Service- & Barmitarbeiter
Service- und Barmitarbeiter bedienen Gäste im Restaurant, Café oder an der Theke: Sie nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke, mixen Cocktails und rechnen ab.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Service- & Barmitarbeiter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.300 € | 2.600 € | 27.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.650 € | 3.100 € | 31.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.200 € | 4.000 € | 38.400 € |
Viele Betriebe zahlen nahe am gesetzlichen Mindestlohn; deutlich mehr gibt es in tarifgebundenen Häusern nach den Entgelttarifverträgen für das Hotel- und Gaststättengewerbe der jeweiligen Bundesländer, in Hotelketten und in gehobenen Bars. Trinkgeld sowie Nacht- und Feiertagszuschläge können das tatsächliche Einkommen spürbar erhöhen, sind aber stark vom Betrieb abhängig.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Service- & Barmitarbeiter?
Der Arbeitstag beginnt meist vor dem ersten Gast: Tische eindecken, Gläser polieren, Getränkekühlung auffüllen, Kassensystem hochfahren, an der Bar Eis, Säfte und Garnituren vorbereiten. Danach geht es um Gäste. Bestellungen aufnehmen, Empfehlungen geben, Speisen und Getränke ausgeben, nachfragen, ob alles passt, abräumen, kassieren. An der Bar kommt das Mixen dazu: Klassiker nach Rezeptur, Bier zapfen, Wein und Spirituosen einschenken, Kaffee an der Siebträgermaschine ziehen. Zwischendurch wird gespült, aufgewischt, nachgefüllt.
Wer im Service arbeitet, koordiniert ständig mehrere Dinge gleichzeitig: welcher Tisch wartet auf die Vorspeise, wo muss abgeräumt werden, welche Bestellung ist an der Küche noch offen. Nach Feierabend der Gäste folgt der Abschluss: Kasse zählen, Bar reinigen, Zapfanlage spülen, Ware für den nächsten Tag notieren.
Wie wird man Service- & Barmitarbeiter?
Es gibt zwei Wege. Der geregelte ist die duale Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder zum Kaufmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, zwei beziehungsweise drei Jahre in Betrieb und Berufsschule. Der zweite Weg ist der Quereinstieg, und er ist in dieser Branche die Regel. Viele Betriebe stellen ohne Vorerfahrung ein und lernen die Leute am Tresen an. Wer sich auf Cocktails spezialisieren will, besucht Barkurse oder arbeitet sich über Jahre in eine Bar mit Anspruch hoch. Für den Ausschank von Alkohol und die Arbeit mit Lebensmitteln braucht es eine Belehrung nach Infektionsschutzgesetz.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, nachts, am Wochenende, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit Mittags- und Abendschicht sind verbreitet, ebenso Überstunden in der Saison. Der Job wird fast vollständig im Stehen und Gehen ausgeübt, mit schweren Tabletts und Getränkekisten, in Lärm, Hitze und Enge. Dazu kommen Gäste, die unfreundlich, betrunken oder ungeduldig sind – Freundlichkeit muss auch dann noch funktionieren.
Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, in vielen Betrieben nahe am Mindestlohn; Trinkgeld macht einen erheblichen Teil des Einkommens aus, ist aber nicht planbar. Die Fluktuation ist hoch, ebenso die Zahl der Betriebe, die Arbeitszeiten nicht korrekt erfassen. Wer dauerhaft in der Gastronomie bleibt, sollte Betriebe mit geregelter Dienstplanung und Tarifbindung gezielt suchen.
Aussichten
Personal wird in der Gastronomie durchgehend gesucht, gute Servicekräfte finden schnell eine Stelle, und Wechsel sind unkompliziert. Entwicklung läuft über Verantwortung: Schichtleitung, Stationsleitung, Restaurantleitung, Barchef. Wer Wein, Kaffee oder Cocktails vertieft, kann sich als Sommelier, Barista oder Bartender profilieren – dort sind auch die Verdienste deutlich besser. Weiter geht es über die Ausbildung zum Restaurantmeister oder zum Fachwirt im Gastgewerbe, über Positionen in Hotellerie, Catering und Systemgastronomie oder über einen eigenen Betrieb. Erfahrung im Service ist außerdem ein guter Türöffner in Eventmanagement, Kreuzfahrt und Vertrieb.
Aufgaben
- Gäste begrüßen, platzieren und beraten
- Bestellungen aufnehmen und an Küche und Bar weitergeben
- Speisen und Getränke servieren und abräumen
- Cocktails mixen, Bier zapfen, Kaffee zubereiten
- Rechnungen erstellen, kassieren und Kasse abrechnen
- Tische eindecken, Bar und Gastraum reinigen
- Warenbestände prüfen und Nachschub anfordern
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Schulabschluss zwingend, Ausbildung oder Quereinstieg möglich
- Belehrung nach Infektionsschutzgesetz für den Umgang mit Lebensmitteln
- Freundliches Auftreten und Ruhe bei hohem Gästeaufkommen
- Belastbarkeit für langes Stehen, Gehen und Tragen
- Bereitschaft zu Abend-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Grundkenntnisse in Deutsch, in vielen Betrieben auch Englisch
Wo man arbeitet
- Restaurants und Gasthäuser
- Bars, Clubs und Cocktailbars
- Hotels und Ferienanlagen
- Cafés und Bistros
- Catering- und Veranstaltungsbetriebe
- Systemgastronomie
Der Weg in den Beruf
Der geregelte Weg führt über eine duale Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie (zwei Jahre) oder zum Kaufmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie (drei Jahre), jeweils im Betrieb und in der Berufsschule. Sehr verbreitet ist der Quereinstieg mit betrieblicher Anlernung, ergänzt um Bar-, Wein- oder Baristakurse. Weiterführend möglich sind der Restaurantmeister oder der Fachwirt im Gastgewerbe.
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Verwandte Berufe
Barista
Baristas bereiten Espresso, Filterkaffee und Milchgetränke zu, bedienen und pflegen Siebträgermaschinen und Mühlen und beraten Gäste zu Kaffeesorten. Der Beruf verbindet Handwerk am Kaffee mit Arbeit im Service.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 2.100 – 3.800 €
Barkeeper
Barkeeper mixen Cocktails, zapfen Bier und schenken Spirituosen aus, bedienen Gäste am Tresen und halten die Bar in Ordnung. Der Beruf spielt sich abends, nachts und am Wochenende ab.
- Offene Stellen
- 34
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.300 €
Hotelfachfrau
Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.500 €
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