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SAP Inhouse Consultant EWM

SAP Inhouse Consultant EWM betreuen das Lagerverwaltungssystem SAP Extended Warehouse Management im eigenen Unternehmen. Sie richten Prozesse in Wareneingang, Lagerung und Versand im System ein, passen sie an Änderungen im Lager an und unterstützen die Beschäftigten in Logistik und IT.

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Gehalt

Was man als SAP Inhouse Consultant EWM verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €
Mit Berufserfahrung 5.200 € 6.200 € 7.500 € 74.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.800 € 8.000 € 10.000 € 96.000 €

Das Gehalt hängt stark von Unternehmensgröße und Branche ab: Konzerne in Automobil, Pharma und Handel zahlen deutlich mehr als Mittelständler, Tarifbindung besteht meist über den Metall- und Elektrotarif oder Haustarifverträge. Externe Beratung zahlt oft höher, verlangt dafür aber dauerhafte Reisetätigkeit; Rufbereitschaft und Projektprämien kommen als Zulagen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein SAP Inhouse Consultant EWM?

SAP Extended Warehouse Management, kurz EWM, ist das Modul, mit dem größere Unternehmen ihre Lager steuern: welche Ware auf welchen Lagerplatz kommt, in welcher Reihenfolge kommissioniert wird, wie Paletten zusammengestellt und Lieferungen verpackt und verladen werden. Ein Inhouse Consultant ist derjenige, der dieses System für den eigenen Arbeitgeber einrichtet und am Laufen hält. Er nimmt Anforderungen aus der Logistik auf, prüft, ob sie sich mit Standardfunktionen abbilden lassen, und konfiguriert Lagerstrukturen, Lagerprozessarten, Kommissionierstrategien und Ressourcenverwaltung im Customizing. Wo der Standard nicht reicht, schreibt er Spezifikationen für die Entwicklung und testet, was dabei herauskommt.

Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche. Wenn ein Lagerauftrag nicht auf dem Handscanner erscheint, eine Schnittstelle zur Fördertechnik hängt oder Bestände zwischen EWM und dem ERP-System auseinanderlaufen, klingelt das Telefon. Dazu kommen Projekte: neue Standorte anbinden, ein Lager von WM auf EWM umstellen, ein Release wechseln, die Anbindung an Materialflussrechner oder Transportmanagement erweitern. Zwischen Projektphasen und Tagesgeschäft wechselt der Beruf ständig.

Wie wird man SAP Inhouse Consultant EWM?

Ein geregelter Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich ist ein Studium in Wirtschaftsinformatik, Logistik, Supply Chain Management, Betriebswirtschaft oder Informatik. Auch über eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder eine kaufmännisch-logistische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung führt ein Weg hinein. Entscheidend ist die Erfahrung mit dem Modul selbst, und die entsteht meist im Betrieb: viele beginnen als Key User in der Logistik, kennen die Lagerprozesse aus der Praxis und wachsen über Projekte in die Systembetreuung hinein. Andere kommen aus der Beratung eines SAP-Partners und wechseln bewusst in ein Unternehmen, um weniger zu reisen. SAP bietet Zertifizierungen an, gefordert werden sie selten, gern gesehen sind sie oft. Ohne Kenntnisse in ABAP-Grundlagen, Schnittstellentechnik und den angrenzenden Modulen MM, SD und TM bleibt die Arbeit schwierig.

Was der Beruf verlangt

Die Tätigkeit ist überwiegend Bürotätigkeit, teils im Homeoffice, aber sie hängt an einem Lager, das rund um die Uhr läuft. Go-Lives, Releasewechsel und Inventuren finden deshalb an Wochenenden und nachts statt, Rufbereitschaft ist in vielen Unternehmen Teil der Stelle. Steht das Lager, steht der Versand, und der Druck ist in diesen Stunden erheblich. Zwischen Logistikleitung, Betriebsrat, externen Dienstleistern und der eigenen IT muss vermittelt werden, oft mit widersprüchlichen Erwartungen. Wer nur programmieren oder nur beraten will, ist hier falsch: der Beruf verlangt beides und dazu Geduld für lange Dokumentationen und Testläufe. Standortreisen zu Werken und Distributionszentren gehören dazu, in internationalen Konzernen auch längere Aufenthalte im Ausland und Arbeit auf Englisch.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und übersteigt seit Jahren das Angebot. Der Umstieg auf S/4HANA und die Ablösung des alten Moduls WM zwingen viele Unternehmen zu EWM-Projekten, gleichzeitig automatisieren Handel und Industrie ihre Lager weiter. Entwicklungswege führen zur Teil- oder Projektleitung, zur fachlichen Verantwortung für die gesamte Logistik-IT, zur Spezialisierung auf Automatisierung und Schnittstellen oder zurück in die externe Beratung, die besser zahlt und mehr Reisetätigkeit verlangt. Wer mehrere Module beherrscht, ist auf dem Arbeitsmarkt kaum ersetzbar.

Aufgaben

  • Lagerstrukturen, Lagerprozessarten und Kommissionierstrategien im Customizing einrichten
  • Anforderungen aus Logistik und Fachbereichen aufnehmen und auf Umsetzbarkeit prüfen
  • Störungen im laufenden Lagerbetrieb analysieren und beheben
  • Schnittstellen zu ERP, Fördertechnik, Materialflussrechnern und Transportmanagement betreuen
  • Spezifikationen für Entwicklungen schreiben und Ergebnisse testen
  • Rollouts an neuen Standorten und Migrationen von WM auf EWM begleiten
  • Key User schulen und Prozessdokumentation pflegen
  • Releasewechsel und Systemtests vorbereiten und durchführen

Voraussetzungen

  • Studium in Wirtschaftsinformatik, Logistik, BWL oder Informatik, alternativ IT-Ausbildung mit einschlägiger Erfahrung
  • fundierte Kenntnisse in SAP EWM inklusive Customizing
  • Verständnis für Lager- und Versandprozesse aus der Praxis
  • Grundkenntnisse in ABAP, Schnittstellentechnik und angrenzenden Modulen wie MM, SD oder TM
  • Fähigkeit, technische Sachverhalte für Fachbereiche verständlich zu erklären
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Wochenendeinsätzen und Reisen zu Standorten
  • Englisch in Wort und Schrift

Wo man arbeitet

  • Handels- und Logistikkonzerne mit eigenen Distributionszentren
  • Industrieunternehmen mit großen Werks- und Ersatzteillagern
  • Kontraktlogistikdienstleister
  • IT-Abteilungen und Shared-Service-Center von Konzernen
  • SAP-Beratungshäuser als Einstieg oder Wechseloption

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Studium in Wirtschaftsinformatik, Logistik oder BWL mit Abschluss Bachelor oder Master, gefolgt von mehreren Jahren Praxis in SAP-Projekten. Ein zweiter verbreiteter Weg führt über eine IT- oder Logistikausbildung und die Rolle als Key User im eigenen Betrieb, ergänzt durch SAP-Schulungen und Zertifizierungen. Eine geschützte Berufsbezeichnung oder einen festen Ausbildungsberuf gibt es nicht.

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Monatsbrutto
3.400 – 10.000 €

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