Blutdruck, Puls, Temperatur und Gewicht messen
  • Beobachtungen dokumentieren und an die Fachkraft melden
  • Bewohner beschäftigen, begleiten und Gespräche führen
  • Pflegewagen und Materialien vorbereiten

Voraussetzungen

  • Mindestens Hauptschulabschluss für die geregelte Helferausbildung, Einstieg als Hilfskraft teils ohne Abschluss
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Stützen und langes Stehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Geduld und Umgang mit Nähe, Ekel und Sterben
  • Ausreichende Deutschkenntnisse für Dokumentation und Übergabe
  • Gesundheitszeugnis und Impfnachweise je nach Einrichtung
  • Einwandfreies Führungszeugnis bei vielen Arbeitgebern

Wo man arbeitet

  • Pflegeheime und Seniorenresidenzen
  • Krankenhäuser und Fachkliniken
  • Ambulante Pflegedienste
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Kurzzeit- und Tagespflege
  • Rehabilitationskliniken

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine landesrechtlich geregelte Ausbildung zum Pflegehelfer oder zur Pflegeassistenz, die je nach Bundesland ein bis zwei Jahre dauert und mit einer staatlichen Prüfung endet. Alternativ ist der Einstieg als Pflegehilfskraft ohne Ausbildung möglich, mit einer Basisqualifizierung von wenigen Wochen und Anleitung im Betrieb. Wer sich weiterentwickeln will, schließt die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft an, die Helferausbildung kann dabei angerechnet werden.

Offene Stellen als Pflegehelfer

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