Zum Inhalt springen
Finanzen & Controlling

Security Objektschutz

Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz bewachen Gebäude, Anlagen und Gelände, kontrollieren Zugänge und greifen bei Störungen ein. Die Arbeit läuft überwiegend im Schichtdienst, auch nachts und an Feiertagen.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Security Objektschutz verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.700 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 4.200 € 39.600 €

Das Sicherheitsgewerbe ist über die Tarifverträge des BDSW geregelt, die Stundenlöhne nach Bundesland und Tätigkeit unterscheiden - zwischen Ost und West sowie zwischen einfachem Wachdienst und qualifiziertem Objektschutz liegen deutliche Abstände. Wesentlich für das tatsächliche Monatseinkommen sind Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie die Zahl der geleisteten Schichten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft im Objektschutz?

Objektschutz heißt: ein festes Objekt bewachen. Das kann ein Verwaltungsgebäude einer Bank sein, ein Rechenzentrum, ein Werksgelände, ein Logistikzentrum oder eine Behörde. Zum Alltag gehören Zugangskontrollen an der Pforte, das Ausgeben und Zurücknehmen von Besucherausweisen und Schlüsseln, Rundgänge nach festem Plan, das Prüfen von Fenstern, Türen und Toren sowie die Überwachung von Kameras, Brand- und Einbruchmeldeanlagen in der Sicherheitsleitstelle.

Ein großer Teil der Schicht besteht aus Beobachten, Dokumentieren und Warten. Jede Auffälligkeit wird im Wachbuch oder digitalen Meldesystem festgehalten: eine offene Tür, ein ausgelöster Melder, ein Fahrzeug ohne Berechtigung. Kommt es zu einem Vorfall, sind Ablaufpläne einzuhalten - Alarm verifizieren, Feuerwehr, Polizei oder den Notdienst rufen, betroffene Bereiche sperren, Erste Hilfe leisten. In Objekten mit Publikumsverkehr, etwa bei Kreditinstituten, gehört auch das Ansprechen und Beruhigen aufgebrachter Personen dazu.

Wie wird man Fachkraft im Objektschutz?

Der Einstieg ist gesetzlich geregelt, aber niedrigschwellig. Für einfache Bewachungstätigkeiten genügt eine 40-stündige Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei einer Industrie- und Handelskammer. Für Tätigkeiten mit Kontrollbefugnis, im Einzelhandel oder im Bereich Schutz von Personen ist die Sachkundeprüfung nach § 34a nötig, eine schriftliche und mündliche Prüfung zu Rechtsgrundlagen, Umgang mit Menschen und Sicherheitstechnik. Voraussetzung ist in jedem Fall ein einwandfreies Führungszeugnis; die Zuverlässigkeit wird behördlich überprüft, bei sensiblen Objekten kommt eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung hinzu.

Wer den Beruf langfristig ausüben will, absolviert eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder die zweijährige Ausbildung zum Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Der Quereinstieg ist verbreitet: viele kommen aus Handwerk, Handel, Gastronomie oder von Bundeswehr und Polizei.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst ist die Regel, meist in Zwölf-Stunden-Blöcken, oft an Wochenenden und Feiertagen, häufig nachts. Der Körper muss das mittragen: langes Stehen und Gehen, Rundgänge über weitläufige Gelände, Wachen im Freien bei jedem Wetter. Nachtschichten belasten Schlaf und Familienleben dauerhaft.

Inhaltlich ist die Arbeit oft monoton, verlangt aber trotzdem durchgehende Aufmerksamkeit - genau darin liegt die Schwierigkeit. Hinzu kommt der Umgang mit Konflikten: Personen ohne Berechtigung abweisen, Hausverbote durchsetzen, Beschimpfungen aushalten, ohne selbst zu eskalieren. Die Branche hat viele Wechsel, hohen Termindruck bei der Dienstplanung und eine Bezahlung, die im unteren Bereich der gewerblichen Löhne liegt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in einigen Bereichen wachsend, etwa beim Schutz kritischer Infrastruktur, von Rechenzentren und Bankgebäuden. Viele Unternehmen finden nicht genug qualifiziertes Personal, was Bewerbern mit Sachkundeprüfung und sauberer Auskunft eine gute Position verschafft. Entwicklungswege führen über die Sachkundeprüfung zur Fachkraft, weiter zum Schichtleiter, Objektleiter oder in die Leitstelle. Mit der Meisterprüfung für Schutz und Sicherheit oder einer Weiterbildung im Sicherheitsmanagement sind Einsatzplanung, Kalkulation und Führungsaufgaben in Sicherheitsdienstleistungsunternehmen erreichbar.

Aufgaben

  • Zugangs- und Ausweiskontrollen an Pforten und Toren durchführen
  • Kontrollgänge nach festem Streifenplan absolvieren
  • Kamera-, Brand- und Einbruchmeldeanlagen in der Leitstelle überwachen
  • Alarme verifizieren und Feuerwehr, Polizei oder Notdienst alarmieren
  • Vorfälle, Schäden und Auffälligkeiten im Wachbuch dokumentieren
  • Schlüssel und Besucherausweise ausgeben und zurücknehmen
  • Besucher und Handwerker anmelden und begleiten
  • Hausrecht durchsetzen und bei Konflikten deeskalieren

Voraussetzungen

  • Unterrichtung nach § 34a GewO, für viele Stellen die Sachkundeprüfung
  • Einwandfreies erweitertes Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift für Meldungen und Berichte
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Gehen und Außendienst
  • Ruhiges, sicheres Auftreten in Konfliktsituationen
  • Häufig Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Sicherheitsdienstleistungsunternehmen
  • Verwaltungs- und Bankgebäude
  • Werks- und Industriegelände
  • Rechenzentren und kritische Infrastruktur
  • Behörden, Kliniken und Flüchtlingsunterkünfte
  • Logistik- und Distributionszentren

Der Weg in den Beruf

Der schnellste Weg ist die 40-stündige Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK, für höherwertige Aufgaben die Sachkundeprüfung nach § 34a. Als vollwertige Ausbildung gibt es die dreijährige Fachkraft für Schutz und Sicherheit sowie die zweijährige Servicekraft für Schutz und Sicherheit, beide im dualen System mit IHK-Abschluss.

Offene Stellen als Security Objektschutz

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Empfangsmitarbeiter

Empfangsmitarbeiter sind die erste Anlaufstelle in Unternehmen, Praxen oder Hotels: Sie begrüßen Besucher, nehmen Telefonate an und halten den Überblick über Termine, Post und Besucherlisten.

Offene Stellen
69
Monatsbrutto
2.100 – 4.200 €

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Personen, Gebäude und Werte: Sie kontrollieren Zugänge, überwachen Anlagen, greifen bei Gefahren ein und dokumentieren Vorfälle. Der Beruf verbindet rechtliche Kenntnisse mit Präsenz vor Ort, häufig im Schichtdienst.

Offene Stellen
6
Monatsbrutto
2.300 – 4.700 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz