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Projektleiter Ladenbau

Projektleiter im Ladenbau steuern die Einrichtung von Geschäften, Filialen und Messeständen von der Planung bis zur Übergabe. Sie koordinieren Gewerke, Termine und Kosten zwischen Kunde, Werkstatt und Montageteams.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Projektleiter Ladenbau verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.700 € 5.500 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.800 € 7.500 € 69.600 €

Ladenbauunternehmen sind meist mittelständisch und nicht tarifgebunden; wo Tarif gilt, ist es häufig der Tarifvertrag der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie des jeweiligen Bundeslandes. Am stärksten wirken Unternehmensgröße, internationale Projekte und die Höhe der eigenverantwortlich geführten Auftragsvolumen; Reise- und Montagezulagen kommen oft hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Projektleiter Ladenbau?

Wenn eine Modekette dreißig Filialen umbaut, eine Bäckerei ein neues Ladenlokal eröffnet oder ein Hersteller einen Messestand braucht, steht am Anfang ein Auftrag und am Ende ein fertig eingerichteter Raum. Dazwischen arbeitet der Projektleiter Ladenbau. Er prüft die Ausführungsplanung des Architekten oder Innenarchitekten auf Machbarkeit, kalkuliert Material und Fertigungsstunden, holt Angebote von Elektrikern, Trockenbauern, Bodenlegern und Lichtplanern ein und legt einen Terminplan fest, der oft an ein feststehendes Eröffnungsdatum gekoppelt ist.

Im laufenden Projekt telefoniert und schreibt er viel: mit dem Kunden über Änderungswünsche, mit der Tischlerei über Fertigungsfreigaben, mit dem Vermieter über Anlieferzeiten im Einkaufszentrum, mit dem Montageleiter über Personal auf der Baustelle. Er kontrolliert Aufmaße, gibt Muster und Oberflächen frei, verfolgt Lieferungen, dokumentiert Nachträge und rechnet das Projekt am Ende ab. Baustellenbesuche gehören dazu, häufig mehrere pro Woche und über größere Entfernungen. Zur Übergabe erstellt er Mängellisten und begleitet die Nachbesserung.

Wie wird man Projektleiter Ladenbau?

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Viele kommen aus dem Tischlerhandwerk und haben nach der dreieinhalbjährigen Ausbildung den Meister oder eine Weiterbildung zum Techniker Holztechnik angeschlossen. Andere haben Innenausbau, Holztechnik, Architektur oder Bauingenieurwesen studiert oder wechseln aus der Bauleitung, dem Messebau oder dem technischen Einkauf. Entscheidend ist die Verbindung aus Fertigungswissen und Organisationsfähigkeit: Wer nicht einschätzen kann, wie lange eine furnierte Theke in der Werkstatt braucht, kann keinen belastbaren Terminplan schreiben. Der Einstieg erfolgt meist als Assistenz oder Junior-Projektleiter über ein bis zwei Jahre.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf lebt von festen Terminen, und die verschieben sich selten nach hinten. Eröffnungstermine stehen in Mietvertragen, Messen beginnen an einem bestimmten Tag. Wenn eine Lieferung ausfällt oder der Estrich nicht trocken ist, muss innerhalb von Stunden eine Lösung her. Montagen laufen häufig nachts oder am Wochenende, weil Einkaufszentren tagsüber geöffnet sind, und der Projektleiter ist dann erreichbar oder vor Ort. Reisetätigkeit mit Übernachtungen ist in vielen Stellen die Regel, teils europaweit.

Dazu kommt der Druck von zwei Seiten: Der Kunde will Änderungen ohne Mehrkosten, die eigene Kalkulation lässt keinen Spielraum. Konflikte sachlich zu führen und Nachträge sauber zu dokumentieren, ist ein wesentlicher Teil der Arbeit. Wer geordnete Bürozeiten sucht, ist hier falsch.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, aber konjunkturabhängig. Der stationäre Handel investiert weniger in Flächenwachstum als früher, dafür mehr in Umbauten, Nachhaltigkeitskonzepte und kürzere Ladenzyklen. Gastronomie, Apotheken, Autohäuser und Bankfilialen sind weitere Auftraggeber. Erfahrene Projektleiter sind schwer zu finden, weil die Kombination aus Werkstattkenntnis und kaufmännischer Sicherheit selten ist. Entwicklungswege führen zur Leitung mehrerer Projekte, zur Bereichs- oder Niederlassungsleitung, in den Vertrieb mit technischem Schwerpunkt oder in die Rollout-Steuerung großer Filialketten.

Aufgaben

  • Ausführungsplanung prüfen und Machbarkeit mit der Fertigung klären
  • Material, Fertigungsstunden und Fremdleistungen kalkulieren
  • Terminpläne erstellen und Gewerke auf der Baustelle koordinieren
  • Angebote von Nachunternehmern einholen und vergeben
  • Muster, Oberflächen und Fertigungszeichnungen freigeben
  • Baustellen begehen, Aufmaße und Ausführungsqualität kontrollieren
  • Änderungswünsche bewerten, Nachträge dokumentieren und abrechnen
  • Abnahme begleiten, Mängellisten führen und Nachbesserung veranlassen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Tischler- oder Innenausbaubereich, Technikerabschluss, Meister oder ein Studium in Holztechnik, Innenarchitektur oder Bauwesen
  • Kenntnisse in Fertigung und Montage von Möbeln und Innenausbauten
  • Sicherer Umgang mit CAD-Zeichnungen, Kalkulation und Projektsoftware
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu häufigen Dienstreisen
  • Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit bei Termindruck
  • Englischkenntnisse bei international tätigen Unternehmen

Wo man arbeitet

  • Ladenbauunternehmen und Innenausbaubetriebe
  • Tischlereien mit Objektgeschäft
  • Messebauunternehmen
  • Bauabteilungen von Handelsketten und Filialunternehmen
  • Generalunternehmer für Innenausbau

Der Weg in den Beruf

Üblich ist zunächst eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Tischler oder in einem Bauberuf, gefolgt von einer Weiterbildung zum Techniker Holztechnik oder zum Meister, die je nach Form ein bis drei Jahre dauert. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Holztechnik, Innenarchitektur oder Bauingenieurwesen in sechs bis sieben Semestern in den Beruf. In beiden Fällen folgen ein bis zwei Jahre als Junior-Projektleiter oder in der Projektassistenz.

Offene Stellen als Projektleiter Ladenbau

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