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Gastronomie & Tourismus

Tourismusmanagement am Campus oder virtuell

Tourismusmanagerinnen und Tourismusmanager planen, vermarkten und steuern Reiseangebote, Hotels, Destinationen und Freizeiteinrichtungen. Der Weg in den Beruf führt meist über ein Studium, das an einem Campus oder komplett virtuell als Online-Studium absolviert werden kann.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Tourismusmanagement am Campus oder virtuell verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 5.200 € 7.500 € 62.400 €

Entscheidend sind Betriebsgröße und Segment: Konzerne der Hotellerie, Kreuzfahrt und Onlineportale zahlen deutlich mehr als kleine Reisebüros, Verbände oder Incoming-Agenturen. Tarifbindung gibt es vor allem in der Hotellerie und Gastronomie über die Entgelttarifverträge des DEHOGA, im öffentlich getragenen Destinationsmanagement gilt häufig der TVöD.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Tourismusmanagerin?

Tourismusmanagement ist kaufmännische Arbeit mit Reisebezug. Wer in dem Feld arbeitet, kalkuliert Pauschalreisen und Hotelraten, verhandelt mit Fluggesellschaften, Busunternehmen und Hotelpartnern, wertet Buchungszahlen aus und entscheidet, welche Zielgebiete ins nächste Programm kommen. Ein großer Teil der Tätigkeit ist Marketing und Vertrieb: Zielgruppen definieren, Kampagnen für Online-Kanäle aufsetzen, Bewertungsportale beobachten, Messeauftritte organisieren. In Destinationsmanagement-Organisationen und bei Tourismusverbänden geht es um Standortvermarktung, Förderprojekte, Statistiken zu Übernachtungszahlen und die Abstimmung mit Kommunen und Betrieben. In Hotels und bei Kreuzfahrtreedereien liegt der Schwerpunkt auf Revenue Management, Personalplanung und Qualitätssicherung. Der Alltag besteht überwiegend aus Tabellen, Systemen, E-Mails und Abstimmungsrunden – Reisen kommt vor, aber deutlich seltener als Bewerberinnen und Bewerber erwarten.

Wie wird man Tourismusmanagerin?

Üblich ist ein Bachelorstudium in Tourismusmanagement, Tourismuswirtschaft oder Hospitality Management, sechs bis sieben Semester lang, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, privaten Hochschulen oder Berufsakademien. Zugang bietet Abitur oder Fachhochschulreife, an vielen privaten Anbietern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Präsenzstudiengänge am Campus arbeiten mit Projektarbeiten, Praxissemestern und Auslandsaufenthalten. Virtuelle Studiengänge und Fernstudien laufen über Lernplattformen, Vorlesungsvideos und Online-Klausuren und lassen sich neben Beruf oder Familie führen – sie verlangen dafür Selbstdisziplin und liefern weniger Kontakte in die Branche. Private Anbieter erheben Studiengebühren, staatliche Hochschulen in der Regel nur Semesterbeiträge. Ein Quereinstieg ist möglich: Viele Führungskräfte in Reisebüros, Hotels und Veranstaltern haben mit einer Ausbildung als Tourismuskauffrau oder Hotelfachmann begonnen und sich über Weiterbildungen oder ein berufsbegleitendes Studium hochgearbeitet.

Was der Beruf verlangt

Die Branche ist saisonal und konjunkturempfindlich. Wer im Vertrieb oder in der Reiseleitung arbeitet, hat Arbeitszeiten am Abend, am Wochenende und in der Hochsaison kaum Urlaub. Störungen – Streiks, Unwetter, Insolvenzen von Partnern – müssen sofort bearbeitet werden, oft mit verärgerten Gästen am Telefon. Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell Stellen in diesem Feld wegfallen können. Die Einstiegsgehälter liegen unter dem, was vergleichbare Wirtschaftsstudiengänge in Industrie oder Beratung bringen, und viele erste Stellen sind befristet oder als Trainee angelegt. Verlangt werden gutes Englisch, meist eine weitere Fremdsprache, Sicherheit im Umgang mit Buchungs- und Analysesystemen sowie die Bereitschaft, für einen Aufstieg den Standort zu wechseln.

Aussichten

Nach dem Einbruch der Pandemiejahre ist die Nachfrage nach Fachkräften wieder hoch, besonders in Hotellerie, Revenue Management und im digitalen Vertrieb. Gefragt sind Kenntnisse in Datenanalyse, Onlinemarketing und Nachhaltigkeitsthemen, weil Destinationen und Veranstalter unter Druck stehen, Besucherströme und Emissionen zu steuern. Entwicklungswege führen in die Produktleitung, ins Key-Account-Management, in die Hoteldirektion oder in die Geschäftsführung kleinerer Veranstalter. Ein Masterstudium ist für Positionen in Forschung, Verbandsarbeit und Consulting hilfreich, für den Einstieg in Betriebe aber nicht nötig.

Aufgaben

  • Reiseangebote und Pauschalprogramme kalkulieren und einkaufen
  • Verträge mit Hotels, Airlines und Transportunternehmen verhandeln
  • Buchungs-, Auslastungs- und Umsatzzahlen auswerten
  • Online-Marketingkampagnen und Social-Media-Auftritte steuern
  • Destinationen und Betriebe auf Messen und bei Partnern vertreten
  • Beschwerden, Reisemängel und Störfälle bearbeiten
  • Projekte zur Besucherlenkung und Nachhaltigkeit begleiten

Voraussetzungen

  • Hochschulzugang über Abitur, Fachhochschulreife oder Ausbildung mit Berufserfahrung
  • Bachelorabschluss in Tourismusmanagement oder einem verwandten wirtschaftlichen Fach
  • Sicheres Englisch, eine weitere Fremdsprache ist von Vorteil
  • Zahlenverständnis für Kalkulation, Preisgestaltung und Auswertungen
  • Belastbarkeit in Hochsaison und bei Beschwerden
  • Bei virtuellen Studiengängen: Selbstorganisation und technische Ausstattung

Wo man arbeitet

  • Reiseveranstalter und Online-Reiseportale
  • Hotelketten und Ferienresorts
  • Tourismusverbände und Destinationsmanagement-Organisationen
  • Kreuzfahrtreedereien und Fluggesellschaften
  • Freizeitparks, Messen und Kongresszentren
  • Beratungsunternehmen mit Tourismusschwerpunkt

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist ein Bachelorstudium Tourismusmanagement über sechs bis sieben Semester, entweder in Präsenz am Campus oder virtuell im Fern- und Onlinestudium, abgeschlossen mit dem Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Ein Praxissemester oder eine vorangehende kaufmännische Ausbildung im Tourismus verbessert die Einstiegschancen deutlich. Ein anschließender Master von drei bis vier Semestern ist für Fach- und Leitungspositionen in Verbänden, Forschung und Beratung sinnvoll.

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