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Technik & Ingenieurwesen

Servicetechniker SHK

Servicetechniker SHK warten, reparieren und modernisieren Heizungs-, Sanitär- und Klimaanlagen beim Kunden vor Ort. Sie arbeiten überwiegend im Außendienst mit eigenem Servicefahrzeug.

15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker SHK verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.950 € 3.400 € 35.400 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.600 € 4.200 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Tarifgebundene Betriebe zahlen nach den regionalen Entgelttarifverträgen für das SHK-Handwerk, die je Bundesland deutlich auseinanderliegen; Werkskundendienste großer Hersteller und Energieversorger zahlen meist besser als kleine Handwerksbetriebe. Erheblichen Anteil am tatsächlichen Verdienst haben Rufbereitschafts-, Überstunden- und Wochenendzuschläge sowie Fahrzeitvergütungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker SHK?

Servicetechniker im Bereich Sanitär, Heizung und Klima fahren täglich zu Kunden, um Anlagen instand zu halten. Ein typischer Tag besteht aus mehreren Aufträgen: die Jahreswartung einer Gasbrennwerttherme mit Reinigung des Wärmetauschers und Abgasmessung, der Austausch einer defekten Umwälzpumpe, die Fehlersuche an einer Wärmepumpe, die nicht mehr auf Solltemperatur kommt, dazu ein Notdienstauftrag wegen eines Wasserrohrbruchs. Gearbeitet wird mit Multimeter, Manometer, Abgasmessgerät und zunehmend mit Laptop oder Tablet, um Regelungen auszulesen und zu parametrieren.

Zum Alltag gehört auch der Umgang mit Menschen. Kunden wollen wissen, warum die Heizung ausgefallen ist, was die Reparatur kostet und ob sich eine Modernisierung lohnt. Servicetechniker erklären Befunde, empfehlen Bauteiltausch oder Neuanlage und dokumentieren jeden Einsatz digital, inklusive Materialverbrauch und Arbeitszeit für die Abrechnung.

Wie wird man Servicetechniker SHK?

Der übliche Weg führt über die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Handwerk. Nach der Gesellenprüfung folgen einige Jahre auf Baustellen oder direkt im Service. Wer selbstständig Störungen beheben soll, braucht Erfahrung an unterschiedlichen Fabrikaten; viele Hersteller bieten dafür Schulungen an, teilweise mit Zertifikaten, die für Garantieleistungen vorgeschrieben sind. Für Arbeiten an Kältemitteln ist ein Sachkundenachweis nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung erforderlich, für Gasgeräte in vielen Fällen eine Eintragung beim Netzbetreiber.

Quereinstiege gibt es aus verwandten Metall- und Elektroberufen, etwa von Mechatronikern oder Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik, meist über Umschulung oder eine externe Gesellenprüfung. Weiterqualifizieren kann man sich zum Kundendiensttechniker, zum Servicemonteur eines Herstellers, zum Meister oder über eine Techniker- oder Ingenieurweiterbildung in Versorgungstechnik.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Arbeiten in engen Heizungskellern, über Kopf, kniend im Bad, Tragen von Heizkörpern und Speichern, Staub, Ruß und Kesselschlamm gehören dazu. Wer Rückenprobleme hat, merkt das schnell. Notdienst- und Rufbereitschaft an Wochenenden und in der Heizperiode sind in vielen Betrieben Pflicht und bringen unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich. Die Fahrtzeiten zwischen den Einsätzen sind lang, der Terminplan oft zu dicht, und wer einen Fehler nicht findet, steht unter Druck von Disposition und Kunde gleichzeitig.

Technisch wird der Beruf anspruchsvoller. Wärmepumpen, Hybridanlagen, Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung und vernetzte Regelungen verlangen Verständnis für Hydraulik, Kältekreise und Elektronik. Wer nicht bereit ist, regelmäßig zu lernen, kommt an moderne Anlagen nicht heran. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch unverzichtbar.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und bleibt es voraussichtlich auch. Der Gebäudebestand muss auf effizientere Wärmeerzeugung umgestellt werden, gleichzeitig gehen viele erfahrene Handwerker in Rente. Betriebe, Energieversorger, Hersteller und Facility-Dienstleister konkurrieren um Fachkräfte, was Bewerbern Verhandlungsspielraum bei Dienstwagen, Rufbereitschaftsregelung und Zuschlägen verschafft. Entwicklungswege führen in die Einsatzplanung, in den technischen Innendienst, in Schulung und Vertrieb beim Hersteller, über den Meistertitel in die Betriebsleitung oder in die eigene Selbstständigkeit.

Aufgaben

  • Wartung von Heizkesseln, Thermen, Wärmepumpen und Lüftungsanlagen
  • Störungssuche und Reparatur an Hydraulik, Regelung und Elektrik
  • Abgasmessungen und Einstellung der Verbrennungswerte
  • Austausch von Pumpen, Ventilen, Sensoren und Verschleißteilen
  • Inbetriebnahme neuer Anlagen und Einweisung der Kunden
  • Beratung zu Modernisierung und Ersatzteilen
  • Dokumentation der Einsätze und Materialerfassung für die Abrechnung
  • Teilnahme an Notdienst und Rufbereitschaft

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbare Qualifikation
  • Führerschein Klasse B
  • Kenntnisse in Hydraulik, Gas- und Elektrotechnik von Heizanlagen
  • Sachkundenachweis Kältemittel für Arbeiten an Wärmepumpen und Klimaanlagen
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in engen Räumen und über Kopf
  • Kundenfreundliches Auftreten und selbstständige Arbeitsweise
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Herstellerschulungen

Wo man arbeitet

  • SHK-Handwerksbetriebe mit Kundendienst
  • Heizungs- und Klimageräte-Hersteller im Werkskundendienst
  • Energieversorger und Wärmecontracting-Anbieter
  • Facility-Management- und Gebäudetechnikdienstleister
  • Wohnungsgesellschaften mit eigener Instandhaltung

Der Weg in den Beruf

Grundlage ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach folgen üblicherweise zwei bis vier Jahre Praxis sowie Hersteller- und Sicherheitsschulungen, bevor man eigenständig im Kundendienst eingesetzt wird. Aufbauend sind Meisterprüfung, staatlich geprüfter Techniker oder ein Studium der Versorgungstechnik möglich.

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