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IT & Software

IT Network Engineer

IT Network Engineer planen, konfigurieren und überwachen Netzwerke von Unternehmen und Rechenzentren. Sie sorgen dafür, dass Daten zuverlässig, schnell und sicher zwischen Standorten, Servern und Endgeräten fließen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT Network Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.700 € 4.300 € 44.400 €
Mit Berufserfahrung 4.100 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.300 € 7.800 € 75.600 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Konzerne, Provider und Finanzdienstleister zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, in denen viele Einsteiger beginnen. Tarifgebundene Stellen in der Metall- und Elektroindustrie oder im öffentlichen Dienst nach TVöD (meist Entgeltgruppe 10 bis 12) liegen planbar, im Spitzenbereich aber unter der freien Verhandlung; Rufbereitschaft und Schichtzulagen kommen zusätzlich hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT Network Engineer?

IT Network Engineers bauen und betreiben die Infrastruktur, über die der Datenverkehr eines Unternehmens läuft. Dazu gehören Switches, Router, Firewalls, WLAN-Controller, Load Balancer und die Verbindungen zwischen Standorten und Cloud-Umgebungen. Ein typischer Tag besteht aus einer Mischung von Projektarbeit und Betrieb: vormittags ein Konzept für die Segmentierung eines Produktionsnetzes, nachmittags die Analyse eines Paketmitschnitts, weil eine Anwendung sporadisch Verbindungen verliert.

Zur Arbeit gehört die Konfiguration von Routing-Protokollen wie BGP und OSPF, das Einrichten von VLANs und VPN-Tunneln, das Pflegen von Firewall-Regelwerken und die Überwachung von Auslastung und Latenz über Monitoring-Systeme. Zunehmend wird Konfiguration nicht mehr Gerät für Gerät eingetippt, sondern über Skripte und Automatisierungswerkzeuge ausgerollt. Dokumentation, Adressplanung und Change-Prozesse nehmen mehr Zeit ein, als Berufseinsteiger erwarten. Wer in einem Rechenzentrum oder beim Provider arbeitet, ist auch bei der Verkabelung und beim Aufbau neuer Hardware dabei.

Wie wird man IT Network Engineer?

Der klassische Weg führt über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und einige Jahre im First- und Second-Level-Support oder in der Systemadministration. Ebenso verbreitet ist ein Studium der Informatik, Nachrichtentechnik oder Wirtschaftsinformatik. Der Berufszugang ist nicht geschützt, entscheidend sind nachweisbare Kenntnisse. Herstellerzertifikate spielen eine große Rolle, allen voran die Cisco-Zertifizierungen CCNA und CCNP, daneben Nachweise von Fortinet, Juniper, Aruba oder Palo Alto. Quereinstieg gelingt am ehesten aus benachbarten IT-Rollen, seltener direkt aus einem fachfremden Beruf, weil das nötige Wissen über Protokolle und Fehlersuche kaum im Selbststudium allein belegbar ist.

Was der Beruf verlangt

Netzwerke fallen selten zu passenden Zeiten aus. Wartungsfenster liegen abends, nachts oder am Wochenende, weil im Betrieb keine Ausfälle möglich sind. In vielen Unternehmen gehört eine Rufbereitschaft dazu. Wenn ein zentraler Router hängt, steht ein ganzer Standort still, und der Druck während der Störungsbehebung ist erheblich. Fehlersuche erfordert Geduld und systematisches Vorgehen statt schnellem Raten.

Die Technik verändert sich laufend: Cloud-Anbindungen, softwaredefinierte Netze, Zero-Trust-Konzepte und IPv6 verlangen dauerhafte Weiterbildung, oft in der Freizeit. Englisch ist Pflicht, weil Dokumentation, Herstellersupport und Fehlermeldungen englischsprachig sind. Körperlich ist die Arbeit überwiegend leicht, in Rechenzentren aber laut und kühl. Homeoffice ist teilweise möglich, jedoch nicht bei Arbeiten an der Hardware.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch. Jedes Unternehmen mit mehreren Standorten, jede Klinik, jede Behörde und jede Fabrik braucht ein funktionierendes Netz, und der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist deutlich spürbar. Entwicklungswege führen in die Netzwerkarchitektur, in die IT-Sicherheit, in die Automatisierung von Infrastruktur oder in die Leitung eines Infrastrukturteams. Auch der Schritt in die Beratung oder zu einem Systemhaus ist üblich und meist mit höherem Gehalt, aber auch mehr Reisetätigkeit verbunden. Wer sich früh mit Cloud-Netzwerken und Automatisierung befasst, hat die besten Karten.

Aufgaben

  • Netzwerke planen, aufbauen und erweitern
  • Switches, Router, Firewalls und WLAN-Systeme konfigurieren
  • Störungen analysieren und beheben, auch unter Zeitdruck
  • Auslastung, Latenz und Verfügbarkeit über Monitoring überwachen
  • Standort- und Cloud-Anbindungen über VPN und MPLS einrichten
  • Konfigurationen mit Skripten und Automatisierungswerkzeugen ausrollen
  • IP-Adresspläne, Netzdokumentation und Change-Anträge pflegen
  • An Wartungsfenstern und Rufbereitschaft teilnehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene IT-Ausbildung oder Studium der Informatik beziehungsweise Nachrichtentechnik
  • Solide Kenntnisse in TCP/IP, Routing, Switching und Netzwerksicherheit
  • Herstellerzertifikate wie CCNA oder CCNP sind bei vielen Arbeitgebern erwartet
  • Gutes technisches Englisch für Dokumentation und Support
  • Systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche und Belastbarkeit bei Störungen
  • Bereitschaft zu Wartungsarbeiten außerhalb der Regelarbeitszeit
  • Führerschein bei Tätigkeit mit mehreren Standorten

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen größerer Unternehmen und Konzerne
  • Systemhäuser und IT-Dienstleister
  • Rechenzentren und Cloud-Anbieter
  • Telekommunikationsanbieter und Internetprovider
  • Behörden, Kliniken und Hochschulen
  • Industriebetriebe mit eigenen Produktionsnetzen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, gefolgt von einigen Jahren Praxis in Support oder Systemadministration. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Informatik oder Nachrichtentechnik in sechs bis sieben Semestern zum Einstieg. Herstellerzertifizierungen wie CCNA und darauf aufbauend CCNP gelten als wichtigster fachlicher Nachweis.

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