Was macht man in Sales & Kommunikation?
Der Arbeitstag beginnt meist im Postfach und im CRM-System. Anfragen sind eingegangen, Angebote laufen ab, Termine müssen bestätigt werden. Danach folgt der Teil, der den Beruf ausmacht: Gespräche mit Kunden. Am Telefon, in Videokonferenzen, beim Kunden vor Ort oder auf Messen. Es geht darum herauszufinden, was jemand braucht, ob das eigene Produkt dazu passt, und was es kosten soll.
Der Kommunikationsteil kommt dazu, wenn Unternehmen die Rollen nicht trennen. Dann schreibt dieselbe Person auch Produkttexte, betreut LinkedIn-Kanäle, bereitet Presseinformationen vor, erstellt Präsentationen und stimmt Kampagnen mit Agenturen ab. In größeren Häusern sind Vertrieb und Kommunikation eigene Abteilungen, in kleinen und mittleren Betrieben sowie in Start-ups liegt beides in einer Hand.
Messbar ist die Arbeit über Zahlen: Umsatz, Anzahl der Abschlüsse, Länge des Verkaufszyklus, Reichweiten. Wer im Vertrieb arbeitet, arbeitet gegen Ziele, die quartalsweise neu gesetzt werden.
Wie wird man Mitarbeiter in Sales & Kommunikation?
Es gibt keinen einzigen vorgeschriebenen Weg. Klassisch führen die Ausbildungen zum Kaufmann für Büromanagement, zum Industriekaufmann, zum Groß- und Außenhandelskaufmann oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation in dieses Feld. Ebenso häufig sind Studienabschlüsse in Betriebswirtschaft, Kommunikations- oder Medienwissenschaft, Wirtschaftspsychologie oder einem Fach, das zum Produkt passt – bei technischen Gütern etwa Ingenieurwesen.
Der Quereinstieg ist in kaum einem anderen kaufmännischen Bereich so verbreitet. Wer überzeugend sprechen kann, strukturiert arbeitet und Ablehnung wegsteckt, findet auch ohne passenden Abschluss Einstiegsstellen, oft im Innendienst oder in der Kaltakquise. Viele Arbeitgeber schulen Produktwissen und Verkaufsmethodik selbst.
Was der Beruf verlangt
Der größte Teil des Tages ist Reden und Schreiben. Wer nach vier Telefonaten leer ist, wird damit nicht glücklich. Ablehnung gehört dazu: Die meisten Kontakte führen zu keinem Abschluss, und das täglich. Der Druck durch Zielvorgaben ist real und wird in vielen Unternehmen sichtbar auf Dashboards gespiegelt.
Die Arbeitszeiten sind meist Bürozeiten, aber Kundentermine, Messen und internationale Zeitzonen dehnen sie. Positionen im Außendienst bedeuten Reisetage, Übernachtungen und viel Autobahn. Dazu kommt der Zwang, ständig neue Produkte, Märkte und Werkzeuge zu verstehen – von neuen CRM-Systemen bis zu KI-gestützter Textarbeit.
Das Gehalt hängt in Teilen an der eigenen Leistung. Variable Anteile sind üblich, was in guten Jahren viel und in schlechten wenig bedeutet.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil jedes Unternehmen verkaufen muss. Besonders gesucht sind Menschen, die erklärungsbedürftige Produkte verkaufen können – Software, Industriegüter, Medizintechnik. Reine Kaltakquise am Telefon wird dagegen zunehmend automatisiert.
Entwicklungswege führen zum Key Account Management, zur Teamleitung im Vertrieb, in den Bereich Sales Operations mit Fokus auf Daten und Prozesse oder in die Unternehmenskommunikation mit Verantwortung für Marke und Presse. Wer über Jahre ein Branchennetzwerk aufbaut, ist auch bei Arbeitgeberwechseln gut aufgestellt.