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Gastronomie & Tourismus

Koch/Köchin

Köchinnen und Köche bereiten Speisen zu, von der Vorbereitung der Zutaten bis zum Anrichten auf dem Teller. Sie arbeiten in Restaurants, Hotels, Kantinen und Kliniken, meist an Abenden, Wochenenden und Feiertagen.

34 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Koch/Köchin verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.900 € 5.500 € 46.800 €

Entscheidend sind Betriebsart und Tarifbindung: In Kantinen, Kliniken und öffentlichen Einrichtungen greifen der TVöD oder Haustarife mit geregelten Zeiten, in der Individualgastronomie liegen die Löhne oft nahe an den Mindestentgelten der regionalen Tarifverträge des Hotel- und Gaststättengewerbes. Küchenleitung in großen Hotels und Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit heben das Einkommen deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Köchin oder ein Koch?

Der Arbeitstag beginnt mit der Vorbereitung: Gemüse putzen und schneiden, Fleisch parieren, Fisch filetieren, Fonds und Saucen ansetzen, Beilagen vorkochen. Diese Phase, in der Küchensprache Mise en place, entscheidet darüber, ob der Service später funktioniert. Wenn die Bestellungen eintreffen, wird an einem festen Posten gearbeitet - am Herd, am Grill, in der kalten Küche oder bei den Desserts. Die Gerichte eines Tisches müssen gleichzeitig fertig sein, also wird laut kommuniziert und im Takt gearbeitet.

Dazu kommen Aufgaben, die auf keiner Speisekarte stehen: Ware annehmen und auf Qualität prüfen, Temperaturen dokumentieren, Kühlhäuser kontrollieren, Reinigungspläne abarbeiten, Reste kalkulieren. In kleineren Betrieben schreiben Köchinnen und Köche auch Speisekarten mit, bestellen Lebensmittel und rechnen Portionskosten. Die Vorgaben der Lebensmittelhygiene, das HACCP-Konzept, sind verpflichtend und werden kontrolliert.

Wie wird man Köchin oder Koch?

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; viele Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Die Ausbildung endet mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Wer aus einem anderen Beruf kommt, kann über eine Umschulung einsteigen oder sich nach mehreren Jahren Küchenarbeit die Zulassung zur Externenprüfung sichern. Ungelernte finden Arbeit als Beikoch oder Küchenhilfe, verdienen dort aber deutlich weniger und kommen schwerer an verantwortliche Posten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Acht bis zehn Stunden Stehen, Hitze am Herd, Zugluft an der Ausgabe, schwere Töpfe und Kisten, Schnitte und Verbrennungen als Berufsrisiko. Gearbeitet wird, wenn andere essen: abends, an Wochenenden, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit einer Pause zwischen Mittag- und Abendgeschäft sind in der Restaurantgastronomie verbreitet und zerschneiden den Tag. Der Ton in der Küche ist oft direkt, der Zeitdruck im Service hoch. Wer keine Kritik im Moment aushält oder unter Stress den Überblick verliert, hat es schwer.

Die Branche hat ein Problem mit Fluktuation, unbezahlten Überstunden und Personalmangel. Wer auf verlässliche Arbeitszeiten Wert legt, findet in der Gemeinschaftsverpflegung - Betriebsrestaurants, Kliniken, Schulen, Kitas - meist geregeltere Dienste als in der Abendgastronomie, dafür weniger kreativen Spielraum.

Aussichten

Gekocht wird immer, und Fachkräfte werden nahezu überall gesucht. Nach der Ausbildung führt der Weg über Chef de Partie und Sous-Chef zur Küchenleitung. Möglich sind die Meisterprüfung, die Weiterbildung zum Küchenmeister, der Abschluss als Betriebswirt des Handwerks oder ein Studium im Hotel- und Gastronomiemanagement. Spezialisierungen etwa auf Patisserie, Diätküche, vegane Küche oder Systemgastronomie eröffnen zusätzliche Wege, ebenso die Arbeit auf Kreuzfahrtschiffen, im Catering oder in der Produktentwicklung der Lebensmittelindustrie. Selbstständigkeit mit eigenem Betrieb ist verbreitet, aber kapitalintensiv und riskant.

Aufgaben

  • Zutaten vorbereiten, schneiden, portionieren
  • Speisen nach Rezeptur und Standard zubereiten
  • einen Küchenposten während des Service führen
  • Teller anrichten und Qualität kontrollieren
  • Warenannahme, Lagerhaltung und Bestellungen
  • Hygienevorschriften und HACCP-Dokumentation einhalten
  • Speisekarten und Tagesgerichte mitentwickeln
  • Küche und Geräte reinigen und pflegen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Koch oder Köchin, in vielen Betrieben auch einschlägige Praxis
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz
  • körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Hitze, Heben
  • Geschmackssinn und Sinn für Sauberkeit
  • Teamfähigkeit und Nerven bei Zeitdruck
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Grundkenntnisse in Kalkulation und Warenwirtschaft für leitende Posten

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotelküchen
  • Betriebs- und Mensaküchen
  • Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas
  • Catering- und Eventküchen
  • Systemgastronomie und Großküchen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung in einem Gastronomiebetrieb mit Berufsschulunterricht, abgeschlossen mit der IHK-Prüfung zum Koch oder zur Köchin. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Quereinsteiger kommen über Umschulungen oder nach mehrjähriger Küchenpraxis über die Externenprüfung zum Abschluss.

Offene Stellen als Koch/Köchin

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