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IT & Software

IT Engineer

IT-Engineers planen, bauen und betreiben die technische Infrastruktur eines Unternehmens: Server, Netzwerke, Cloud-Dienste und Arbeitsplatzsysteme. Sie sorgen dafür, dass Systeme laufen, sicher sind und mitwachsen.

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Gehalt

Was man als IT Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.900 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.000 € 7.500 € 72.000 €

Am stärksten wirken Branche, Unternehmensgröße und Spezialisierung: Cloud-, Automatisierungs- und Security-Kenntnisse zahlen sich deutlich aus, Banken und Konzerne liegen über Systemhäusern und Mittelstand. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L mit Eingruppierung meist zwischen E9 und E13, weniger Spielraum nach oben, dafür planbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT Engineer?

IT-Engineers verantworten die technischen Systeme, auf denen der Betrieb eines Unternehmens läuft. Das reicht von Servern und Speichersystemen über Netzwerke, Firewalls und VPN-Zugänge bis zu Cloud-Umgebungen in Azure oder AWS und den Arbeitsplatzrechnern der Kollegen. Ein typischer Tag beginnt oft mit dem Blick ins Monitoring und in die Ticketwarteschlange: Welche Warnungen sind über Nacht aufgelaufen, welche Systeme haben einen Ausfall gemeldet, welche Anfragen der Fachabteilungen sind offen. Dazu kommt Projektarbeit, etwa die Migration eines Dateiservers, die Einführung einer neuen Backup-Lösung, der Aufbau einer Testumgebung oder das Ausrollen von Sicherheitsupdates.

Ein großer Teil der Arbeit ist Automatisierung. Wer Hunderte Systeme betreut, klickt sie nicht einzeln durch, sondern schreibt Skripte in PowerShell, Bash oder Python und beschreibt Infrastruktur als Code in Terraform oder Ansible. Dokumentation gehört ebenso dazu wie die Abstimmung mit Entwicklern, Dienstleistern und Herstellersupport. Die Berufsbezeichnung ist unscharf: Je nach Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf Systemadministration, Netzwerktechnik, Cloud, DevOps oder IT-Sicherheit.

Wie wird man IT Engineer?

Zwei Wege sind üblich. Der erste führt über die duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, drei Jahre, oft mit Verkürzung. Danach folgen meist einige Jahre im Support oder in der Administration, bevor die Engineer-Rolle mit Planungs- und Projektverantwortung erreicht wird. Der zweite Weg ist ein Studium der Informatik, technischen Informatik oder Wirtschaftsinformatik, mit Bachelor nach sechs bis sieben Semestern.

Quereinstieg ist in diesem Beruf realistisch, häufiger als in vielen anderen Feldern. Wer aus einem technischen Beruf kommt, sich Systeme im Homelab selbst beibringt und Herstellerzertifikate wie Microsoft Azure Administrator, Cisco CCNA oder Linux-Zertifizierungen nachweist, wird eingestellt. Entscheidend ist, was jemand tatsächlich kann, nicht der Abschluss auf dem Papier. Englisch ist Pflicht, weil Dokumentation, Fehlermeldungen und Herstellersupport englisch sind.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind meist regulär, aber nicht immer. Wartungsfenster liegen abends, nachts oder am Wochenende, weil Systeme dann abgeschaltet werden können. Viele Stellen sind mit Rufbereitschaft verbunden, in Rechenzentren und im Managed-Service-Geschäft auch mit Schichtdienst. Bei einem größeren Ausfall bleibt niemand um fünf Uhr sitzen.

dazu kommt der Druck, dass Fehler sofort sichtbar sind: Steht ein System, merkt es das ganze Haus. Die Technik verändert sich schnell, Lernen nach Feierabend ist üblich und wird oft erwartet. In kleinen Unternehmen arbeiten IT-Engineers als Einzelkämpfer und decken alles ab, von der Firewall bis zum Druckerproblem, was fachlich breit, aber auch zerfasernd ist. Homeoffice ist verbreitet, außer wenn Hardware angefasst werden muss.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil, in fast allen Branchen. Cloud-Migrationen, IT-Sicherheit und die Ablösung veralteter Systeme binden auf Jahre Kapazität. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung als Cloud-, Netzwerk- oder Security-Engineer, in die Architektur, in die Beratung oder in die Teamleitung. Spezialisierte Kenntnisse in Kubernetes, Automatisierung oder IT-Sicherheit wirken sich am deutlichsten auf das Gehalt aus.

Aufgaben

  • Server, Netzwerke und Cloud-Umgebungen einrichten und betreiben
  • Störungen analysieren und beheben, Tickets bearbeiten
  • Sicherheitsupdates und Patches planen und ausrollen
  • Backups und Wiederherstellung einrichten und testen
  • Wiederkehrende Abläufe mit Skripten automatisieren
  • Migrationen und Infrastrukturprojekte umsetzen
  • Systeme dokumentieren und Monitoring einrichten
  • Anforderungen mit Fachabteilungen und Dienstleistern abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene IT-Ausbildung, Informatikstudium oder gleichwertige praktische Erfahrung
  • Kenntnisse in Windows- und Linux-Systemen, Netzwerktechnik und Virtualisierung
  • Erfahrung mit Cloud-Plattformen und mindestens einer Skriptsprache
  • Englisch für Dokumentation und Herstellersupport
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Wartung außerhalb der Kernzeiten
  • Strukturierte Fehlersuche und Belastbarkeit bei Ausfällen

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Rechenzentren und Cloud-Anbieter
  • Behörden, Kliniken und Hochschulen
  • Banken und Versicherungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, gefolgt von einigen Jahren Praxis in Administration oder Support. Alternativ führt ein Bachelor in Informatik oder Wirtschaftsinformatik nach sechs bis sieben Semestern in den Beruf. Quereinsteiger mit nachgewiesenen Kenntnissen und Herstellerzertifikaten haben reale Chancen.

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