Sicherheitsmitarbeiter Konsulat
Sicherheitsmitarbeiter an Konsulaten schützen Gebäude, Personal und Besucher einer ausländischen Vertretung. Sie kontrollieren Zugänge, überwachen das Gelände und reagieren auf Zwischenfälle, meist im Schichtdienst für einen privaten Sicherheitsdienst oder direkt für die Vertretung.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter Konsulat verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 3.000 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € |
Bei privaten Sicherheitsdiensten gelten die Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, die je Bundesland unterschiedliche Stundenlöhne festlegen. Wer direkt bei einer Vertretung angestellt ist, wird nach deren eigenem Vergütungsschema für Ortskräfte bezahlt, das oft über dem Branchentarif liegt; Nacht- und Feiertagszuschläge erhöhen das Einkommen spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter im Konsulat?
Der Arbeitstag beginnt meist an der Pforte oder im Kontrollraum. Besucherinnen und Besucher, die einen Pass, ein Visum oder eine Beglaubigung beantragen, werden am Eingang angenommen, ihre Termine abgeglichen und Ausweise geprüft. Taschen laufen durch das Röntgengerät, Personen durch die Detektorschleuse, verbotene Gegenstände werden verwahrt. Im Kontrollraum werden Videobilder, Alarmanlagen und Zufahrtssperren überwacht. Dazu kommen Rundgänge über das Gelände, das Prüfen von Türen und Fenstern, die Kontrolle von Lieferfahrzeugen und die Annahme von Post, die auf verdächtige Sendungen gesichtet wird. Bei Demonstrationen vor dem Gebäude, aufgebrachten Antragstellern oder einem Alarm gilt es, ruhig zu bleiben, nach festgelegten Abläufen zu handeln und die Polizei zu verständigen. Jede Schicht wird im Wachbuch dokumentiert. Den hoheitlichen Schutz von außen übernimmt in Deutschland die Polizei, der Sicherheitsdienst arbeitet innen und am Zugang.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter im Konsulat?
Die Mindestvoraussetzung ist die Sachkundeprüfung nach Paragraf 34a Gewerbeordnung vor der Industrie- und Handelskammer. Sie lässt sich nach einem Vorbereitungskurs von einigen Wochen ablegen und steht damit auch Quereinsteigern offen, etwa aus Bundeswehr, Gastronomie oder Einzelhandel. Wer sich qualifizieren will, kann die Prüfung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft ablegen oder die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Für eine Vertretung kommt fast immer eine Sicherheitsüberprüfung hinzu, bei amerikanischen, britischen oder israelischen Konsulaten oft sehr gründlich, mit Hintergrundprüfung und Gesprächen. Englischkenntnisse werden regelmäßig verlangt, die Sprache des Entsendestaates ist ein Vorteil. Ein Führerschein und Erste-Hilfe-Kenntnisse gehören meist dazu.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit läuft im Schichtdienst, häufig rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Schichten von zehn oder zwölf Stunden sind im Bewachungsgewerbe verbreitet. Langes Stehen an der Kontrolle wechselt mit Stunden am Monitor, in denen wenig passiert und die Aufmerksamkeit trotzdem nicht nachlassen darf. Der Umgang mit Menschen, die gestresst, ungeduldig oder verärgert sind, gehört zum Alltag. Vorschriften der Vertretung sind streng, Fehler bei der Zugangskontrolle werden nicht verziehen. Verschwiegenheit ist Pflicht, über Abläufe und Personen darf nach außen nichts dringen. Bei politischen Spannungen kann die Lage am Gebäude angespannt werden, auch wenn ernste Zwischenfälle selten sind.
Aussichten
Die Nachfrage nach Sicherheitspersonal ist hoch, die Branche sucht dauerhaft Leute. Plätze an Konsulaten sind dagegen begrenzt und an die großen Konsulatsstädte wie Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf oder Berlin gebunden. Wer dort Erfahrung gesammelt hat, kann zum Schicht- oder Objektleiter aufsteigen, mit der Weiterbildung zum Geprüften Meister für Schutz und Sicherheit in die Einsatzleitung wechseln oder sich in Richtung Personenschutz, Flughafensicherheit oder Konzernsicherheit orientieren. Einige wechseln nach einigen Jahren in den polizeilichen Objektschutz.
Aufgaben
- Besucher am Eingang empfangen, Termine abgleichen und Ausweise prüfen
- Taschen und Personen mit Röntgengerät und Detektorschleuse kontrollieren
- Videoüberwachung, Alarm- und Zutrittsanlagen im Kontrollraum bedienen
- Rundgänge über Gelände und Gebäude machen
- Lieferungen und Post auf verdächtige Sendungen sichten
- bei Zwischenfällen nach Notfallplan handeln und die Polizei verständigen
- Vorkommnisse im Wachbuch dokumentieren
Voraussetzungen
- Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung
- einwandfreies Führungszeugnis und bestandene Sicherheitsüberprüfung
- gute Englischkenntnisse, weitere Fremdsprachen von Vorteil
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
- ruhiges, bestimmtes Auftreten im Umgang mit Besuchern
- Verschwiegenheit und Zuverlässigkeit
- körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Rundgänge
Wo man arbeitet
- Generalkonsulate und Konsulate ausländischer Staaten
- private Sicherheitsdienste mit Objektschutzaufträgen
- Botschaften und Vertretungen internationaler Organisationen
- Visa- und Antragszentren externer Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg führt über die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die nach einem mehrwöchigen Kurs vor der IHK abgelegt wird, ergänzt um die Sicherheitsüberprüfung der Vertretung. Wer mehr Qualifikation will, legt die Prüfung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft ab oder macht die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit.
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Fachkraft für Schutz und Sicherheit
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- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.700 €
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