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Technik & Ingenieurwesen

Techniker

Techniker planen, prüfen, montieren und instandhalten technische Anlagen und Produkte und stehen zwischen der Facharbeit in der Werkstatt und der Ingenieurarbeit im Büro. Der Titel ist meist eine Aufstiegsweiterbildung nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Techniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.300 € 5.100 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.100 € 6.300 € 61.200 €

Am stärksten wirken Branche und Tarifbindung: in der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder bei Energieversorgern (TV-V) liegen die Entgelte deutlich über denen kleiner Handwerks- und Servicebetriebe ohne Tarifvertrag. Schicht-, Rufbereitschafts- und Montagezulagen können das Monatseinkommen zusätzlich merklich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Techniker?

Techniker arbeiten dort, wo technische Planung auf die Praxis trifft. Sie lesen und erstellen Zeichnungen, berechnen Bauteile und Anlagenteile, schreiben Prüf- und Wartungspläne, nehmen Maschinen in Betrieb, suchen Fehler an Steuerungen und dokumentieren Ergebnisse. In der Produktion begleiten sie Serienanläufe, ändern Fertigungsabläufe und kümmern sich um Werkzeuge und Vorrichtungen. Im Service reisen sie zu Kunden, tauschen Komponenten, aktualisieren Software von Steuerungen und weisen Bedienpersonal ein. In der Gebäudetechnik dimensionieren sie Heizungs-, Lüftungs- oder Elektroanlagen und begleiten die Ausführung auf der Baustelle.

Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung: mit Monteuren, Einkauf, Konstruktion, Bauleitung und Kunden. Wer die Meister- oder Technikerebene erreicht, führt oft ein kleines Team an, plant Einsätze, prüft Arbeitsergebnisse und übernimmt Verantwortung für Termine und Kosten. Die Bezeichnung Techniker ist dabei kein einheitlicher Beruf, sondern ein Sammelbegriff für viele Fachrichtungen, von Maschinenbau und Elektrotechnik über Bautechnik und Mechatronik bis zu Informationstechnik, Umwelttechnik oder Medizintechnik.

Wie wird man Techniker?

Der klassische Weg führt über eine dreieinhalbjährige gewerblich-technische Ausbildung, etwa als Industriemechaniker, Elektroniker, Mechatroniker oder Anlagenmechaniker, anschließend Berufspraxis und danach eine Fachschule. Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker dauert in Vollzeit rund zwei Jahre, in Teilzeit neben dem Beruf drei bis vier Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Sie ist auf demselben Niveau eingeordnet wie ein Bachelorabschluss und öffnet auch den Weg an eine Hochschule.

Daneben tragen viele Beschäftigte die Berufsbezeichnung Techniker, ohne die Fachschule besucht zu haben, etwa Servicetechniker oder Prüftechniker mit Facharbeiterabschluss und langer Erfahrung. Quereinstieg aus einem anderen technischen Handwerk ist möglich, wenn Grundlagen in Messtechnik, Elektrotechnik oder Mechanik nachweisbar sind. Ohne technische Ausbildung ist der Einstieg schwierig.

Was der Beruf verlangt

Die Weiterbildung kostet Zeit und Geld; in Teilzeit bedeutet sie zwei bis vier Jahre Unterricht an Abenden und Samstagen zusätzlich zur Arbeit. Mathematik und Physik lassen sich nicht umgehen, viele scheitern eher daran als an der Praxis.

Im Arbeitsalltag ist die Belastung je nach Einsatzfeld unterschiedlich. Im Außendienst und Service gehören lange Fahrten, Übernachtungen, Rufbereitschaft und Arbeit unter Zeitdruck bei Anlagenstillstand dazu. In der Produktion wird häufig in Schichten gearbeitet. Auf Baustellen und in Werkhallen ist es laut, staubig, warm oder kalt, Arbeit über Kopf, in Zwangshaltung und auf Leitern kommt vor. Wer im Büro plant, sitzt viel und hat es mit Normen, Nachweisen und Dokumentation zu tun, die manche als zäh empfinden. Dazu kommt Verantwortung: Fehler in Prüfungen oder Berechnungen können teuer und im Zweifel gefährlich werden.

Aussichten

Technische Fachkräfte auf dieser Ebene werden in fast allen Branchen gesucht, besonders in Instandhaltung, Automatisierung, Energie- und Gebäudetechnik. Der Altersabgang in den Betrieben ist hoch, entsprechend gut sind die Chancen auf eine unbefristete Stelle. Entwicklungswege führen in die Fachplanung, in die Bauleitung, in die Qualitätssicherung, in den technischen Vertrieb oder in die Team- und Abteilungsleitung. Mit dem Technikerabschluss ist auch ein anschließendes Ingenieurstudium möglich, ebenso die Selbstständigkeit in Fachrichtungen mit Handwerksbezug.

Aufgaben

  • technische Zeichnungen und Schaltpläne lesen und anpassen
  • Bauteile, Anlagen oder Leitungen berechnen und auslegen
  • Maschinen und Anlagen montieren, in Betrieb nehmen und einstellen
  • Störungen an Mechanik, Elektrik und Steuerung eingrenzen und beheben
  • Wartungs- und Prüfpläne erstellen und Prüfungen durchführen
  • Messwerte, Abweichungen und Reparaturen dokumentieren
  • Monteure und Auszubildende anleiten und Einsätze planen
  • Kunden einweisen und technische Rückfragen klären

Voraussetzungen

  • abgeschlossene technische Berufsausbildung, meist gewerblich-technisch
  • für den staatlich geprüften Abschluss zusätzlich Fachschule und Berufspraxis
  • gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Messtechnik
  • sorgfältiges, methodisches Arbeiten bei der Fehlersuche
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit, Rufbereitschaft oder Reisetätigkeit je nach Einsatzfeld
  • körperliche Belastbarkeit für Arbeit in Werkhallen und auf Baustellen
  • Führerschein Klasse B für Service- und Außendiensttätigkeiten

Wo man arbeitet

  • Industriebetriebe und Fertigungswerke
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Handwerks- und Installationsbetriebe
  • Energieversorger und Netzbetreiber
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • technischer Service und Kundendienst

Der Weg in den Beruf

Üblich ist zunächst eine drei- bis dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem technischen Beruf. Darauf folgt die Weiterbildung an einer Fachschule zum staatlich geprüften Techniker, zwei Jahre in Vollzeit oder drei bis vier Jahre in Teilzeit, abgeschlossen mit staatlicher Prüfung. Der Abschluss ist dem Bachelorniveau gleichgestellt und berechtigt zum Hochschulstudium.

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