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Logistik & Verkehr

Weihnachtsaushilfe: Postbote für Pakete und Briefe

Weihnachtsaushilfen im Zustelldienst bringen von November bis Anfang Januar Pakete und Briefe zu Privat- und Geschäftskunden. Es ist eine befristete, körperlich anstrengende Tätigkeit, für die in der Regel kein Abschluss verlangt wird.

23 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Weihnachtsaushilfe: Postbote für Pakete und Briefe verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €

Bei der Deutschen Post DHL gilt der Entgelttarifvertrag Deutsche Post AG, der auch für befristete Aushilfen Anwendung findet; bei Subunternehmern von Hermes, DPD oder GLS und über Zeitarbeit liegt die Bezahlung häufig nahe am Mindestlohn. Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Überstunden im Dezember können das Monatsentgelt deutlich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Weihnachtsaushilfe in der Zustellung?

Zwischen Ende Oktober und Anfang Januar steigt das Sendungsvolumen bei Post- und Paketdiensten stark an, in Spitzenwochen um die Hälfte oder mehr. Weihnachtsaushilfen übernehmen dann dieselben Aufgaben wie festangestellte Zusteller: Sie sortieren morgens im Zustellstützpunkt die Sendungen für ihren Bezirk vor, beladen das Fahrzeug in der Reihenfolge der Route, fahren den Bezirk ab und übergeben Pakete und Briefe an der Tür. Empfänger unterschreiben auf dem Handscanner, Nachbarschaftsabgaben und Ablageorte werden dokumentiert, Nachnahmebeträge kassiert, Benachrichtigungskarten eingeworfen. Nicht zustellbare Sendungen kommen abends zurück in den Stützpunkt, ebenso das kassierte Geld und die Retouren aus den Paketshops. Manche Aushilfen arbeiten nicht in der Zustellung, sondern in der Sortierung im Briefzentrum oder Paketzentrum, wo sie Sendungen an Bandanlagen ein- und auslesen, Behälter stapeln und Rollcontainer bewegen.

Wie wird man Weihnachtsaushilfe?

Ein Schulabschluss oder eine Ausbildung wird meist nicht verlangt. Wichtig sind ein Führerschein der Klasse B, ausreichende Deutschkenntnisse für den Kundenkontakt und ein einwandfreies Führungszeugnis, weil Postsendungen dem Postgeheimnis unterliegen. Die Stellen werden ab September ausgeschrieben, teils direkt bei Deutsche Post DHL, teils bei Hermes, GLS, DPD, Amazon Logistics oder deren Subunternehmern und bei Zeitarbeitsfirmen. Die Einarbeitung dauert wenige Tage: Umgang mit dem Handscanner, Fahrzeugübergabe, meist eine oder zwei Begleitfahrten mit einem erfahrenen Zusteller. Wer die Saison übersteht und zuverlässig war, bekommt oft ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung oder für eine Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart und findet in der dunkelsten und kältesten Zeit des Jahres statt. Pakete wiegen bis zu 31,5 Kilogramm, an einem Tag werden hunderte Sendungen bewegt, viele davon über Treppen ohne Aufzug. Regen, Schnee, Glätte und früh einsetzende Dunkelheit gehören dazu. Die Schichten beginnen häufig zwischen 6 und 8 Uhr, in der Sortierung auch nachts; Samstagsarbeit ist üblich, Überstunden in den Dezemberwochen die Regel. Der Zeitdruck ist hoch, weil die Bezirke im Weihnachtsgeschäft mehr Stopps enthalten als sonst, und ein Teil der Kunden reagiert gereizt, wenn ein Paket verspätet ankommt. Ohne Orientierungssinn, Belastbarkeit und Pünktlichkeit funktioniert der Job nicht. Die Verträge sind befristet und enden meist im Januar.

Aussichten

Der Bedarf ist verlässlich: Jedes Jahr suchen die großen Zustelldienste zusammen mehrere zehntausend Saisonkräfte, und viele Stützpunkte finden nicht genug Personal. Wer sich bewährt, hat gute Chancen auf eine unbefristete Stelle als Zusteller, auf eine Verkürzung in der Ausbildung oder auf Aufgaben als Springer und Bezirksanlerner. Der Einstieg eignet sich für Studierende, Menschen zwischen zwei Jobs und Berufsrückkehrer, die den Logistikbereich kennenlernen wollen, ohne sich langfristig zu binden. Als Dauerlösung ist die Tätigkeit wegen der körperlichen Belastung nur eingeschränkt tragfähig; Weiterbildungen in Richtung Disposition, Lagerlogistik oder Fahrdienstleitung sind der übliche nächste Schritt.

Aufgaben

  • Sendungen im Zustellstützpunkt für den eigenen Bezirk vorsortieren
  • Fahrzeug in Routenreihenfolge beladen und Ladungssicherung prüfen
  • Pakete und Briefe an Haustüren und in Geschäften übergeben
  • Zustellung, Ablageorte und Nachbarschaftsabgaben im Handscanner erfassen
  • Nachnahme- und Portobeträge kassieren und abrechnen
  • Benachrichtigungskarten einwerfen und Retouren mitnehmen
  • Unzustellbare Sendungen und Bargeld abends zurückführen

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, je nach Fahrzeug auch ausreichend für 3,5 Tonnen
  • körperliche Belastbarkeit, Heben und Tragen von Paketen bis 31,5 Kilogramm
  • Bereitschaft zu Frühschichten, Samstagsarbeit und Arbeit bei jedem Wetter
  • Deutschkenntnisse für den Kundenkontakt
  • einwandfreies Führungszeugnis wegen des Postgeheimnisses
  • Zuverlässigkeit und Orientierungssinn im Zustellgebiet

Wo man arbeitet

  • Zustellstützpunkte von Post- und Paketdiensten
  • Brief- und Paketzentren
  • Kurier-, Express- und Paketdienste sowie deren Subunternehmer
  • Zeitarbeitsfirmen mit Logistikschwerpunkt

Der Weg in den Beruf

Für die Saisonstelle ist keine Ausbildung nötig; nach einer Einweisung von wenigen Tagen und ein bis zwei Begleitfahrten wird ein eigener Bezirk übernommen. Wer dauerhaft in der Branche bleiben will, kann die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen anschließen, teils verkürzt auf zwei Jahre.

Offene Stellen als Weihnachtsaushilfe: Postbote für Pakete und Briefe

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