IT-Administrator
IT-Administratoren halten die IT eines Unternehmens am Laufen: Server, Netzwerke, Arbeitsplätze und Benutzerkonten. Sie richten Systeme ein, überwachen sie und beheben Störungen.
20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als IT-Administrator verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.100 € | 5.000 € | 49.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.300 € | 5.200 € | 6.500 € | 62.400 € |
Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Banken, Versicherungen, Pharma und Konzerne zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, Vereine oder soziale Träger. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 9 bis 11, mit engerer Spanne und weniger Verhandlungsspielraum; Rufbereitschaft und Schichtzulagen kommen je nach Stelle hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein IT-Administrator?
IT-Administratoren betreiben die technische Infrastruktur eines Unternehmens. Dazu gehören Server, Netzwerke, Speichersysteme, Clients und die darauf laufenden Dienste wie Verzeichnisdienst, Mailsystem, Datenbanken oder Fachanwendungen. Der Alltag besteht aus Installation und Konfiguration neuer Systeme, dem Einspielen von Updates und Sicherheitspatches, der Verwaltung von Benutzerkonten und Berechtigungen, der Kontrolle von Backups und der Bearbeitung von Störungsmeldungen. Ein Teil der Arbeit ist geplant, ein anderer Teil kommt ungeplant: ein Server antwortet nicht, ein Netzlaufwerk ist nicht erreichbar, eine Abteilung kann nicht drucken. Wer in einem kleinen Unternehmen arbeitet, macht alles gleichzeitig, vom Toner bis zur Firewall. In größeren Organisationen ist die Arbeit aufgeteilt, etwa nach Netzwerk, Clients, Servern oder Cloud-Diensten. Dokumentation, Lizenzverwaltung und die Abstimmung mit Dienstleistern gehören ebenso dazu wie die Erklärung technischer Sachverhalte gegenüber Kollegen ohne IT-Hintergrund.
Wie wird man IT-Administrator?
Der häufigste Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Auch IT-Systemelektroniker, IT-Systemkaufleute mit technischer Ausrichtung oder ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik führen in den Beruf. Der Quereinstieg ist verbreiteter als in vielen anderen Feldern: Wer sich nachweisbar mit Windows-Servern, Linux, Netzwerktechnik oder Microsoft 365 auskennt, wird auch ohne passenden Abschluss eingeladen, oft über den Weg über den First-Level-Support. Herstellerzertifikate von Microsoft, Cisco, VMware oder AWS ersetzen keinen Abschluss, wiegen bei Bewerbungen aber schwer. Entscheidend bleibt praktische Erfahrung mit realen Systemen, nicht nur mit Testumgebungen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist unterbrechungsintensiv. Wer eine Migration plant, wird dabei mehrfach aus der Konzentration gerissen. Wartungsarbeiten fallen häufig abends, nachts oder am Wochenende an, weil Systeme im Betrieb nicht abgeschaltet werden können. In vielen Häusern gibt es Rufbereitschaft. Bei Ausfällen liegt der Druck sichtbar auf dem Administrator, und der Beitrag zur Firma fällt sonst kaum auf: Läuft alles, bemerkt es niemand. Dazu kommt der Zwang zur ständigen Weiterbildung, weil Systeme, Sicherheitsanforderungen und Cloud-Dienste sich schnell ändern. Geduld im Umgang mit Anwendern ist notwendig, ebenso Sorgfalt, denn ein falsch gesetztes Recht oder ein unbedachter Befehl kann große Schäden anrichten. Körperlich fordert der Beruf wenig, gelegentlich aber Arbeit im Serverraum, Kabelziehen und das Heben von Hardware.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil, in allen Branchen und auch außerhalb der Großstädte, weil jedes Unternehmen mit mehr als einer Handvoll Arbeitsplätzen Administration braucht. Vakanzen bleiben oft monatelang offen. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa als Netzwerk-, Cloud-, Virtualisierungs- oder Security-Administrator, weiter zum Systemarchitekten, zum DevOps-Engineer oder in die IT-Leitung. Wer beim Wechsel von lokalen Servern zu Cloud-Plattformen und bei Automatisierung mit Skripten und Infrastructure as Code mitgeht, hat die besseren Karten; rein manuelle Administration verliert an Gewicht. Auch der Weg zum IT-Dienstleister oder in die freiberufliche Beratung ist üblich.
Aufgaben
- Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner einrichten und betreuen
- Benutzerkonten, Gruppen und Zugriffsrechte verwalten
- Updates und Sicherheitspatches einspielen
- Backups einrichten, überwachen und Wiederherstellungen testen
- Störungsmeldungen annehmen, eingrenzen und beheben
- Systeme überwachen und auf Warnmeldungen reagieren
- Hard- und Software beschaffen, Lizenzen verwalten
- Konfigurationen und Abläufe dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene IT-Ausbildung, Informatikstudium oder nachweisbare Praxiserfahrung
- Kenntnisse in Windows- und/oder Linux-Serverbetrieb sowie Netzwerktechnik
- Grundverständnis von IT-Sicherheit, Virtualisierung und Cloud-Diensten
- Strukturiertes, sorgfältiges Arbeiten und Bereitschaft zur Dokumentation
- Englisch für Handbücher, Fehlermeldungen und Herstellersupport
- Bereitschaft zu Wartungsfenstern außerhalb der Regelarbeitszeit, oft Rufbereitschaft
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen
- IT-Systemhäuser und Managed-Service-Anbieter
- Behörden, Kliniken, Hochschulen und Schulen
- Rechenzentren und Hosting-Anbieter
- Banken und Versicherungen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, verkürzbar auf zweieinhalb Jahre. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik in den Beruf, ebenso der Quereinstieg über den IT-Support mit Herstellerzertifikaten.
Offene Stellen als IT-Administrator
In der Suche fortsetzen
Senior IT-Administrator (10 Jahre Erfahrung) (w/m/d)
Senior IT-Administrator (w/m/d) - IT Infrastructure and Cloud Services
IT-Administrator (m/w/d)
IT-Administrator (m/w/d)
IT-Administrator (m/w/d)
IT-Administrator*in (m/w/d)
IT-Administrator (m/w/d)
Verwandte Berufe
DevOps Engineer
DevOps Engineers verbinden Softwareentwicklung und IT-Betrieb: Sie automatisieren Build- und Deployment-Prozesse, betreiben Cloud-Infrastruktur und sorgen dafür, dass Anwendungen zuverlässig laufen.
- Offene Stellen
- 23
- Monatsbrutto
- 3.800 – 10.000 €
Fachinformatiker Systemintegration
Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke in Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass Server, Clients und Anwendungen laufen, und helfen Nutzern, wenn etwas nicht funktioniert.
- Offene Stellen
- 14
- Monatsbrutto
- 2.800 – 6.200 €
Netzwerkadministrator
Netzwerkadministratoren planen, betreiben und überwachen die Datennetze eines Unternehmens. Sie konfigurieren Switches, Router und Firewalls, beheben Störungen und sorgen dafür, dass Verbindungen stabil und abgesichert bleiben.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.900 – 6.800 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Bürostuhl kaufen: woran man einen guten erkennt Ein Bürostuhl trägt acht Stunden am Tag. Welche Prüfzeichen etwas aussagen, welche fünf Ei...
- Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung und die üblichen Fragen Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch sind vorhersehbar. Was sich vorher klären lässt...