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Logistik & Verkehr

Lkw Berufskraftfahrer

Lkw-Berufskraftfahrer transportieren Güter auf der Straße, sichern die Ladung und halten Lenk- und Ruhezeiten ein. Der Beruf verbindet Fahren mit Verantwortung für Fahrzeug, Fracht und Termine.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Lkw Berufskraftfahrer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 2.900 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €

Entscheidend sind Einsatzart und Tarifbindung: Betriebe im Tarifvertrag für das private Transport- und Verkehrsgewerbe oder im TVöD (kommunale Entsorgung) zahlen verlässlicher als kleine Speditionen. Spesen, Nacht- und Wochenendzulagen sowie Zusatzqualifikationen wie ADR oder Tankwagen machen oft mehrere hundert Euro im Monat aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Lkw-Berufskraftfahrer?

Lkw-Berufskraftfahrer bringen Waren von A nach B: Paletten vom Zentrallager in die Filiale, Baustoffe zur Baustelle, Kühlware zum Supermarkt, Gefahrgut zum Chemiewerk. Der Arbeitstag beginnt meist mit der Abfahrtkontrolle - Reifen, Bremsen, Licht, Ölstand, Ladungssicherungsmittel. Danach folgt das Beladen, oft mit Hubwagen oder Stapler, teils zusammen mit dem Lagerpersonal, teils allein. Auf der Tour kommen Papiere dazu: Frachtbriefe, Lieferscheine, Palettenscheine, Temperaturprotokolle bei Kühltransporten. Fast alles wird digital erfasst, per Bordcomputer oder Scanner-App.

Der Alltag unterscheidet sich stark je nach Einsatzart. Im Nahverkehr gibt es zwanzig oder mehr Stopps am Tag, viel Rangieren in engen Innenhöfen und körperliche Arbeit beim Abladen. Im Fernverkehr sind es lange Etappen, Übernachtungen in der Kabine und Wochen unterwegs. Dazu kommen Spezialbereiche: Tankwagen, Silo, Schwertransport, Abfallentsorgung, Baustellenverkehr, Autotransport.

Wie wird man Lkw-Berufskraftfahrer?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer, in der Führerschein, Ladungssicherung, Fahrzeugtechnik und Logistikwissen zusammen vermittelt werden. Ein Schulabschluss ist formal nicht vorgeschrieben, die Betriebe erwarten meist den Hauptschul- oder Realschulabschluss.

Häufiger ist heute der Quereinstieg. Wer über 21 ist, kann den Führerschein CE plus die beschleunigte Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz erwerben - das dauert je nach Modell wenige Wochen bis einige Monate. Die Kosten liegen im mittleren vierstelligen Bereich; die Agentur für Arbeit oder der künftige Arbeitgeber übernehmen sie oft. Alle fünf Jahre sind 35 Stunden Weiterbildung Pflicht, sonst erlischt die Fahrerlaubnis für die gewerbliche Nutzung. Zusatzscheine wie ADR für Gefahrgut oder der Kranschein erweitern die Einsatzmöglichkeiten.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist von Zeitdruck geprägt: Zeitfenster an der Rampe, Staus, Wartezeiten, die niemand bezahlt. Lenk- und Ruhezeiten sind eng geregelt und werden digital überwacht - Verstöße treffen den Fahrer persönlich mit Bußgeldern. Nachtfahrten, Wochenendarbeit und Bereitschaft am Sonntagabend gehören dazu. Im Fernverkehr bedeutet das mehrere Nächte pro Woche fern von der Familie, Duschen an der Raststätte, wenig Privatsphäre.

Körperlich fordert vor allem der Nahverkehr: Rollcontainer schieben, Rampen bedienen, Getränkekisten heben. Dauerhaftes Sitzen, unregelmäßiges Essen und wenig Bewegung schlagen langfristig auf Rücken und Gesundheit. Wer den Beruf ausüben will, braucht die medizinische Eignung, ausreichendes Sehvermögen und ein einwandfreies Punktekonto. Ruhe im Straßenverkehr und Sorgfalt bei der Ladungssicherung sind keine Nebensache - eine ungesicherte Palette kann Menschenleben kosten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wächst weiter, weil viele Fahrer in den kommenden Jahren in Rente gehen und deutlich weniger nachrücken. Wer einen CE-Führerschein und einen sauberen Leumund hat, findet in fast jeder Region Arbeit, häufig mit Übernahmezusage schon während der Qualifizierung. Der Wettbewerb über osteuropäische Fahrer drückt in Teilen des Fernverkehrs auf die Bedingungen, im Nahverkehr und bei Spezialtransporten ist die Lage für Bewerber günstiger.

Entwicklungswege führen in Spezialtransporte, in die Disposition, zum Fahrlehrer oder Ausbilder, zur Fachkraft für Lagerlogistik mit Führungsaufgaben oder über die Meisterprüfung im Kraftverkehr in Richtung Betriebsleitung. Manche machen sich mit eigenem Fahrzeug selbstständig - das setzt kaufmännisches Wissen und Nervenstärke bei den Kosten voraus.

Aufgaben

  • Güter im Nah- oder Fernverkehr transportieren
  • Abfahrtkontrolle und technische Prüfung des Fahrzeugs
  • Ladung aufnehmen, verteilen und vorschriftsmäßig sichern
  • Lenk- und Ruhezeiten einhalten und dokumentieren
  • Frachtpapiere und Lieferscheine bearbeiten
  • Tourenplanung umsetzen und Verzögerungen melden
  • Fahrzeug pflegen, Mängel und Schäden anzeigen
  • bei Gefahrgut oder Kühlware zusätzliche Vorschriften beachten

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse C/CE mit Schlüsselzahl 95 oder abgeschlossene Berufskraftfahrer-Ausbildung
  • Grundqualifikation nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und regelmäßige Weiterbildung
  • ärztliche und augenärztliche Eignungsuntersuchung
  • Fahreignungsregister ohne schwerwiegende Einträge
  • körperliche Belastbarkeit für Be- und Entladen
  • Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Stressresistenz
  • Deutschkenntnisse für Papiere und Kundenkontakt

Wo man arbeitet

  • Speditionen und Transportunternehmen
  • Handelsketten und Logistikzentren
  • Bau- und Baustoffbetriebe
  • Entsorgungs- und Kommunalbetriebe
  • Brauereien, Getränke- und Lebensmittellogistik
  • Industriebetriebe mit eigenem Werksverkehr

Der Weg in den Beruf

Üblich sind zwei Wege: die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer mit IHK-Abschluss oder der Quereinstieg über den Führerschein CE und die beschleunigte Grundqualifikation, die zusammen meist drei bis sechs Monate dauern. Alle fünf Jahre sind 35 Stunden Pflichtweiterbildung nachzuweisen.

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