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Gastronomie & Tourismus

Küchenmonteur

Küchenmonteure bauen Einbauküchen und gastronomische Großküchen beim Kunden auf: Sie stellen Schränke, passen Arbeitsplatten an, schließen Geräte an Wasser, Abwasser und Strom an und übergeben die fertige Küche.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Küchenmonteur verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €

Ausschlaggebend sind Tarifbindung und Zusatzqualifikationen: In Betrieben mit Tarifvertrag des Tischlerhandwerks oder des SHK-Handwerks liegen die Sätze verlässlicher, im Montagedienstleistungsgeschäft wird oft frei verhandelt oder nach Auftragspauschale bezahlt. Wer Elektro- oder Kälteanschlüsse eigenverantwortlich ausführt und Großküchen montiert, verdient deutlich mehr; Montagezulagen, Auslöse und Überstunden machen einen spürbaren Teil des tatsächlichen Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Küchenmonteur?

Der Arbeitstag beginnt meist am Lager oder im Betriebshof: Ware kontrollieren, Auftragsmappe prüfen, Fahrzeug beladen. Danach geht es zur Baustelle oder in die Privatwohnung. Dort wird zuerst die alte Küche demontiert und entsorgt, dann werden Wände und Anschlüsse aufgemessen. Selten ist ein Boden waagerecht und eine Wand im rechten Winkel, deshalb gehört das Ausrichten und Unterfüttern der Unterschränke zu den zeitraubendsten Arbeiten. Arbeitsplatten aus Holzwerkstoff werden vor Ort zugeschnitten, Ausschnitte für Spüle und Kochfeld gefräst, Fugen versiegelt. Bei Stein- oder Keramikplatten kommt ein Aufmaßtermin dazu.

Geräte werden montiert und angeschlossen: Geschirrspüler an Zu- und Ablauf, Dunstabzug an den Abluftkanal, Kochfeld und Backofen an vorbereitete Elektroanschlüsse. Wer die entsprechende Qualifikation hat, setzt auch Steckdosen oder legt Leitungen. Im gastronomischen Bereich geht es um Großküchentechnik: Kombidämpfer, Kippbratpfannen, Kühlzellen, Edelstahlmöbel, Abluft- und Fettabscheidersysteme. Diese Montagen laufen häufig nachts oder am Wochenende, damit der Betrieb weiterlaufen kann. Am Ende steht die Übergabe: Funktionen erklären, Protokoll unterschreiben lassen, Mängel notieren.

Wie wird man Küchenmonteur?

Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Der übliche Weg führt über eine Ausbildung zum Tischler oder Schreiner, zum Holzmechaniker oder zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Für den Anschluss von Geräten und für Großküchentechnik sind Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung, Klimatechnik sowie Elektroniker und Mechatroniker für Kältetechnik gefragt. Viele Betriebe stellen auch Quereinsteiger mit handwerklichem Geschick ein und lassen sie zunächst als zweite Kraft mitfahren. Elektroarbeiten dürfen dann allerdings nur mit entsprechender Qualifikation oder unter Aufsicht ausgeführt werden. Küchenstudios und Hersteller bieten Produktschulungen an, dazu kommen Lehrgänge für den Umgang mit Gas- und Kälteanlagen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Geräte und Arbeitsplatten wiegen schwer, oft muss ohne Aufzug in obere Stockwerke getragen werden, viel wird kniend oder über Kopf gearbeitet. Rücken und Knie merken das nach Jahren. Der Tag beginnt früh, die Fahrzeiten zählen dazu, und wenn eine Montage nicht fertig wird, bleibt man länger. Bei Objektaufträgen und in der Gastronomie kommen Montagewochen mit Übernachtung, Nachtarbeit und Wochenendeinsätze vor.

Dazu kommt der Kundenkontakt in einer angespannten Lage: fehlende Teile, falsch gelieferte Fronten, ein Bauherr, der auf seine Küche wartet. Improvisationsfähigkeit und ruhiges Auftreten sind wichtiger als Tempo. Wer Sauberkeit, Termintreue und saubere Fugen liefert, wird schnell angefragt.

Aussichten

Küchen werden weiter gebaut und getauscht, auch in schwachen Baujahren läuft das Renovierungsgeschäft. Erfahrene Monteure, die Stein bearbeiten, Geräte fachgerecht anschließen und Großküchentechnik beherrschen, sind knapp. Entwicklungswege führen zum Vorarbeiter oder Montageleiter, in den Kundendienst mit Reparatur und Wartung, in die Arbeitsvorbereitung oder ins Aufmaß. Mit Meisterbrief im Tischlerhandwerk ist die Selbstständigkeit möglich; viele Küchenstudios vergeben Montagen an feste Subunternehmer.

Aufgaben

  • Alte Küchen demontieren und Bauteile entsorgen
  • Räume aufmessen, Anschlüsse und Untergründe prüfen
  • Unter- und Oberschränke ausrichten, befestigen und justieren
  • Arbeitsplatten zuschneiden, Ausschnitte fräsen und Fugen abdichten
  • Spülen, Geschirrspüler und Dunstabzüge an Wasser und Abluft anschließen
  • Elektrogeräte und Großküchentechnik anschließen und in Betrieb nehmen
  • Kunden einweisen, Abnahmeprotokolle erstellen und Mängel melden
  • Material auf dem Fahrzeug verwalten und Nachbesserungen erledigen

Voraussetzungen

  • Handwerkliche Ausbildung, meist Tischler, Holzmechaniker oder Anlagenmechaniker SHK, oder nachweisbare Montageerfahrung
  • Führerschein Klasse B, häufig auch C1 für Montagefahrzeuge
  • Körperliche Belastbarkeit, Tragen schwerer Lasten, Arbeit in knieender Haltung
  • Sicherer Umgang mit Handmaschinen wie Oberfräse, Stichsäge und Bohrhammer
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Verständnis für Montagepläne
  • Freundliches, zuverlässiges Auftreten beim Kunden
  • Für Elektro-, Gas- und Kältearbeiten die jeweils erforderliche Fachqualifikation

Wo man arbeitet

  • Küchenstudios und Möbelhäuser
  • Montagedienstleister und Subunternehmen
  • Hersteller von Großküchentechnik
  • Gastronomiebetriebe, Hotels und Kantinen als Einsatzort
  • Privathaushalte und Neubaustellen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung im Tischler- oder Holzmechanikerhandwerk, alternativ zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice in zwei Jahren oder zum Anlagenmechaniker SHK in dreieinhalb Jahren. Der Einstieg in die Küchenmontage erfolgt danach über die Einarbeitung im Betrieb und Produktschulungen der Hersteller. Quereinsteiger mit handwerklicher Erfahrung fahren zunächst als zweite Kraft mit und übernehmen später eigene Aufträge.

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