Zimmerer
Zimmerer bauen Dachstühle, Holzhäuser, Wände und Decken aus Holz – vom Aufmaß über den Zuschnitt in der Abbundhalle bis zur Montage auf der Baustelle. Der Beruf verbindet präzises Arbeiten nach Plan mit körperlich schwerer Arbeit im Freien.
17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zimmerer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.500 € | 51.600 € |
Maßgeblich sind der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV) mit seinen Lohngruppen sowie das deutliche Ost-West-Gefälle; nicht tarifgebundene Kleinbetriebe zahlen häufig weniger, Fertighaushersteller und Betriebe mit Montageeinsätzen über Zulagen und Auslöse mehr.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Zimmerer?
Zimmerer stellen tragende Bauteile aus Holz her und bauen sie ein. Das klassische Feld ist der Dachstuhl: Sparren, Pfetten und Kehlbalken werden nach Plan zugeschnitten, verzapft oder mit Metallverbindern gefügt und auf dem Rohbau aufgerichtet. Dazu kommen Holzrahmenbau und Elementbau, bei dem ganze Wand- und Deckentafeln in der Halle vorgefertigt und mit dem Kran montiert werden, außerdem Dachdämmung, Unterspannbahnen, Lattung, Holzfassaden, Balkone, Carports, Treppen und Trockenbau im Innenausbau. Ein wachsender Teil der Arbeit ist Sanierung: Balkenköpfe austauschen, Fachwerk ergänzen, Dachgeschosse aufstocken, Schäden durch Feuchte und Insektenbefall beurteilen.
Der Arbeitstag beginnt früh, oft mit Materialverladung und Anfahrt zur Baustelle. Vor Ort wird gemessen, abgesteckt, gesägt, gebohrt, geschraubt und verankert – viel davon auf Gerüsten, Leitern oder dem entstehenden Dach. In vielen Betrieben wechseln sich Baustelleneinsätze mit Tagen in der Abbundhalle ab, wo CNC-gesteuerte Anlagen den Zuschnitt übernehmen und die Vorbereitung am Rechner erfolgt.
Wie wird man Zimmerer?
Über eine dreijährige duale Ausbildung im Bauhauptgewerbe, die mit dem Gesellenbrief endet. Das erste Jahr ist häufig ein gemeinsames Grundbildungsjahr mit anderen Bauberufen, teils in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Rechtlich genügt kein bestimmter Schulabschluss, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; Mathematik zählt, weil Winkel, Längen und Neigungen ständig berechnet werden. Quereinstieg ist möglich, vor allem als Helfer mit anschließender externer Gesellenprüfung oder über eine Umschulung. Nach der Gesellenzeit stehen der Meisterbrief, die Weiterbildung zum Vorarbeiter, Werkpolier oder geprüften Polier sowie das Studium im Holzbau oder Bauingenieurwesen offen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich hart und findet zu großen Teilen draußen statt, bei Kälte, Nässe und Hitze. Balken, Bohlen und Werkzeuge sind schwer, gearbeitet wird oft in Zwangshaltungen und in der Höhe – Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung, Absturz zählt zu den größten Gefahren auf dem Bau. Rücken, Knie und Gehör werden belastet, Berufsunfähigkeit in späteren Jahren ist ein reales Thema. Die Wochenarbeitszeit ist saisonal verteilt: im Sommer lange Tage, im Winter kürzere, teils mit Saison-Kurzarbeitergeld. Wer bei einem Betrieb mit weiterem Einsatzradius arbeitet, ist mit Montagewochen und Übernachtungen unterwegs. Verlässlichkeit im Team ist wichtig, weil Aufrichten nur gemeinsam funktioniert, und Sorgfalt ebenso: ein falsch abgelängter Sparren kostet Material und Zeit.
Aussichten
Zimmerer werden gesucht. Der Holzbau wächst, weil Holz als Baustoff klimapolitisch gefördert wird, weil Aufstockungen und Nachverdichtung im Bestand zunehmen und weil vorgefertigte Elemente kürzere Bauzeiten erlauben. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Kräfte in Rente und die Zahl der Ausbildungsanfänger deckt den Bedarf nicht. Wer den Gesellenbrief hat, findet in der Regel Arbeit, muss aber die Konjunkturabhängigkeit des Baugewerbes einkalkulieren. Entwicklungswege führen zum Vorarbeiter und Polier, über den Meister in die Betriebsleitung oder Selbstständigkeit, in die Bauleitung, ins Aufmaß und die CNC-Programmierung oder in Spezialgebiete wie Restaurierung historischer Dachwerke und energetische Sanierung.
Aufgaben
- Dachstühle nach Plan abbinden, aufrichten und verankern
- Wand- und Deckenelemente im Holzrahmenbau vorfertigen und montieren
- Aufmaß nehmen, Winkel und Neigungen berechnen, Zuschnittlisten erstellen
- Dächer dämmen, Unterspannbahnen und Lattung anbringen
- Holzfassaden, Balkone, Carports und Treppen bauen
- geschädigte Balken, Fachwerk und Dachkonstruktionen sanieren
- Gerüste, Absturzsicherungen und Baustelleneinrichtung aufbauen
- Maschinen und Elektrowerkzeuge bedienen und instand halten
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Zimmerer oder gleichwertige Qualifikation
- körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen und sichere Grundrechenarten
- Fähigkeit, Bau- und Konstruktionszeichnungen zu lesen
- Bereitschaft zu Arbeit im Freien bei jedem Wetter und zu früher Arbeitszeit
- Führerschein, häufig auch Bereitschaft zu Montageeinsätzen
Wo man arbeitet
- Zimmereien und Holzbaubetriebe
- Fertighaus- und Elementhersteller
- Bauunternehmen des Hochbaus
- Dachdecker- und Sanierungsbetriebe
- Betriebe für Restaurierung und Denkmalpflege
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung im Bauhauptgewerbe mit Abschluss als Zimmerer beziehungsweise Zimmerin (Gesellenbrief). Das erste Jahr wird oft als berufsfeldbreite Grundbildung mit anderen Bauberufen absolviert, teils in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Danach sind Vorarbeiter- und Polierlehrgänge, der Meisterbrief oder ein Studium im Holzbau möglich.
Offene Stellen als Zimmerer
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Zimmerer - Holz / Aluminium / Stahl (m/w/d)
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- 2.400 – 4.600 €
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- 2.600 – 5.200 €
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Tischler fertigen und montieren Möbel, Fenster, Türen und Innenausbauten aus Holz und Holzwerkstoffen. Sie arbeiten in der Werkstatt an Maschinen und beim Kunden auf der Baustelle.
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