Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

Sales Specialist Reinraum und Arbeitsschutz

Sales Specialists für Reinraum und Arbeitsschutz verkaufen Verbrauchsmaterial, Bekleidung und Schutzausrüstung an Pharma-, Medizintechnik-, Halbleiter- und Industriekunden. Sie beraten technisch, kalkulieren Angebote und betreuen Bestandskunden über Jahre.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Specialist Reinraum und Arbeitsschutz verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.400 € 5.300 € 52.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.800 € 7.500 € 69.600 €

Entscheidend sind der variable Anteil, der im Außendienst oft zehn bis dreißig Prozent des Jahreseinkommens ausmacht, sowie die Branche der Kunden: Pharma und Halbleiter zahlen deutlich besser als allgemeiner Industriebedarf. Tarifbindung besteht selten, im Groß- und Außenhandel gelten regionale Tarifverträge, größere Hersteller orientieren sich am Chemie- oder Metalltarif.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Specialist Reinraum und Arbeitsschutz?

Der Beruf verbindet technischen Vertrieb mit Produktwissen zu Hygiene- und Schutzprodukten. Verkauft werden Reinraumbekleidung, sterile Handschuhe, Wischsysteme, Desinfektionsmittel, Partikelfilter, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Atemschutzmasken oder Chemikalienschutzanzüge. Kunden sind Pharmaunternehmen, Hersteller von Medizinprodukten, Halbleiterfabriken, Lebensmittelbetriebe, Labore und die klassische Industrie.

Der Alltag besteht aus Kundengesprächen, oft vor Ort in der Produktion. Wer eine Reinraumbekleidung anbietet, muss wissen, welche GMP-Klasse gilt, ob autoklaviert oder gammabestrahlt sterilisiert wird und wie oft gewaschen werden darf. Beim Arbeitsschutz geht es um Normen: EN 374 für Chemikalienschutzhandschuhe, EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe, die passende Filterklasse beim Atemschutz. Dazu kommen Tragetests, Produktschulungen für Mitarbeitende des Kunden, Angebotskalkulation, Ausschreibungen und Rahmenverträge. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Pflege von Bestandskunden, weil Verbrauchsmaterial im Abruf läuft und Lieferfähigkeit wichtiger ist als der Preis pro Stück.

Wie wird man Sales Specialist Reinraum und Arbeitsschutz?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Der übliche Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, und anschließende Einarbeitung im Innendienst. Ebenso häufig kommen Menschen aus der Technik: Chemielaboranten, Pharmakanten, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Produktionsmitarbeitende aus Reinraumbetrieben, die die Kundenseite kennen und in den Vertrieb wechseln. Ein Studium in Chemie, Verfahrenstechnik, Pharmatechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen ist verbreitet, aber keine Bedingung.

Quereinstieg funktioniert, wenn Vertriebserfahrung im technischen B2B-Bereich vorliegt. Das Produktwissen vermitteln Hersteller in Schulungen, Normenkenntnis wächst mit der Praxis. Wer im Arbeitsschutz berät, sammelt häufig zusätzlich Qualifikationen als Sachkundiger für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz oder als Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Was der Beruf verlangt

Die Einarbeitung ist lang. Das Sortiment umfasst oft mehrere tausend Artikel, Normen ändern sich, und Kunden im regulierten Umfeld erwarten belastbare Aussagen zu Zertifikaten und Chargendokumentation. Falsche Auskünfte haben Folgen, wenn eine Reinraumfreigabe daran hängt.

Reisetätigkeit gehört dazu, im Außendienst häufig zwei bis vier Tage pro Woche im zugewiesenen Gebiet, teils mit Übernachtungen. Termine in Produktionsbereichen bedeuten Umkleiden, Hygieneschleusen und Hallen mit Lärm oder Hitze. Umsatz- und Margenziele werden gemessen, ein Teil der Vergütung hängt daran. Wer Konflikte mit Einkaufsabteilungen, Preisdruck durch Onlinehändler und langwierige Ausschreibungen als Belastung empfindet, wird damit Mühe haben. Nach Feierabend liegen Angebote und Berichte im CRM oft noch offen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil. Pharma- und Medizintechnikproduktion in Deutschland wächst, Reinraumflächen nehmen zu, und Arbeitsschutzvorschriften werden nicht gelockert. Fachleute, die technisches Verständnis und Vertriebsfähigkeit verbinden, sind schwer zu finden, entsprechend werben Hersteller und Fachhändler einander Leute ab.

Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zur Gebietsleitung, ins Produktmanagement oder in die Vertriebsleitung. Manche wechseln zum Hersteller und übernehmen dort die technische Anwendungsberatung für mehrere Länder. Ein Wechsel in die Arbeitssicherheit auf Kundenseite ist ebenfalls möglich.

Aufgaben

  • Bestandskunden in Pharma, Halbleiterfertigung und Industrie betreuen
  • Reinraumbekleidung, Verbrauchsmaterial und Schutzausrüstung technisch beraten
  • Anforderungen an Reinraumklassen und Schutznormen mit Kunden klären
  • Tragetests, Produktvorführungen und Schulungen beim Kunden durchführen
  • Angebote kalkulieren, Rahmenverträge und Ausschreibungen bearbeiten
  • Neukunden im zugewiesenen Vertriebsgebiet gewinnen
  • Kundendaten, Besuchsberichte und Forecasts im CRM pflegen
  • mit Herstellern, Innendienst und Logistik zu Lieferterminen abstimmen

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ Studium in Chemie, Verfahrens- oder Pharmatechnik
  • Bereitschaft, Normen und Produktwissen dauerhaft nachzuarbeiten
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft im Vertriebsgebiet
  • sicheres Auftreten in Gesprächen mit Einkauf, QM und Produktionsleitung
  • Englisch für Herstellerkontakte und internationale Kunden
  • Verträglichkeit mit Reinraumbekleidung und Hygieneauflagen bei Kundenbesuchen

Wo man arbeitet

  • Fachhändler für Reinraum- und Arbeitsschutzprodukte
  • Hersteller von Schutzausrüstung und Reinraumbekleidung
  • technische Großhandelsunternehmen
  • Wäschereien und Dienstleister für Reinraumtextilien
  • Homeoffice mit Außendiensttätigkeit beim Kunden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, oder eine technische Ausbildung im Labor- und Produktionsbereich. Danach folgen ein bis drei Jahre im Vertriebsinnendienst mit Produktschulungen der Hersteller, bevor der Wechsel in den Außendienst möglich ist. Ein Bachelor in Chemie, Pharmatechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen ist ein gleichwertiger Einstieg.

Offene Stellen als Sales Specialist Reinraum und Arbeitsschutz

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten Unternehmen dabei, Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu verhindern. Sie beurteilen Gefährdungen an Arbeitsplätzen, prüfen Anlagen und Betriebsabläufe und unterstützen die Geschäftsführung bei allen Fragen des Arbeitsschutzes.

Offene Stellen
50
Monatsbrutto
3.300 – 8.000 €

Technischer Vertriebsmitarbeiter

Technische Vertriebsmitarbeiter verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Bauteile, Software oder Anlagentechnik. Sie verbinden technisches Verständnis mit Beratung, Angebotserstellung und Preisverhandlung.

Offene Stellen
11
Monatsbrutto
2.900 – 8.000 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz