Servicemonteur
Servicemonteure installieren, warten und reparieren technische Anlagen beim Kunden vor Ort – im Bereich Gastronomie vor allem Großküchengeräte, Kühl- und Spültechnik, Theken- und Schankanlagen. Sie arbeiten überwiegend im Außendienst mit eigenem Servicefahrzeug.
14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Servicemonteur verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € |
Tarifgebundene Betriebe zahlen nach den Tarifverträgen des Metall- und Elektrohandwerks oder des SHK-Handwerks, regional teils deutlich unterschiedlich. Rufbereitschaft, Wochenendeinsätze, Auslöse und Fahrzeitvergütung machen im Servicebereich oft mehrere Hundert Euro im Monat aus und sind in diesen Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Servicemonteur?
Ein Servicemonteur fährt zu Kunden und bringt Technik wieder zum Laufen. Im Berufsfeld Gastronomie und Tourismus sind das Kombidämpfer, Induktionsherde, Fritteusen, Spülmaschinen, Kühlzellen, Eismaschinen, Schankanlagen und Kaffeevollautomaten – Geräte, die in Hotelküchen, Kantinen, Restaurants und Betriebsrestaurants im Dauerbetrieb stehen. Der Tag beginnt meist mit einer Tourenliste: mehrere Einsätze, dazwischen Fahrzeiten, dazu kurzfristige Störungsmeldungen, die dazwischengeschoben werden.
Vor Ort wird zuerst eingegrenzt: Liegt es an der Elektrik, an der Steuerung, am Wasseranschluss, am Kältekreislauf oder an falscher Bedienung. Danach folgt die Reparatur – Bauteile tauschen, Dichtungen erneuern, Software aufspielen, Parameter einstellen, Sicherheitsprüfung durchführen. Ein großer Teil der Arbeit ist planbare Wartung: Filter wechseln, Verkalkung entfernen, Kältemittelstände prüfen, Prüfprotokolle nach Hygiene- und Elektrovorschriften ausfüllen. Hinzu kommen Neuinstallationen, wenn ein Betrieb umbaut oder Geräte ersetzt. Jeder Einsatz wird dokumentiert, meist digital auf dem Tablet, inklusive Materialverbrauch und Arbeitszeit für die Rechnung.
Wie wird man Servicemonteur?
Servicemonteur ist keine eigene Ausbildungsbezeichnung, sondern eine Funktion. Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechatroniker für Kältetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik oder Elektroniker für Geräte und Systeme. Für Arbeiten an Kälteanlagen ist zusätzlich der Sachkundenachweis nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung nötig, für Elektroarbeiten die entsprechende Qualifikation als Elektrofachkraft.
Quereinstieg gelingt Handwerkern aus verwandten Bereichen, etwa Kfz-Mechatronikern oder Industriemechanikern, die sich über Herstellerschulungen einarbeiten. Viele Gerätehersteller bilden ihre Techniker intern weiter, weil jede Baureihe ihre Eigenheiten hat. Ohne technische Grundausbildung ist der Einstieg schwierig, weil Haftungsfragen bei Gas, Strom und Kältemittel eindeutige Nachweise verlangen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet dort statt, wo Betrieb ist. In Küchen heißt das: eng, heiß, laut, oft unter Zeitdruck, weil das Gerät bis zum Mittagsgeschäft laufen muss. Einsätze früh morgens vor Öffnung oder spät abends nach Schließung sind normal, ebenso Rufbereitschaft an Wochenenden – eine defekte Kühlzelle wartet nicht bis Montag. Gearbeitet wird knieend, über Kopf, in Zwischendecken und hinter Geräten; schwere Bauteile werden getragen. Rückenbelastung und Schnittverletzungen an Blechkanten gehören zum Alltag.
Dazu kommt viel Fahrzeit. Wer regional unterwegs ist, kommt abends heim; bei überregionalen Herstellerdiensten sind Übernachtungen üblich. Kundenkontakt ist ständig da, häufig mit gestressten Küchenleitungen. Sorgfalt in der Dokumentation ist Pflicht, auch wenn sie unbeliebt ist.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Fachkräfte für Kälte-, Elektro- und Großküchentechnik fehlen bundesweit, Servicebetriebe suchen dauerhaft. Die Geräte werden elektronisch komplexer, vernetzte Fernwartung nimmt zu – wer sich mit Steuerungen und Diagnosesoftware auskennt, ist gefragt. Entwicklungswege führen zum Servicetechniker mit eigenem Gebiet, zur Einsatzleitung oder Serviceleitung, über die Meisterprüfung in die Selbstständigkeit oder in den technischen Vertrieb und die Inbetriebnahme großer Küchenprojekte.
Aufgaben
- Störungen an Großküchen-, Kühl- und Spültechnik eingrenzen und beheben
- Wartungen nach Herstellervorgaben und Prüffristen durchführen
- Neue Geräte anschließen, in Betrieb nehmen und einregulieren
- Verschleißteile, Dichtungen und Bauteile austauschen
- Sicherheits- und Dichtheitsprüfungen dokumentieren
- Küchenpersonal in die Bedienung der Geräte einweisen
- Einsatzberichte, Materialverbrauch und Arbeitszeiten digital erfassen
- Ersatzteilbestand im Servicefahrzeug verwalten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene technische Ausbildung in Kälte-, Elektro-, Sanitär- oder Anlagentechnik
- Führerschein Klasse B, oft Voraussetzung für das Servicefahrzeug
- Sachkundenachweis Kältemittel und Qualifikation als Elektrofachkraft je nach Einsatzgebiet
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Zwangshaltung und Hitze
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft, frühen und späten Einsätzen
- Sicheres Auftreten im Kundenkontakt und saubere Dokumentation
Wo man arbeitet
- Servicebetriebe für Großküchen- und Gastronomietechnik
- Kundendienst von Geräteherstellern
- Kälte- und Klimatechnikfachbetriebe
- Technische Abteilungen großer Hotels und Klinikküchen
- Getränkefachgroßhandel mit Schankanlagenservice
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, etwa zum Mechatroniker für Kältetechnik, Anlagenmechaniker SHK oder Elektroniker für Betriebstechnik, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Darauf folgen Herstellerschulungen und der Sachkundenachweis für Kältemittel. Nach einigen Jahren im Außendienst ist die Meisterprüfung oder eine Weiterbildung zum Servicetechniker möglich.
Offene Stellen als Servicemonteur
In der Suche fortsetzen
Servicemonteur - Sanitär / Heizung / Klima (m/w/d)
Servicemonteur - Rechenzentrum (m/w/d)
Servicemonteur | Servicetechniker | Elektriker (m/w/d)
Servicemonteur - HKLS / TGA / Wartung (m/w/d)
Servicemonteur (m/w/d)
Servicemonteur (Kältetechnik) (m/w/d)
Servicemonteur (m/w/d)
Verwandte Berufe
Anlagenmechaniker Sanitär-,Heizungs- und Klimatechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen Bäder, Heizungen, Lüftungs- und Wasserversorgungsanlagen ein, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Der Beruf verbindet Rohrleitungsbau mit Elektro-, Regelungs- und Messtechnik.
- Offene Stellen
- 19
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.900 €
Elektroniker für Betriebstechnik
Elektroniker für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren elektrische Anlagen in Industriebetrieben und Gebäuden. Sie sorgen dafür, dass Maschinen, Schaltanlagen und Steuerungen zuverlässig laufen.
- Offene Stellen
- 76
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.500 €
Kundendiensttechniker
Kundendiensttechniker installieren, warten und reparieren technische Anlagen und Geräte beim Kunden vor Ort – von Heizungen und Aufzügen über Kaffeemaschinen bis zu Produktionsmaschinen. Der Arbeitstag besteht aus Einsätzen, Fahrten und Dokumentation.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.500 €
Mechatroniker für Kältetechnik
Mechatroniker für Kältetechnik bauen, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen – von der Supermarkt-Kühltheke über Wärmepumpen bis zur industriellen Prozesskühlung. Der Beruf verbindet Metallbau, Elektrotechnik, Regelungstechnik und Kältemittelkunde.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
Passend dazu im Ratgeber
- Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht, Angebot, Wunsch Vorsorge ist keine Eignungsprüfung und kein Test, den man bestehen muss. Welche drei Arten...
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Quereinstieg: wie ein Wechsel in einen anderen Beruf gelingt Ein Berufswechsel scheitert selten an der Fähigkeit und oft an der Darstellung. Welche Weg...