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Studentenjob

Bezahlte Tätigkeit neben dem Studium, meist in Teilzeit, als Minijob, kurzfristige Beschäftigung oder Werkstudentenstelle. Die Aufgaben reichen von Gastronomie und Verkauf über Nachhilfe bis zu fachnaher Mitarbeit in Unternehmen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Studentenjob verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €

Die Werte sind auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet, tatsächlich wird meist in Teilzeit gearbeitet, sodass real deutlich weniger ausgezahlt wird. Einfache Aushilfstätigkeiten liegen nah am gesetzlichen Mindestlohn, fachnahe Werkstudentenstellen in IT, Ingenieurwesen und Beratung zahlen erheblich mehr, in tarifgebundenen Betrieben nach den Aushilfsregelungen der jeweiligen Branchentarifverträge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man in einem Studentenjob?

Ein Studentenjob ist kein eigenständiger Beruf, sondern ein Beschäftigungsverhältnis, das sich an den Studienalltag anpasst. Die Bandbreite ist groß. In Gastronomie und Einzelhandel bedienen Studierende Gäste, kassieren, räumen Regale ein und arbeiten abends und am Wochenende. In Lager und Logistik werden Pakete sortiert, kommissioniert und verladen. Andere geben Nachhilfe, betreuen Kinder, arbeiten an der Rezeption eines Fitnessstudios, in einer Bibliothek oder im Callcenter.

Daneben gibt es die fachnahen Varianten. Werkstudierende arbeiten während des Semesters bis zu zwanzig Stunden pro Woche in einem Unternehmen und übernehmen dort echte Aufgaben: Datenauswertungen, Testen von Software, Recherchen, Unterstützung im Marketing oder in der Konstruktion. An der Hochschule korrigieren studentische Hilfskräfte Übungsblätter, betreuen Tutorien, pflegen Literaturdatenbanken oder unterstützen in Laboren. Diese Stellen bringen weniger Stunden, dafür Berufserfahrung, die im Lebenslauf zählt.

Wie kommt man an einen Studentenjob?

Eine Ausbildung ist nicht nötig. Voraussetzung ist die Immatrikulation an einer Hochschule, denn daran hängen die sozialversicherungsrechtlichen Vorteile. Wer weniger als 20 Wochenstunden im Semester arbeitet, zahlt nur den Rentenversicherungsbeitrag, nicht die übrigen Sozialabgaben. Das ist das sogenannte Werkstudentenprivileg. Beim Minijob unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze fallen für die Beschäftigten praktisch keine Abgaben an.

Stellen finden sich über Jobportale der Hochschulen, Aushänge in Instituten, Zeitarbeitsfirmen, direkte Initiativbewerbung in Cafés oder Läden und über die Karriereseiten größerer Unternehmen. Für fachnahe Werkstudentenstellen zählen Studienfach, bisherige Leistungen und manchmal Programmierkenntnisse oder Sprachkenntnisse. Für Nachhilfe genügt ein sicherer eigener Wissensstand, für Gastronomie oft nichts außer Verfügbarkeit an Freitag- und Samstagabenden.

Was der Beruf verlangt

Das Hauptproblem ist die Zeit. Vorlesungen, Prüfungsphasen und Arbeitszeiten kollidieren regelmäßig, und wer in der Klausurenzeit zwei Wochen aussetzen will, braucht einen Arbeitgeber, der das mitträgt. Nicht alle tun das. Viele Studentenjobs liegen abends, nachts oder am Wochenende, weil dort der Bedarf ist. Gastronomie und Lagerarbeit sind körperlich anstrengend, oft im Stehen, mit Zeitdruck und wenig Pausen.

Die Bezahlung liegt in vielen Bereichen nah am Mindestlohn. Befristungen sind die Regel, Kündigungsfristen kurz, die Bindung an den Betrieb gering. Wer über 20 Stunden hinaus arbeitet, verliert den Sozialversicherungsvorteil, und beim BAföG-Bezug gelten Freibeträge, deren Überschreitung Leistungen kürzt. Auch die Krankenversicherung über die Familienversicherung endet bei zu hohem Einkommen. Diese Grenzen muss man selbst im Blick behalten.

Aussichten

Die Nachfrage nach studentischen Aushilfen ist konstant hoch, besonders in Gastronomie, Handel, Logistik und Pflegehilfsdiensten. Wer flexibel ist, findet in fast jeder Hochschulstadt schnell etwas. Schwieriger sind gut bezahlte, fachnahe Werkstudentenstellen in Technik, IT und Wirtschaft, dort ist die Konkurrenz größer, die Bezahlung aber deutlich besser.

Der eigentliche Wert liegt im Übergang. Viele Unternehmen übernehmen Werkstudierende nach dem Abschluss, weil Einarbeitung und Eignung bereits geklärt sind. Auch Abschlussarbeiten entstehen häufig im Betrieb. Wer den Job passend zum Studienfach wählt, verkürzt den Berufseinstieg spürbar. Wer kellnert, verdient Geld, sammelt aber wenig Fachliches.

Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden bedienen, kassieren, Ware einräumen
  • Speisen und Getränke servieren, Tische abräumen, Spätdienste übernehmen
  • Pakete kommissionieren, sortieren und für den Versand vorbereiten
  • Nachhilfe geben oder Tutorien an der Hochschule betreuen
  • Daten erfassen, auswerten und aufbereiten
  • In Unternehmen fachnahe Teilaufgaben in Projekten übernehmen
  • Telefonate annehmen, Anfragen bearbeiten, Termine koordinieren

Voraussetzungen

  • Gültige Immatrikulation an einer Hochschule
  • Zeitliche Flexibilität, oft abends und am Wochenende
  • Bei körperlichen Tätigkeiten Belastbarkeit und Stehvermögen
  • Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten nach kurzer Einarbeitung
  • Je nach Bereich Gesundheitsbelehrung, Führerschein oder Sprachkenntnisse
  • Für fachnahe Stellen einschlägiges Studienfach und erste Fachkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Gastronomie, Cafés und Bars
  • Einzelhandel und Supermärkte
  • Lager- und Logistikzentren
  • Hochschulen, Institute und Bibliotheken
  • Unternehmen mit Werkstudentenprogrammen
  • Messe-, Event- und Promotionagenturen

Der Weg in den Beruf

Ein formaler Ausbildungsweg besteht nicht, entscheidend ist allein die Immatrikulation. Eingestellt wird meist über eine kurze Bewerbung oder ein Gespräch, die Einarbeitung dauert wenige Tage. Für Werkstudentenstellen wird häufig ein abgeschlossenes Grundstudium und ein Mindestzeitraum von zwei bis drei Semestern Restsstudienzeit erwartet.

Offene Stellen als Studentenjob

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