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Gesundheit & Pflege

Krankenschwester

Krankenschwestern – heute offiziell Pflegefachfrauen – versorgen kranke Menschen im Krankenhaus, im Pflegeheim oder ambulant. Sie überwachen den Zustand der Patienten, führen ärztliche Anordnungen aus und begleiten Menschen in Krisen.

12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Krankenschwester verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.200 € 3.500 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.400 € 5.400 € 52.800 €

In kommunalen und kirchlichen Kliniken gilt meist der TVöD-P oder die AVR, dort entscheiden Entgeltgruppe und Stufe – Intensiv- oder Fachweiterbildungen heben die Einstufung. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst machen mehrere Hundert Euro monatlich aus und sind in diesen Werten nicht enthalten; private Träger ohne Tarifbindung zahlen häufig weniger.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Krankenschwester?

Der Arbeitstag beginnt meist mit der Übergabe: Die Kollegin aus der Nachtschicht berichtet, wer Schmerzen hatte, wer nicht geschlafen hat, bei wem sich Werte verschlechtern. Danach folgt die Grundversorgung – Körperpflege, Lagerung, Unterstützung beim Essen. Krankenschwestern messen Blutdruck, Puls und Temperatur, richten Medikamente und geben sie aus, legen Zugänge, hängen Infusionen an, versorgen Wunden und Drainagen, ziehen Blut ab und bereiten Patienten für Operationen oder Untersuchungen vor.

Ein großer Teil der Arbeit ist Beobachtung. Wer merkt, dass ein Patient verwirrter wird als am Vortag oder auffällig flach atmet, verhindert oft eine Notfallsituation. Dazu kommt die Dokumentation, die inzwischen einen erheblichen Anteil der Schicht ausmacht, die Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Physiotherapie und Sozialdienst sowie die Kommunikation mit Angehörigen. Auf manchen Stationen gehört der Umgang mit Sterbenden zum Alltag.

Wie wird man Krankenschwester?

Die Berufsbezeichnung lautet seit 2020 Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann. Der Weg führt über eine dreijährige duale Ausbildung an einer Pflegeschule, verbunden mit praktischen Einsätzen in Krankenhaus, Altenpflege, Kinderkrankenpflege, Psychiatrie und ambulanter Pflege. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die Ausbildung ist vergütet.

Alternativ gibt es primärqualifizierende Bachelorstudiengänge in Pflege, die zur gleichen Berufszulassung führen und stärker auf Wissenschaft und Steuerung ausgerichtet sind. Quereinsteiger kommen häufig über eine verkürzte Ausbildung nach vorheriger Tätigkeit als Pflegehelferin. Wer im Ausland einen Pflegeabschluss erworben hat, braucht ein Anerkennungsverfahren und meist einen Sprachnachweis auf Niveau B2.

Was der Beruf verlangt

Der Dienst läuft in Wechselschicht, an Wochenenden und Feiertagen. Frühdienst beginnt oft um sechs Uhr, Nachtdienste kommen regelmäßig dazu, geplante freie Tage werden bei Personalausfall verschoben. Körperlich ist die Arbeit anstrengend: Stehen, Gehen, Heben, Umlagern. Rücken- und Schulterprobleme sind verbreitet.

Schwerer wiegt für viele die Personalsituation. Wer für zu viele Patienten zuständig ist, muss ständig entscheiden, was zuerst und was gar nicht getan wird. Das Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, ist ein Hauptgrund für Ausstiege aus dem Beruf. Dazu kommen aggressive Patienten, Tod und die Notwendigkeit, danach weiterzuarbeiten. Wer den Beruf lange ausüben will, braucht Belastbarkeit, ein stabiles Team und die Fähigkeit, Feierabend als Feierabend zu behandeln.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und bleibt hoch. Ausgebildete Pflegefachkräfte finden praktisch überall eine Stelle und können den Arbeitgeber wechseln, wenn die Bedingungen nicht stimmen – das verschafft eine Verhandlungsposition, die in anderen Berufen selten ist. Weiterbildungen führen in die Intensiv- und Anästhesiepflege, den Operationsdienst, die Onkologie, die Psychiatrie oder die Hygiene. Wer Verantwortung übernehmen will, geht in die Stationsleitung oder Pflegedienstleitung, dafür ist eine Weiterbildung oder ein Studium in Pflegemanagement üblich. Auch Praxisanleitung, Lehre an Pflegeschulen und Tätigkeiten bei Krankenkassen oder in der Medizinprodukteberatung sind mögliche Wege aus der Schichtarbeit heraus.

Aufgaben

  • Vitalzeichen messen und den Zustand der Patienten überwachen
  • Medikamente stellen, verabreichen und dokumentieren
  • Wunden, Katheter und Zugänge versorgen
  • Körperpflege, Lagerung und Mobilisation unterstützen
  • Patienten für Untersuchungen und Operationen vorbereiten
  • Ärztliche Anordnungen ausführen und Auffälligkeiten melden
  • Angehörige informieren und in der Versorgung anleiten
  • Pflegedokumentation führen und Übergaben durchführen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann beziehungsweise anerkannte Krankenpflegeausbildung
  • Berufszulassung, bei ausländischem Abschluss Anerkennungsverfahren und Sprachnachweis B2
  • Bereitschaft zu Wechselschicht, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und langes Stehen
  • Ruhe in Notfallsituationen und Umgang mit Tod und Trauer
  • Genauigkeit bei Medikamenten und Dokumentation
  • Teamfähigkeit und Geduld im Umgang mit Patienten und Angehörigen

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Fachkliniken und Rehabilitationseinrichtungen
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Ambulante Pflegedienste
  • Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren
  • Hospize und Palliativeinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in Klinik, Altenpflege und ambulanter Pflege. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung und der Berufszulassung. Alternativ führt ein dreieinhalb- bis vierjähriges primärqualifizierendes Pflegestudium zum gleichen Abschluss.

Offene Stellen als Krankenschwester

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