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Gesundheit & Pflege

Gesundheits- und Krankenpfleger

Gesundheits- und Krankenpfleger versorgen kranke, verletzte und pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder zu Hause. Sie übernehmen medizinische Behandlungspflege, überwachen den Zustand der Patienten und arbeiten meist im Schichtdienst.

46 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gesundheits- und Krankenpfleger verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.600 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.300 € 5.300 € 51.600 €

In kommunalen und kirchlichen Kliniken gilt meist der TVöD-P oder die AVR, dort ist die Bezahlung nach Erfahrungsstufen klar geregelt; private Träger und ambulante Dienste zahlen häufig darunter. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst sowie die Pflegezulage können das Monatsentgelt deutlich erhöhen, sind hier aber nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gesundheits- und Krankenpfleger?

Der Arbeitstag beginnt mit der Übergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer hat Fieber, wer wurde operiert, wer soll heute entlassen werden. Danach folgt die Grundpflege - Waschen, Lagern, Unterstützung beim Aufstehen und Essen - und parallel die Behandlungspflege: Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung messen, Medikamente stellen und verabreichen, Infusionen anhängen, Injektionen setzen, Verbände wechseln, Katheter und Zugänge versorgen, Blutzucker kontrollieren.

Dazu kommt alles, was medizinische Versorgung organisiert: Visiten begleiten, Anordnungen der Ärzte umsetzen, Untersuchungen anmelden, Patienten für den OP vorbereiten und danach überwachen, Angehörige informieren, Wunden und Vitalwerte dokumentieren. Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit geht in Dokumentation. Wer auf der Intensivstation, im OP oder in der Notaufnahme arbeitet, überwacht zusätzlich Beatmungsgeräte und Monitore und muss bei Verschlechterungen sofort reagieren. In der Altenpflege und im ambulanten Dienst verschiebt sich der Schwerpunkt zu Wundversorgung, Medikamentenmanagement und Begleitung über längere Zeiträume, oft bis zum Lebensende.

Wie wird man Gesundheits- und Krankenpfleger?

Die Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger wird seit 2020 nicht mehr neu ausgebildet. Wer heute einsteigt, absolviert die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in Klinik, Langzeitpflege und ambulantem Dienst. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss; mit Hauptschulabschluss geht es über eine vorherige Pflegehelferausbildung. Ein Studium der Pflege an einer Hochschule führt ebenfalls zur Berufszulassung.

Wer den Abschluss vor 2020 erworben hat, behält die alte Bezeichnung und ist ihr gleichgestellt. Ausländische Abschlüsse müssen anerkannt werden, dazu gehört meist ein Sprachnachweis auf B2-Niveau und eine Kenntnisprüfung. Der Beruf ist ein häufiger Weg für Quereinsteiger, auch in Teilzeit oder in verkürzter Form nach einer Helfertätigkeit.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst ist die Regel: Früh-, Spät- und Nachtdienste, Wochenenden, Feiertage. Dienstpläne ändern sich, Einspringen aus dem Frei ist verbreitet. Die Arbeit ist körperlich anstrengend - Heben, Umlagern, viele Stunden auf den Beinen - und Rückenprobleme sind eine typische Folge. Personalmangel bedeutet auf vielen Stationen, dass mehr Patienten auf eine Pflegekraft kommen als fachlich sinnvoll ist; das Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, ist einer der Hauptgründe für Berufsausstiege.

Dazu kommt die seelische Seite: Sterben, Schmerz, Demenz, aggressive oder verzweifelte Patienten und Angehörige. Wer damit gut umgeht, braucht Distanzierungsfähigkeit, ohne kalt zu werden. Fehler können Menschen schaden, entsprechend hoch ist die Verantwortung bei Medikamenten und Überwachung.

Aussichten

Die Nachfrage ist bundesweit hoch und wird durch die Alterung der Bevölkerung weiter steigen. Wer eine Anerkennung hat, findet praktisch überall eine Stelle und kann den Arbeitgeber wechseln, ohne Nachteile zu befürchten. Das verschafft Verhandlungsspielraum bei Arbeitszeit und Dienstplangestaltung.

Entwicklungswege führen über Fachweiterbildungen in Intensiv- und Anästhesiepflege, OP, Onkologie, Psychiatrie oder Hygiene, über die Praxisanleitung von Auszubildenden und über Leitungsfunktionen von der Stationsleitung bis zur Pflegedirektion. Ein Studium eröffnet Wege in Pflegepädagogik, Pflegewissenschaft und Management. Auch der Wechsel in Beratung, Medizinprodukteberatung, Kassen oder Case Management ist üblich.

Aufgaben

  • Vitalwerte messen und den Zustand der Patienten überwachen
  • Medikamente stellen, verabreichen und dokumentieren
  • Wunden versorgen, Verbände wechseln, Zugänge und Katheter betreuen
  • Bei Körperpflege, Ernährung und Mobilisation unterstützen
  • Visiten begleiten und ärztliche Anordnungen umsetzen
  • Patienten auf Operationen und Untersuchungen vorbereiten
  • Pflegeverlauf und Maßnahmen digital dokumentieren
  • Angehörige informieren und anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Pflegeausbildung mit staatlicher Erlaubnis zur Berufsbezeichnung
  • In der Regel mittlerer Schulabschluss als Zugang zur Ausbildung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und langes Stehen
  • Sorgfalt und Konzentration bei Medikamenten und Überwachung
  • Belastbarkeit im Umgang mit Krankheit, Sterben und Konflikten
  • Bei ausländischem Abschluss Anerkennung und Deutsch auf B2-Niveau

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Pflegeheime und Einrichtungen der Langzeitpflege
  • Ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Arztpraxen und medizinische Versorgungszentren
  • Hospize und Palliativstationen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen in Klinik, Langzeitpflege und ambulantem Dienst. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung und der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung. Alternativ führt ein drei- bis vierjähriges primärqualifizierendes Pflegestudium zur gleichen Berufszulassung.

Offene Stellen als Gesundheits- und Krankenpfleger

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