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Finanzen & Controlling

Security für Geld und Werttransport

Fachkräfte im Geld- und Werttransport holen Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen ab, transportieren sie in gepanzerten Fahrzeugen und liefern sie an Banken, Geldautomaten oder Cash-Center. Der Beruf verbindet Fahrdienst, Sicherheitsaufgaben und exaktes Zählen unter Zeitdruck.

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Gehalt

Was man als Security für Geld und Werttransport verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 2.950 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.950 € 3.400 € 35.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €

Maßgeblich sind die Tarifverträge für Geld- und Wertdienste, die der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW/BDGW) mit ver.di je Bundesland abschließt – die Stundenlöhne unterscheiden sich zwischen Ost und West sowie zwischen den Ländern deutlich. Erheblichen Anteil am tatsächlichen Verdienst haben Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Waffenträgerzulagen und Überstunden.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft im Geld- und Werttransport?

Der Arbeitstag beginnt meist früh im Cash-Center: Fahrzeug prüfen, Waffe und Schutzweste fassen, Tourenplan und Behälterlisten übernehmen. Dann fährt die Besatzung – üblicherweise zwei oder drei Personen – eine feste Route ab. An jeder Station wird Bargeld übernommen oder abgegeben: Tageseinnahmen aus Supermärkten, Tankstellen und Kaufhäusern, Münzrollen für Bäckereien, Kassetten für Geldautomaten. Jede Übergabe wird quittiert, jeder Behälter gescannt oder in Belegen erfasst. Wer im Fahrzeug bleibt, sichert das Umfeld, hält Funkkontakt zur Leitstelle und lässt niemanden ein.

Ein Teil der Beschäftigten arbeitet nicht auf der Straße, sondern im Geldbearbeitungszentrum: Behälter öffnen, Beträge maschinell zählen, Falschgeld und beschädigte Scheine aussortieren, Differenzen dokumentieren, Automatenkassetten bestücken. Auch die Befüllung und Erstwartung von Geldautomaten gehört häufig dazu. Dokumentation ist kein Nebenschauplatz – jede Abweichung von wenigen Euro muss nachvollziehbar sein.

Wie wird man Fachkraft im Geld- und Werttransport?

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Der übliche Weg führt über eine Anstellung bei einem Wertdienstleister und die dort geforderten Nachweise. Verpflichtend ist die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung bei der Industrie- und Handelskammer, außerdem eine behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung. Für bewaffnete Touren kommen die waffenrechtliche Sachkunde und ein Waffenschein des Arbeitgebers hinzu, für das Fahren der Panzerfahrzeuge in der Regel der Führerschein der Klasse C1 oder C mit Berufskraftfahrerqualifikation. Die Betriebe schulen intern zu Transportverfahren, Verhalten bei Überfällen, Erste Hilfe und Geldbearbeitung.

Quereinstieg ist die Regel. Viele kommen aus dem Bewachungsgewerbe, der Logistik, dem Handwerk, von Bundeswehr oder Polizei. Wer die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolviert hat, bringt die Sachkunde bereits mit und hat bessere Aussichten auf Aufstieg.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Münzsäcke und Kassetten sind schwer, Schutzweste und Ausrüstung wiegen mit, das Ein- und Aussteigen wiederholt sich hundertmal am Tag – oft bei Regen, in Tiefgaragen und engen Hinterhöfen. Die Touren starten früh, Spät- und Wochenenddienste sind verbreitet, und der Zeitplan ist knapp kalkuliert.

dazu kommt die psychische Seite: Überfälle sind selten, aber möglich, und das Bewusstsein darüber begleitet jede Tour. Wer eine Waffe trägt, trägt Verantwortung dafür. Verschwiegenheit ist Pflicht, Routen dürfen nicht privat besprochen werden. Fehler in der Abrechnung haben Konsequenzen, weil es um fremdes Geld geht. Absolute Zuverlässigkeit, saubere Führung des Führungszeugnisses und geordnete finanzielle Verhältnisse sind Einstellungsvoraussetzung und werden regelmäßig überprüft.

Aussichten

Bargeld nimmt ab, wird aber nicht verschwinden – Automatennetze werden ausgedünnt, gleichzeitig übernehmen Wertdienstleister immer mehr Aufgaben, die Banken abgeben. Die Branche sucht durchgehend Personal, vor allem Fahrer mit C1-Führerschein und Waffenkunde, weil die Anforderungen viele Bewerber ausschließen und die Belastung zu Wechseln führt. Entwicklungswege führen in die Disposition, in die Leitstelle, zur Schichtleitung im Cash-Center oder über die Meisterprüfung für Schutz und Sicherheit in die Objekt- und Betriebsleitung. Manche wechseln in die Werttransportlogistik von Schmuck- und Kunstgütern.

Aufgaben

  • Bargeld und Wertsachen bei Kunden abholen und ausliefern
  • Gepanzertes Fahrzeug fahren, prüfen und sichern
  • Übergaben quittieren und Behälter elektronisch erfassen
  • Geldautomaten befüllen und Kassetten wechseln
  • Umfeld während des Stopps beobachten und absichern
  • Bargeld im Cash-Center zählen, sortieren und Falschgeld aussondern
  • Differenzen und Vorfälle dokumentieren und der Leitstelle melden

Voraussetzungen

  • Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
  • Einwandfreies Führungszeugnis und geordnete finanzielle Verhältnisse
  • Führerschein C1 oder C, häufig mit Berufskraftfahrerqualifikation
  • Waffenrechtliche Sachkunde für bewaffnete Touren
  • Körperliche Belastbarkeit für schwere Behälter und häufiges Ein- und Aussteigen
  • Sorgfalt beim Zählen und Dokumentieren, Verschwiegenheit
  • Bereitschaft zu Früh-, Spät- und Wochenenddiensten

Wo man arbeitet

  • Geld- und Wertdienstleister
  • Geldbearbeitungszentren und Cash-Center
  • Sicherheitsunternehmen mit Werttransportsparte
  • Werttransportabteilungen von Banken und Bundesbankdienstleistern

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist direkt bei einem Wertdienstleister nach der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die in etwa vier Wochen Vollzeitunterricht vorbereitet wird, plus interner Einweisung von einigen Wochen. Eine geregelte Alternative ist die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss. Führerschein C1 und waffenrechtliche Sachkunde werden häufig vom Arbeitgeber finanziert.

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Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

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