Manager Quality Assurance International
Manager Quality Assurance International verantworten die Qualitätssicherung eines Unternehmens über Länder- und Standortgrenzen hinweg. Sie vereinheitlichen Prüfverfahren, auditieren Werke und Lieferanten im Ausland und sorgen dafür, dass Produkte überall dieselben Normen und Zulassungsanforderungen erfüllen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Manager Quality Assurance International verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.200 € | 4.900 € | 5.800 € | 58.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.300 € | 6.400 € | 7.600 € | 76.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 8.200 € | 11.000 € | 98.400 € |
Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: In tarifgebundenen Konzernen der Metall- und Elektroindustrie (IG-Metall-Tarif, meist Entgeltgruppen EG 12 bis EG 14 mit übertariflichen Zulagen) sowie in Pharma und Chemie (Bundesentgelttarifvertrag Chemie) liegen die Werte deutlich über denen mittelständischer Zulieferer ohne Tarifbindung. Hoher Reiseanteil wird häufig über Zulagen und Bonusregelungen abgegolten, die in diesen Zahlen nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Manager Quality Assurance International?
Die Aufgabe beginnt dort, wo ein Unternehmen an mehreren Standorten in mehreren Ländern produzieren oder einkaufen lässt. Ein indisches Werk arbeitet nach anderen Gewohnheiten als eines in Tschechien, ein Zulieferer in Vietnam dokumentiert anders als einer in Baden-Württemberg. Der Manager Quality Assurance International schreibt die gemeinsamen Regeln, prüft, ob sie eingehalten werden, und greift ein, wenn nicht.
Konkret heißt das: Qualitätsmanagementhandbücher und Verfahrensanweisungen erstellen und pflegen, Audits planen und durchführen, Abweichungen bewerten, Korrekturmaßnahmen mit den lokalen Verantwortlichen vereinbaren und deren Umsetzung nachhalten. Bei Reklamationen und Rückrufen wird die Ursache systematisch analysiert, oft mit Methoden wie 8D, Ishikawa oder FMEA. Dazu kommen Freigaben neuer Lieferanten, die Betreuung von Zertifizierungsaudits durch externe Stellen und die Berichterstattung an die Geschäftsführung über Kennzahlen wie Fehlerraten, Reklamationskosten und Auditergebnisse. In regulierten Branchen – Pharma, Medizintechnik, Lebensmittel, Luftfahrt – kommt die Kommunikation mit Behörden hinzu.
Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Kommunikation über Zeitzonen und Kulturen hinweg, meist auf Englisch. Wer in einem chinesischen Werk eine Prozessänderung durchsetzen will, ohne Weisungsbefugnis vor Ort zu haben, braucht Verhandlungsgeschick und Geduld.
Wie wird man Manager Quality Assurance International?
Üblich ist ein abgeschlossenes Studium in Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Chemie, Pharmazie, Lebensmitteltechnologie oder Wirtschaftsingenieurwesen. Der Einstieg erfolgt fast nie direkt: Meist arbeitet man einige Jahre in der Qualitätssicherung, der Produktion, der Entwicklung oder im Lieferantenmanagement, bevor die internationale Verantwortung dazukommt. Auch Techniker und Meister mit langer Qualitätserfahrung erreichen die Position, insbesondere in mittelständischen Betrieben.
Wichtig sind Zusatzqualifikationen: Auditor nach ISO 9001, IATF 16949 in der Automobilindustrie, ISO 13485 in der Medizintechnik, GMP-Kenntnisse in Pharma und Chemie, dazu Six Sigma. Diese Zertifikate werden bei DGQ, TÜV, DEKRA oder ähnlichen Anbietern erworben und in Stellenanzeigen häufig ausdrücklich verlangt.
Was der Beruf verlangt
Reisetätigkeit ist der härteste Punkt. Zwanzig bis vierzig Prozent Reiseanteil sind normal, in Aufbauphasen mehr, oft nach Asien, Osteuropa oder Nordamerika. Das kollidiert mit Familienleben und geht auf die Substanz. Wer nicht reist, telefoniert dafür morgens mit Asien und abends mit Amerika.
Dazu kommt eine Rolle, die selten beliebt macht: Wer Fehler dokumentiert und Lieferungen sperrt, steht regelmäßig gegen Vertrieb, Einkauf und Werkleitung, die liefern wollen. Man braucht Standfestigkeit und die Fähigkeit, Positionen sachlich zu begründen. In regulierten Branchen trägt die Position außerdem eine persönliche Verantwortung, die bei Behördeninspektionen spürbar wird. Verhandlungssicheres Englisch ist Voraussetzung, eine weitere Sprache hilft.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und eher steigend. Lieferketten sind komplexer geworden, Regulierung nimmt zu – EU-Medizinprodukteverordnung, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Cybersecurity-Anforderungen. Unternehmen brauchen Leute, die das über Standorte hinweg beherrschen. Entwicklungswege führen zum Leiter Qualitätsmanagement, zum QM-Beauftragten der Geschäftsführung oder in Richtung Operations- und Werkleitung. Ein Wechsel in die Beratung oder zu benannten Stellen und Zertifizierungsgesellschaften ist ebenfalls verbreitet.
Aufgaben
- Konzernweite Qualitätsstandards und Verfahrensanweisungen entwickeln
- Interne Audits an ausländischen Standorten planen und durchführen
- Lieferanten qualifizieren, auditieren und bei Abweichungen entwickeln
- Reklamationen und Rückrufe bearbeiten, Ursachen analysieren
- Korrekturmaßnahmen vereinbaren und deren Wirksamkeit prüfen
- Zertifizierungs- und Kundenaudits vorbereiten und begleiten
- Qualitätskennzahlen auswerten und an die Geschäftsführung berichten
- Lokale Qualitätsteams fachlich anleiten und schulen
Voraussetzungen
- Abgeschlossenes technisches oder naturwissenschaftliches Studium, alternativ Techniker mit langer Berufserfahrung
- Mehrjährige Erfahrung in Qualitätssicherung, Produktion oder Entwicklung
- Kenntnis der relevanten Normen, etwa ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485 oder GMP
- Auditorenqualifikation, häufig ergänzt um Six Sigma
- Verhandlungssicheres Englisch
- Bereitschaft zu regelmäßigen Auslandsreisen
- Durchsetzungsfähigkeit und interkulturelles Fingerspitzengefühl
Wo man arbeitet
- Industrieunternehmen mit mehreren Produktionsstandorten
- Automobilzulieferer
- Pharma- und Medizintechnikhersteller
- Lebensmittel- und Konsumgüterkonzerne
- Maschinen- und Anlagenbau
- Prüf- und Zertifizierungsgesellschaften
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg führt über ein vier- bis fünfjähriges Ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium mit Bachelor- oder Masterabschluss. Darauf folgen meist fünf bis acht Jahre Praxis in der Qualitätssicherung oder Produktion, begleitet von Zusatzqualifikationen als zertifizierter Auditor. Erst danach wird die internationale Verantwortung übertragen.
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Manager Quality Assurance International – Alcoholic Beverages (m/w/d)
Manager Quality Assurance International – Dairy (m/w/d)
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