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IT & Software

IT Inhouse Consultant

IT-Inhouse Consultants betreuen die IT-Systeme des eigenen Unternehmens: Sie erheben Anforderungen aus den Fachabteilungen, richten Software wie ERP- oder CRM-Systeme ein und begleiten Projekte von der Auswahl bis zum laufenden Betrieb. Sie arbeiten intern statt beim Kunden.

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Gehalt

Was man als IT Inhouse Consultant verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.300 € 6.500 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 8.500 € 81.600 €

Am stärksten wirken Branche, Unternehmensgröße und das betreute System: SAP-Kenntnisse in Industriekonzernen liegen deutlich über dem Durchschnitt, Anwendungsbetreuung im Mittelstand darunter. In tarifgebundenen Betrieben richtet sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, im öffentlichen Dienst nach TVöD oder TV-L, wo die Spitzengehälter der Privatwirtschaft nicht erreicht werden.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Inhouse Consultant?

IT-Inhouse Consultants sind die Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT im eigenen Unternehmen. Wenn der Vertrieb ein neues Angebotsformular braucht, die Buchhaltung eine geänderte Rechnungslogik oder die Produktion eine Auswertung über Ausschussquoten, kommt die Anfrage bei ihnen an. Sie sprechen mit den Beteiligten, klären, was tatsächlich gebraucht wird, und übersetzen das in Konfigurationen, Prozessänderungen oder Anforderungen an externe Dienstleister.

Der Alltag besteht zu großen Teilen aus Gesprächen, Dokumentation und Systemarbeit. Typisch ist die Betreuung einer Anwendungslandschaft: SAP, Microsoft Dynamics, Salesforce, ein Warenwirtschafts- oder Personalsystem. Dazu kommt das Anpassen von Berechtigungen, Testen von Updates, Schulen von Anwendern und die Analyse von Störungen, die der First-Level-Support nicht lösen konnte. In Projekten übernehmen Inhouse Consultants die Rolle des internen Auftraggebers gegenüber Beratungshäusern und müssen deren Ergebnisse fachlich bewerten.

Wie wird man IT-Inhouse Consultant?

Der häufigste Weg führt über ein Studium der Wirtschaftsinformatik, Informatik oder Betriebswirtschaft mit IT-Schwerpunkt. Ebenso verbreitet ist eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder zum Kaufmann für IT-System-Management, gefolgt von Berufsjahren in Support oder Anwendungsbetreuung. Ein nennenswerter Teil der Stellen wird von Quereinsteigern besetzt: Menschen, die aus einer Fachabteilung kommen, dort Key User waren und ihr Prozesswissen in die IT mitbringen. Zertifikate der Hersteller und Kenntnisse in Projektmethoden wie Scrum oder ITIL werden häufig verlangt, sind aber meist im Job erlernbar.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft in der Regel in Gleitzeit, oft mit Homeoffice-Anteil, und ohne Schichtdienst. Belastend sind die Projektphasen: Systemwechsel, Jahresabschlüsse und Releasewechsel erzeugen Termindruck, Wochenendeinsätze bei Migrationen sind nicht ungewöhnlich. Rufbereitschaft kommt vor, wenn kritische Systeme betreut werden.

Schwer fällt vielen der ständige Rollenwechsel zwischen Technik und Verhandlung. Fachabteilungen wünschen sich Lösungen, die im System nicht sinnvoll abbildbar sind; Inhouse Consultants müssen absagen und Alternativen anbieten können, ohne den Kontakt zu verlieren. Wer lieber programmiert und wenig redet, ist hier falsch. Frustrierend ist außerdem, dass gewachsene Systemlandschaften selten sauber sind: Altlasten, undokumentierte Eigenentwicklungen und Zuständigkeitslücken gehören zum Bild. Anders als in der externen Beratung entfällt die Reisetätigkeit, dafür lebt man dauerhaft mit den Folgen eigener Entscheidungen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Unternehmen haben in den letzten Jahren viele Systeme eingeführt und brauchen Leute, die sie verstehen und weiterentwickeln; die Umstellung auf SAP S/4HANA und Cloud-Anwendungen bindet auf Jahre Kapazität. Besonders gesucht sind Spezialisierungen in einzelnen Modulen oder Branchenprozessen.

Entwicklungswege führen zur Fachverantwortung für eine Anwendung, in die Projektleitung oder in die Leitung eines IT-Teams. Manche wechseln in die externe Beratung, wo mehr verdient, aber auch mehr gereist wird, andere in Richtung Enterprise Architecture oder Prozessmanagement. Wer sich auf ein einziges veraltetes System festlegt, kann sich langfristig einschränken; regelmäßige Weiterbildung ist Teil des Berufs.

Aufgaben

  • Anforderungen aus Fachabteilungen aufnehmen und bewerten
  • Standardsoftware wie ERP- oder CRM-Systeme konfigurieren und anpassen
  • Tests planen, durchführen und Releasewechsel begleiten
  • Anwender schulen und Dokumentation pflegen
  • Störungen im Second-Level-Support analysieren und beheben
  • externe Dienstleister fachlich steuern und Ergebnisse abnehmen
  • Prozesse gemeinsam mit den Fachbereichen optimieren
  • in Einführungsprojekten Teilprojekte übernehmen

Voraussetzungen

  • Studium in Wirtschaftsinformatik, Informatik oder BWL mit IT-Bezug oder eine IT-Ausbildung mit Berufserfahrung
  • Kenntnisse in mindestens einem größeren Anwendungssystem, etwa SAP, Dynamics oder Salesforce
  • Verständnis für kaufmännische oder technische Geschäftsprozesse
  • Fähigkeit, technische Sachverhalte für Nicht-Techniker verständlich zu erklären
  • Englisch für Dokumentation und internationale Projekte
  • Bereitschaft zu Einsätzen außerhalb der Regelarbeitszeit bei Migrationen

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Handelsunternehmen mit eigener IT-Abteilung
  • Konzerne und deren IT-Shared-Service-Center
  • Banken, Versicherungen und Krankenkassen
  • Krankenhäuser, Energieversorger und öffentliche Verwaltung
  • Mittelständische Unternehmen mit kleinem IT-Team

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Wirtschaftsinformatik oder Informatik, das drei bis fünf Jahre dauert. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung als Fachinformatiker oder Kaufmann für IT-System-Management in den Beruf, meist über einige Jahre in Support oder Anwendungsbetreuung. Herstellerzertifikate werden in der Regel erst im Unternehmen erworben.

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