Was macht ein Mitarbeiter Stewarding?
Stewarding ist der Reinigungs- und Versorgungsbereich einer professionellen Küche. Mitarbeiter im Stewarding bedienen Bandspülmaschinen und Haubenspüler, reinigen Töpfe, Pfannen, Bleche und Behälter von Hand, wenn die Maschine nicht ausreicht, und sortieren Geschirr, Gläser und Besteck zurück in die Ausgabe. Sie polieren Gläser und Bestecke für den Bankett- und Restaurantservice, stellen Buffetplatten und Chafing Dishes bereit und geben Geschirr für Veranstaltungen aus.
Dazu kommt die Reinigung der Küche selbst: Böden, Abflüsse, Fettabscheider, Arbeitsflächen, Kombidämpfer, Kippbratpfannen und Dunstabzüge. Müll und Speisereste werden getrennt, gesammelt und entsorgt, Leergut sortiert. In größeren Häusern übernimmt das Stewarding auch die Inventur des Geschirrs, meldet Bruch und kümmert sich um die Reinigungsmittelbestände. Die Arbeit ist stark in den Küchenablauf eingebunden: Wenn das Stewarding stockt, fehlen dem Service Teller.
Wie wird man Mitarbeiter Stewarding?
Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Häuser stellen an- und ungelernte Kräfte ein und schulen intern in Maschinenbedienung, Dosierung der Reinigungschemie und Hygienevorschriften. Vorgeschrieben ist die Erstunterweisung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt oder eine beauftragte Stelle. Wer aus der Reinigungsbranche, der Küchenhilfe oder aus der Produktion kommt, findet sich schnell ein.
Der Beruf ist ein häufiger Einstieg für Menschen ohne deutschen Berufsabschluss und mit geringen Deutschkenntnissen. Wer bleiben will, kann sich zum Chef de Plonge oder Stewarding Supervisor entwickeln und dann Dienstpläne, Bestellungen und Einarbeitung übernehmen. Möglich ist auch der Wechsel in die Küche als Küchenhilfe und von dort in eine Ausbildung zur Fachkraft Küche oder zum Koch.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Stehen über die ganze Schicht, Heben von schweren Töpfen und Geschirrkörben, Hitze und Dampf an der Spülmaschine, nasse und rutschige Böden. Die Hände sind dauernd feucht, Hautprobleme sind verbreitet, Schutzhandschuhe und Hautschutzplan sind daher Pflichtthemen. Lärm von Maschinen und Geschirr gehört dazu.
Gearbeitet wird, wenn die Küche arbeitet: abends, an Wochenenden und Feiertagen, in Schichten, in Hotels oft geteilt. Wenn Bankette oder Buffets laufen, entsteht hoher Zeitdruck in Wellen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des Gastgewerbes, häufig nahe dem Mindestlohn oder der untersten Tarifgruppe. Anerkennung ist gering, die Fluktuation hoch, und Personalmangel bedeutet oft, dass weniger Leute die gleiche Menge Geschirr bewältigen müssen. Zuverlässigkeit und Tempo zählen mehr als Vorwissen.
Aussichten
Der Bedarf ist stabil und hoch. Hotels, Kliniken, Kantinen und Caterer suchen dauerhaft Spülkräfte, offene Stellen bleiben lange unbesetzt. Wer verlässlich erscheint, sauber arbeitet und sich einarbeiten lässt, findet ohne lange Suche eine Anstellung, vielerorts auch in Teilzeit oder als Aushilfe. Aufstiege innerhalb des Stewarding sind begrenzt, aber vorhanden; der praktischere Weg nach oben führt über die Küche oder über eine Ausbildung im Gastgewerbe. Automatisierte Bandspülanlagen verändern die Arbeit, ersetzen sie aber nicht.