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stv. Wohnbereichsleitung

Die stellvertretende Wohnbereichsleitung unterstützt die Leitung eines Wohnbereichs in der stationären Pflege, übernimmt Dienstplanung, Pflegeprozesssteuerung und Anleitung des Teams und vertritt die Wohnbereichsleitung bei Abwesenheit vollständig.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als stv. Wohnbereichsleitung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.000 € 4.500 € 48.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.400 € 5.000 € 52.800 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Häuser nach TVöD-P oder den Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas und Diakonie zahlen deutlich verlässlicher als private Träger ohne Tarifvertrag. Die Leitungszulage für die Stellvertretung liegt oft nur bei 100 bis 300 Euro, Schicht-, Wochenend- und Nachtzuschläge sind hier nicht eingerechnet und machen praktisch einen erheblichen Teil des Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine stv. Wohnbereichsleitung?

Ein Wohnbereich in einer Pflegeeinrichtung umfasst meist 20 bis 40 Bewohnerinnen und Bewohner, betreut von einem Team aus Pflegefachkräften, Pflegehelfern und Auszubildenden. Die stellvertretende Wohnbereichsleitung arbeitet in diesem Team mit und übernimmt gleichzeitig einen Teil der organisatorischen Aufgaben: Dienstpläne schreiben und bei Ausfällen umbauen, Pflegeplanungen prüfen und aktualisieren, Übergaben strukturieren, Angehörigengespräche führen, Medikamentenbestellungen und Materialbestand kontrollieren. Bei Urlaub oder Krankheit der Wohnbereichsleitung führt sie den Bereich allein.

Der Alltag ist geteilt. Ein Teil der Zeit läuft in der Pflege am Bewohner: Grundpflege, Behandlungspflege, Wundversorgung, Begleitung Sterbender. Der andere Teil läuft am Schreibtisch oder im Gespräch: Dokumentation kontrollieren, neue Kolleginnen einarbeiten, mit Ärzten, Apotheken, Therapeuten und dem Medizinischen Dienst kommunizieren, Beschwerden bearbeiten. In vielen Häusern ist die Freistellung für Leitungsaufgaben knapp bemessen, sodass die Verwaltungsarbeit zwischen die Pflegetätigkeit gequetscht wird.

Wie wird man stv. Wohnbereichsleitung?

Grundlage ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung in der Pflege, heute als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, früher als Altenpflegerin oder Gesundheits- und Krankenpflegerin. Danach folgen üblicherweise zwei bis drei Jahre Berufspraxis. Der Schritt in die Stellvertretung erfolgt meist hausintern, oft verbunden mit einer Weiterbildung zur Wohnbereichs- oder Stationsleitung mit etwa 460 Unterrichtsstunden, die berufsbegleitend absolviert wird. Manche Einrichtungen besetzen die Stellvertretung auch ohne abgeschlossene Weiterbildung und ermöglichen sie parallel. Eine akademische Alternative ist ein Studium im Pflegemanagement.

Was der Beruf verlangt

Die Position sitzt zwischen Team und Heimleitung und bekommt Druck von beiden Seiten. Personalmangel bedeutet, dass Dienstpläne dauerhaft auf Kante genäht sind und Ausfälle oft mit eigenen Einsätzen aufgefangen werden. Wochenend- und Feiertagsdienste bleiben, Schichtarbeit ebenfalls, auch wenn der Anteil geringer ist als in der reinen Pflege. Körperlich fordert die Arbeit weiter: Heben, Umlagern, Stehen. Hinzu kommt die Verantwortung für Pflegequalität und Dokumentation, die bei Prüfungen des Medizinischen Dienstes geprüft wird. Wer Konflikte im Team scheut oder Schwierigkeiten hat, unangenehme Entscheidungen zu vertreten, wird in dieser Rolle unglücklich. Der Zuschlag auf das Gehalt ist gegenüber der Mehrbelastung häufig gering.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird bleiben. Einrichtungen suchen dauerhaft Fachkräfte, die Leitungsverantwortung übernehmen wollen, und finden sie oft nicht. Die Stellvertretung ist der übliche Schritt vor der eigenen Wohnbereichsleitung, von dort führen Wege zur Pflegedienstleitung, in das Qualitätsmanagement, in die Praxisanleitung oder in die Einrichtungsleitung. Wechsel zwischen Trägern sind unkompliziert, regional bestehen deutliche Unterschiede in Bezahlung und Personalausstattung.

Aufgaben

  • Dienstpläne erstellen und bei Ausfällen anpassen
  • Pflegeplanungen und Dokumentation prüfen und fortschreiben
  • Grund- und Behandlungspflege im Wohnbereich mitleisten
  • Übergaben und Teambesprechungen moderieren
  • Neue Mitarbeitende und Auszubildende einarbeiten und anleiten
  • Gespräche mit Angehörigen, Ärzten und Therapeuten führen
  • Medikamente und Pflegehilfsmittel bestellen und kontrollieren
  • Wohnbereichsleitung bei Abwesenheit vollständig vertreten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung mit staatlicher Anerkennung
  • Mehrere Jahre Berufserfahrung in der stationären Pflege
  • Weiterbildung zur Wohnbereichs- oder Stationsleitung, oft nachholbar
  • Sicherer Umgang mit Pflegedokumentationssoftware
  • Belastbarkeit im Schicht- und Wochenenddienst
  • Körperliche Eignung für Heben und Umlagern
  • Konfliktfähigkeit und Bereitschaft, Entscheidungen zu vertreten

Wo man arbeitet

  • Alten- und Pflegeheime
  • Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen
  • Fachpflegeeinrichtungen für Menschen mit Demenz
  • Rehabilitationskliniken mit pflegerischen Wohnbereichen

Der Weg in den Beruf

Voraussetzung ist die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Nach zwei bis drei Jahren Praxis folgt in der Regel eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Wohnbereichs- oder Stationsleitung mit etwa 460 Stunden, die mit einem Zertifikat endet. Alternativ qualifiziert ein Bachelor in Pflegemanagement für die Leitungsebene.

Offene Stellen als stv. Wohnbereichsleitung

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