Servicetechniker Carwash
Servicetechniker im Bereich Carwash warten, reparieren und montieren Waschanlagen für Autos – von der Portalanlage in der Tankstelle bis zur großen Waschstraße. Der Job ist ein Mischberuf aus Mechanik, Elektrik, Hydraulik und Steuerungstechnik, meist im Außendienst mit eigenem Servicefahrzeug.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Servicetechniker Carwash verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.950 € | 3.300 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 4.000 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.100 € | 4.800 € | 49.200 € |
Entscheidend sind Tarifbindung und Zulagen: Betriebe im Geltungsbereich der Metall- und Elektroindustrie oder des Elektrohandwerks zahlen deutlich mehr als kleine, tariffreie Servicefirmen. Rufbereitschaft, Überstunden, Auslöse und Montagezuschläge machen im Außendienst oft mehrere hundert Euro im Monat aus und sind in den genannten Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Servicetechniker Carwash?
Eine Waschanlage ist eine Maschine, die täglich hunderte Male anläuft, dabei mit Wasser, Chemie, Bürsten und Elektronik arbeitet und deshalb regelmäßig ausfällt. Servicetechniker im Carwash-Bereich halten diese Anlagen am Laufen. Sie fahren einen festen Gebietsbezirk ab, führen Wartungen nach Herstellervorgabe durch, tauschen Bürstenwellen, Düsen, Ventile, Pumpen und Frequenzumrichter, prüfen Hochdruckleitungen auf Leckagen und stellen Dosieranlagen für Reinigungschemie ein. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Ein Portal fährt nicht mehr in die Endlage, ein Trockner läuft nicht an, die Kassenanlage gibt kein Waschprogramm frei. Dazu wird die Steuerung ausgelesen, werden Sensoren und Schütze geprüft und Schaltpläne gelesen.
Neben dem Service gehört häufig die Montage neuer Anlagen dazu: Rahmen aufstellen, ausrichten, verrohren, verkabeln, in Betrieb nehmen und den Betreiber einweisen. Jeder Einsatz wird dokumentiert, Ersatzteile werden über Tablet oder Laptop erfasst, Prüfprotokolle und elektrische Wiederholungsprüfungen ausgefüllt.
Wie wird man Servicetechniker Carwash?
Es gibt keine eigene Ausbildung für diesen Beruf. Der Einstieg läuft über eine abgeschlossene Ausbildung in Mechatronik, Elektronik für Betriebstechnik, Anlagenmechanik, Industriemechanik oder Kfz-Mechatronik. Die Hersteller und Servicepartner schulen anschließend selbst auf ihre Anlagentypen, Steuerungen und Chemiesysteme – meist über mehrere Wochen verteilt, begleitet von Mitfahrten bei erfahrenen Kollegen. Wer aus einem rein mechanischen Beruf kommt, braucht die Qualifikation zur elektrotechnisch befähigten Person oder holt Elektrokenntnisse über Lehrgänge nach. Quereinstiege aus Kälte-, Sanitär- oder Landmaschinentechnik sind üblich, weil die Kombination aus Hydraulik, Antrieben und Steuerung dort ähnlich ist. Eine Weiterbildung zum Servicetechniker oder Meister ist möglich, aber keine Voraussetzung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet dort statt, wo die Anlage steht: in nassen, kalten Waschhallen, im Winter bei Frost, im Sommer in schlecht belüfteten Technikräumen. Nasse Kleidung, Chemikaliengeruch und Arbeiten über Kopf gehören dazu, ebenso Leitern, Hubarbeitsbühnen und enge Kanäle. Wer keinen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln mag, ist hier falsch.
Die Anfahrtswege sind lang, das Gebiet kann mehrere Landkreise umfassen, bei Montagen kommen Übernachtungen hinzu. Störungsdienste liegen früh morgens oder abends, weil Waschanlagen tagsüber Geld verdienen sollen; Rufbereitschaft am Wochenende ist in vielen Betrieben Teil des Vertrags. Betreiber stehen unter Druck, wenn die Anlage stillsteht – Ruhe im Umgang mit ungeduldigen Kunden ist mindestens so wichtig wie die technische Diagnose. Selbstständiges Arbeiten ohne Kollegen in Reichweite ist der Normalfall.
Aussichten
Die Zahl der Waschanlagen in Deutschland wächst, gleichzeitig werden die Anlagen elektronisch aufwendiger: Wasseraufbereitung, Fernwartung, kontaktlose Bezahlsysteme, Sensorik zur Fahrzeugerkennung. Techniker mit Elektro- und Steuerungskenntnissen werden von Herstellern, Servicepartnern und großen Tankstellenketten gesucht, die Stellen sind meist unbefristet und selten wegzurationalisieren, weil die Arbeit vor Ort anfällt. Entwicklungswege führen in die Montageleitung, den technischen Innendienst, den Vertrieb von Anlagen und Chemie oder in die Schulung neuer Techniker. Auch der Schritt in einen eigenen Servicebetrieb ist in dieser Branche üblich.
Aufgaben
- Wartungen an Portalanlagen und Waschstraßen nach Herstellerplan durchführen
- Störungen an Antrieben, Hydraulik, Pneumatik und Steuerung eingrenzen
- Bürsten, Düsen, Pumpen, Ventile und Sensoren austauschen
- Dosieranlagen für Waschchemie einstellen und Verbrauchswerte prüfen
- Neue Anlagen montieren, verrohren, verkabeln und in Betrieb nehmen
- Wasseraufbereitung und Recyclinganlagen kontrollieren
- Betreiber in Bedienung und Kleinstörungen einweisen
- Serviceberichte, Prüfprotokolle und Ersatzteilbedarf dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene technische Ausbildung, etwa Mechatronik, Elektronik für Betriebstechnik oder Anlagenmechanik
- Elektrotechnische Grundkenntnisse, häufig Befähigung als Elektrofachkraft gefordert
- Führerschein Klasse B, oft B/BE für das Servicefahrzeug
- Bereitschaft zu Außendienst, Rufbereitschaft und Arbeit außerhalb der Kernzeiten
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Nässe, Kälte und über Kopf
- Selbstständige Arbeitsweise und ruhiger Umgang mit Kunden unter Zeitdruck
Wo man arbeitet
- Hersteller von Waschanlagen mit eigenem Kundendienst
- Autorisierte Servicepartner und technische Handelsbetriebe
- Tankstellenketten und Waschparkbetreiber
- Autohäuser und Nutzfahrzeugwerkstätten mit eigener Waschtechnik
- Anbieter von Waschchemie mit technischem Service
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Elektro- oder Metallberuf, etwa Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik oder Anlagenmechaniker, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Die anlagenspezifische Qualifizierung erfolgt danach im Betrieb über Herstellerschulungen und Mitfahrten, meist über sechs bis zwölf Monate. Fehlende Elektrokenntnisse lassen sich über einen Lehrgang zur elektrotechnisch befähigten Person nachholen.
Offene Stellen als Servicetechniker Carwash
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