Servicetechniker Feuerlöscher
Servicetechniker für Feuerlöscher prüfen, warten und instand halten tragbare und fahrbare Feuerlöscher sowie oft auch Wandhydranten, Rauchmelder und Brandschutztüren beim Kunden vor Ort. Sie fahren täglich zu Betrieben, Schulen, Wohnanlagen und Baustellen und dokumentieren jede Prüfung.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Servicetechniker Feuerlöscher verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.750 € | 3.100 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.600 € | 45.600 € |
Große Hersteller und tarifgebundene Betriebe zahlen deutlich besser als kleine regionale Fachbetriebe; in tarifgebundenen Unternehmen greifen je nach Betrieb der Tarifvertrag Metall- und Elektroindustrie oder der Tarifvertrag SHK-Handwerk. Zusätzliche Sachkunden, Vertriebsanteile, Spesen und Fahrzeitvergütung machen bei der Gesamtvergütung einen merklichen Unterschied.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Servicetechniker für Feuerlöscher?
Jeder Feuerlöscher in Deutschland muss laut Betriebssicherheitsverordnung und DIN 14406-4 spätestens alle zwei Jahre von einem Sachkundigen geprüft werden. Genau das ist die Arbeit dieses Berufs. Der Techniker fährt mit einem Servicefahrzeug eine Tourenliste ab: Industriebetriebe, Arztpraxen, Kindergärten, Hausverwaltungen, Speditionen, Baustellen. Vor Ort wird jeder Löscher aus der Halterung genommen, äußerlich auf Korrosion und Beschädigung geprüft, gewogen, das Manometer kontrolliert, Schlauch und Löschpistole auf Durchgang geprüft. Pulverlöscher werden in festen Intervallen geöffnet, das Löschmittel auf Rieselfähigkeit kontrolliert oder getauscht, Dichtungen und Treibmittelpatronen ersetzt. Danach kommt die Plakette mit dem Prüfdatum auf den Löscher, dazu ein Prüfprotokoll, das der Kunde unterschreibt.
Dazu kommen häufig weitere Brandschutzeinrichtungen: Wandhydranten mit Druckprüfung der Schläuche, Rauchwarnmelder in Wohnungen, Feststellanlagen von Brandschutztüren, Sicherheitsleuchten, teils auch Löschanlagen in Küchen. Wer im Verkauf tätig ist, berät zusätzlich zur Ausstattung von Gebäuden, erstellt Angebote und montiert Halterungen und Beschilderung. Die Druckprüfung von Löschern findet in der Regel in der Werkstatt des Betriebs statt.
Wie wird man Servicetechniker für Feuerlöscher?
Es gibt keine eigene Ausbildung. Der Weg führt über eine technische oder handwerkliche Ausbildung, etwa Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Metallbauer, Industriemechaniker oder Kfz-Mechatroniker. Darauf folgt die Sachkundeschulung nach DIN 14406-4, die von Herstellern und vom bvfa angeboten wird und wenige Tage dauert, mit regelmäßiger Auffrischung. Viele Betriebe stellen auch Quereinsteiger mit technischem Verständnis ein und schulen selbst. Für elektrische Anlagen wie Brandmeldetechnik ist eine elektrotechnische Grundlage nötig. Der Führerschein Klasse B ist Pflicht, ein Führungszeugnis wird meist verlangt, weil man Zugang zu fremden Gebäuden erhält.
Was der Beruf verlangt
Der Alltag ist Fahren und Tragen. Ein 12-Kilo-Pulverlöscher wiegt in beiden Händen schwer, in Altbauten geht es ohne Aufzug in den fünften Stock, in Tiefgaragen und Heizungskellern ist es eng und staubig. Pulver setzt sich in Kleidung und Nase fest. Die Arbeitszeit liegt meist in normalen Geschäftszeiten, dafür beginnt der Tag früh und die Fahrzeiten kommen dazu; wer ein großes Gebiet betreut, ist gelegentlich auswärts. In Produktionsbetrieben und Krankenhäusern wird auch am Wochenende geprüft, weil dann weniger Betrieb ist.
Eigenständigkeit ist die wichtigste Eigenschaft: Man ist allein beim Kunden, muss freundlich auftreten, Termine koordinieren und Mängel klar benennen, auch wenn der Kunde die Kosten scheut. Die Dokumentation ist Pflicht und wird zunehmend per App erledigt. Fehler haben Gewicht, weil ein nicht funktionierender Löscher im Brandfall Folgen hat.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und unabhängig von Konjunktur, weil die Prüfpflicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Brandschutzbetriebe suchen laufend Techniker und finden schwer welche. Entwicklungswege führen über zusätzliche Sachkunden für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Brandmeldeanlagen oder ortsfeste Löschanlagen, weiter zur Gebietsleitung, in den technischen Vertrieb, zur Meisterprüfung oder zum eigenen Servicebetrieb, für den eine Zulassung und eine Werkstatt nötig sind.
Aufgaben
- tragbare und fahrbare Feuerlöscher beim Kunden prüfen und warten
- Löschmittel, Dichtungen und Treibmittelpatronen austauschen
- Wandhydranten, Schläuche und Löschanlagen kontrollieren
- Rauchwarnmelder, Sicherheitsleuchten und Feststellanlagen prüfen
- Prüfprotokolle erstellen und Plaketten anbringen
- Kunden zu Ausstattung und Mängelbeseitigung beraten
- Halterungen, Beschilderung und neue Geräte montieren
- Servicefahrzeug und Ersatzteilbestand verwalten
Voraussetzungen
- abgeschlossene technische oder handwerkliche Ausbildung, alternativ solides technisches Verständnis
- Sachkundenachweis nach DIN 14406-4, in der Regel über eine Herstellerschulung
- Führerschein Klasse B, oft C1 für größere Servicefahrzeuge
- körperliche Belastbarkeit für das Tragen von Löschern und Arbeiten in Kellern und Dachräumen
- zuverlässiges, freundliches Auftreten beim Kunden und Sorgfalt bei der Dokumentation
- einwandfreies Führungszeugnis
Wo man arbeitet
- Brandschutz- und Feuerlöscherfachbetriebe
- Hersteller von Löschgeräten mit eigenem Kundendienst
- technische Gebäudedienstleister und Facility-Management-Firmen
- Werksfeuerwehren und technische Abteilungen großer Betriebe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige technische Ausbildung, etwa als Anlagenmechaniker SHK, Elektroniker oder Metallbauer, gefolgt von der mehrtägigen Sachkundeschulung nach DIN 14406-4. Quereinsteiger mit technischem Hintergrund werden von vielen Betrieben eingearbeitet und geschult. Die Sachkunde muss regelmäßig aufgefrischt werden, weitere Sachkunden für Rauchabzug oder Brandmeldetechnik kommen später hinzu.
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- Monatsbrutto
- 3.300 – 8.000 €
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