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Gastronomie & Tourismus

Mitarbeiter Stewarding

Mitarbeiter im Stewarding sorgen in Hotels und Großküchen dafür, dass Geschirr, Töpfe, Bleche und Küchengeräte gereinigt und einsatzbereit sind. Sie arbeiten in der Spülküche und halten die Küchenbereiche sauber.

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Gehalt

Was man als Mitarbeiter Stewarding verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.000 € 2.200 € 2.450 € 26.400 €
Mit Berufserfahrung 2.150 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €

Die Vergütung liegt meist knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn; in tarifgebundenen Häusern gelten die regionalen Manteltarifverträge für das Hotel- und Gaststättengewerbe (DEHOGA), in Kliniken und Kantinen öffentlicher Träger teils der TVöD, der spürbar besser zahlt. Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge machen einen erheblichen Teil des tatsächlichen Verdienstes aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Stewarding?

Stewarding ist der Reinigungs- und Versorgungsbereich einer professionellen Küche. Mitarbeiter im Stewarding bedienen Bandspülmaschinen und Haubenspüler, reinigen Töpfe, Pfannen, Bleche und Behälter von Hand, wenn die Maschine nicht ausreicht, und sortieren Geschirr, Gläser und Besteck zurück in die Ausgabe. Sie polieren Gläser und Bestecke für den Bankett- und Restaurantservice, stellen Buffetplatten und Chafing Dishes bereit und geben Geschirr für Veranstaltungen aus.

Dazu kommt die Reinigung der Küche selbst: Böden, Abflüsse, Fettabscheider, Arbeitsflächen, Kombidämpfer, Kippbratpfannen und Dunstabzüge. Müll und Speisereste werden getrennt, gesammelt und entsorgt, Leergut sortiert. In größeren Häusern übernimmt das Stewarding auch die Inventur des Geschirrs, meldet Bruch und kümmert sich um die Reinigungsmittelbestände. Die Arbeit ist stark in den Küchenablauf eingebunden: Wenn das Stewarding stockt, fehlen dem Service Teller.

Wie wird man Mitarbeiter Stewarding?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Häuser stellen an- und ungelernte Kräfte ein und schulen intern in Maschinenbedienung, Dosierung der Reinigungschemie und Hygienevorschriften. Vorgeschrieben ist die Erstunterweisung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt oder eine beauftragte Stelle. Wer aus der Reinigungsbranche, der Küchenhilfe oder aus der Produktion kommt, findet sich schnell ein.

Der Beruf ist ein häufiger Einstieg für Menschen ohne deutschen Berufsabschluss und mit geringen Deutschkenntnissen. Wer bleiben will, kann sich zum Chef de Plonge oder Stewarding Supervisor entwickeln und dann Dienstpläne, Bestellungen und Einarbeitung übernehmen. Möglich ist auch der Wechsel in die Küche als Küchenhilfe und von dort in eine Ausbildung zur Fachkraft Küche oder zum Koch.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Stehen über die ganze Schicht, Heben von schweren Töpfen und Geschirrkörben, Hitze und Dampf an der Spülmaschine, nasse und rutschige Böden. Die Hände sind dauernd feucht, Hautprobleme sind verbreitet, Schutzhandschuhe und Hautschutzplan sind daher Pflichtthemen. Lärm von Maschinen und Geschirr gehört dazu.

Gearbeitet wird, wenn die Küche arbeitet: abends, an Wochenenden und Feiertagen, in Schichten, in Hotels oft geteilt. Wenn Bankette oder Buffets laufen, entsteht hoher Zeitdruck in Wellen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des Gastgewerbes, häufig nahe dem Mindestlohn oder der untersten Tarifgruppe. Anerkennung ist gering, die Fluktuation hoch, und Personalmangel bedeutet oft, dass weniger Leute die gleiche Menge Geschirr bewältigen müssen. Zuverlässigkeit und Tempo zählen mehr als Vorwissen.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil und hoch. Hotels, Kliniken, Kantinen und Caterer suchen dauerhaft Spülkräfte, offene Stellen bleiben lange unbesetzt. Wer verlässlich erscheint, sauber arbeitet und sich einarbeiten lässt, findet ohne lange Suche eine Anstellung, vielerorts auch in Teilzeit oder als Aushilfe. Aufstiege innerhalb des Stewarding sind begrenzt, aber vorhanden; der praktischere Weg nach oben führt über die Küche oder über eine Ausbildung im Gastgewerbe. Automatisierte Bandspülanlagen verändern die Arbeit, ersetzen sie aber nicht.

Aufgaben

  • Bandspül- und Haubenspülmaschinen bestücken und bedienen
  • Töpfe, Bleche und Küchengeräte von Hand reinigen
  • Geschirr, Gläser und Besteck sortieren und polieren
  • Küchenböden, Arbeitsflächen und Geräte reinigen
  • Müll, Speisereste und Leergut trennen und entsorgen
  • Geschirr und Buffetausstattung für Veranstaltungen bereitstellen
  • Reinigungsmittel dosieren und Bestände melden

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Erstunterweisung nach Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben, Hitze und Feuchtigkeit
  • Bereitschaft zu Schicht-, Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Zuverlässigkeit und zügiges Arbeiten unter Zeitdruck
  • Grundkenntnisse Deutsch oder Englisch für Absprachen im Team
  • Keine Hauterkrankung, die dauernde Feuchtarbeit ausschließt

Wo man arbeitet

  • Hotels mit eigener Küche
  • Restaurants und Systemgastronomie
  • Betriebs- und Klinikküchen
  • Catering- und Bankettbetriebe
  • Kantinen von Mensen und Pflegeeinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Für das Stewarding ist keine Ausbildung vorgeschrieben; die Einarbeitung erfolgt im Betrieb innerhalb weniger Tage bis Wochen. Vor dem ersten Arbeitstag ist die Hygieneunterweisung nach Infektionsschutzgesetz nötig. Wer einen Abschluss anstrebt, kann über die Küchenhilfe in eine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche oder eine dreijährige Kochausbildung wechseln.

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Verwandte Berufe

Küchenhilfe

Küchenhilfen unterstützen Köchinnen und Köche bei der Vorbereitung von Speisen, putzen und schneiden Gemüse, spülen Geschirr und halten die Küche sauber. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit körperlich anstrengend und meist niedrig bezahlt.

Offene Stellen
22
Monatsbrutto
2.100 – 3.200 €

Reinigungskraft

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25
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2.100 – 3.500 €

Spülkraft

Spülkräfte reinigen Geschirr, Töpfe, Bleche und Küchengeräte in Gastronomie- und Großküchenbetrieben und halten den Spülbereich sauber. Der Beruf erfordert keine Ausbildung, aber körperliche Ausdauer und Tempo.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
2.100 – 3.200 €

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