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IT & Software

IT-Netzwerkadministrator

IT-Netzwerkadministratoren planen, betreiben und überwachen die Datennetze eines Unternehmens. Sie konfigurieren Switches, Router und Firewalls, beheben Störungen und halten Verbindungen und Zugänge sicher und verfügbar.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT-Netzwerkadministrator verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.200 € 6.500 € 62.400 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Banken, Versicherungen und Industriekonzerne zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, dort oft nach Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemieindustrie. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 9 bis 11, mit engerer Spanne. Rufbereitschaft und Zertifizierungen werden häufig zusätzlich vergütet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Netzwerkadministrator?

Im Zentrum der Arbeit steht die Infrastruktur, über die alle anderen IT-Systeme laufen. Netzwerkadministratoren richten Switches und Router ein, vergeben IP-Adressbereiche, pflegen VLANs, konfigurieren Firewallregeln und VPN-Zugänge für Standorte und Beschäftigte im Homeoffice. Sie überwachen Auslastung, Latenz und Ausfälle über Monitoringsysteme, prüfen Protokolle und gehen Störungsmeldungen nach, die aus dem Helpdesk eskaliert werden. Ein WLAN, das in einer Halle abbricht, ein Standort, dessen Leitung ausfällt, ein Server, der plötzlich nicht mehr erreichbar ist: Solche Fälle bestimmen den Tag oft stärker als der eigene Plan.

Dazu kommt Projektarbeit. Neue Standorte werden angebunden, Verkabelung erneuert, Firmware aktualisiert, Altgeräte ersetzt, Netze segmentiert, um Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Netzwerkadministratoren stimmen sich mit Providern, Dienstleistern und Fachbereichen ab, dokumentieren Konfigurationen und Adresspläne und arbeiten an Notfallkonzepten mit. In größeren Umgebungen kommen Themen wie Netzautomatisierung, Cloud-Anbindung, Zero-Trust-Konzepte oder die Trennung von Büro- und Produktionsnetzen hinzu.

Wie wird man IT-Netzwerkadministrator?

Der häufigste Weg führt über eine duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, die drei Jahre dauert und bei guten Leistungen verkürzt werden kann. Auch IT-Systemelektroniker steigen in das Feld ein. Ein Studium der Informatik oder Netzwerktechnik ist möglich, aber keine Voraussetzung. Viele kommen aus dem First- oder Second-Level-Support und arbeiten sich über Jahre in die Netzwerktechnik hinein.

Quereinstieg ist realistisch, weil die Branche Fachkräfte sucht, verlangt aber Nachweise. Herstellerzertifikate wie CCNA, die Fortinet- oder Aruba-Schulungen oder CompTIA Network+ sind in Bewerbungsverfahren ein gängiges Argument. Wer im eigenen Labor mit gebrauchter Hardware oder virtualisiert übt, hat etwas zu zeigen. Ohne Grundlagen in TCP/IP, Routing und Switching kommt niemand weit.

Was der Beruf verlangt

Netzwerke fallen nicht zu Bürozeiten aus. Rufbereitschaft, Wartungsfenster nachts oder am Wochenende und kurzfristige Einsätze gehören in vielen Betrieben dazu, besonders dort, wo Produktion oder Klinikbetrieb rund um die Uhr laufen. Wenn das Netz steht, steht die Firma, und dieser Druck ist unmittelbar zu spüren. Die Arbeit erfordert systematisches Vorgehen unter Zeitdruck, weil vorschnelle Änderungen an einer zentralen Komponente großen Schaden anrichten können.

Anstrengend ist auch die Mischung aus Routine und Dauerlernen: Dokumentation, Ticketabarbeitung und Rechteanträge auf der einen Seite, ständig neue Technik und wachsende Sicherheitsanforderungen auf der anderen. Körperlich fällt Kabelarbeit im Serverraum, im Schacht oder auf der Leiter an. In kleinen Unternehmen übernehmen Netzwerkadministratoren zusätzlich Server, Clients und Telefonie und sind für alles allein zuständig.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird durch Cloud-Nutzung nicht kleiner, weil Anbindung, Sicherheit und Segmentierung an Bedeutung gewinnen. Entwicklungswege führen zum Netzwerkarchitekten, in die IT-Sicherheit, in Richtung Cloud- und Automatisierungsthemen oder in die Teamleitung. Wer beim Anbieter oder Systemhaus arbeitet, kann in die Beratung wechseln. Wichtig bleibt, Zertifizierungen aktuell zu halten; wer über Jahre nur eine alte Umgebung pflegt, verliert an Marktwert.

Aufgaben

  • Switches, Router und Firewalls konfigurieren und aktualisieren
  • Netze überwachen und Störungen im Betrieb eingrenzen
  • VPN-Zugänge und Standortanbindungen einrichten
  • IP-Adress- und VLAN-Konzepte pflegen und dokumentieren
  • WLAN planen, ausmessen und Access Points betreuen
  • Tickets aus dem Support bearbeiten und eskalierte Fälle lösen
  • Wartungsfenster und Migrationen vorbereiten und durchführen
  • mit Providern und Dienstleistern abstimmen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene IT-Ausbildung, Studium oder vergleichbar erworbene Praxis
  • solide Kenntnisse in TCP/IP, Routing, Switching und Firewalltechnik
  • Erfahrung mit Monitoring- und Dokumentationswerkzeugen
  • strukturiertes Vorgehen bei der Fehlersuche unter Zeitdruck
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Arbeit in Wartungsfenstern
  • Englisch für Herstellerdokumentation
  • Führerschein bei Betreuung mehrerer Standorte

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Systemhäuser und IT-Dienstleister
  • Rechenzentren und Cloud-Anbieter
  • Behörden, Hochschulen und Kliniken
  • Banken und Versicherungen
  • Telekommunikationsanbieter

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit IHK-Abschluss, häufig gefolgt von Herstellerzertifizierungen wie CCNA. Alternativ führt ein Bachelor in Informatik oder Netzwerktechnik in sechs bis sieben Semestern in den Beruf. Quereinsteiger aus dem IT-Support qualifizieren sich meist über Zertifikatskurse und Praxis im Betrieb.

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