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Gesundheit & Pflege

Intensivpfleger Jobs

Intensivpfleger betreuen schwerkranke Patienten auf Intensiv- und Überwachungsstationen, überwachen Vitalfunktionen rund um die Uhr und bedienen Beatmungsgeräte, Dialyse- und Monitoringtechnik. Der Beruf verbindet hohe fachliche Anforderungen mit Schichtdienst und großer körperlicher wie seelischer Belastung.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Intensivpfleger Jobs verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.600 € 3.900 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.100 € 4.600 € 49.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €

Maßgeblich ist meist der TVöD-P oder der TV-L beziehungsweise ein Haustarif kirchlicher Träger (AVR); die Intensivzulage und die Fachweiterbildung heben die Eingruppierung an. Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge machen mehrere Hundert Euro monatlich aus und sind in den genannten Werten nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Intensivpfleger?

Auf einer Intensivstation liegen Menschen, deren Kreislauf, Atmung oder Stoffwechsel ohne Unterstützung nicht funktioniert. Intensivpfleger überwachen diese Patienten kontinuierlich: Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Beatmungsdrücke, Ausscheidung, Bewusstseinslage. Sie erkennen Verschlechterungen oft, bevor ein Alarm auslöst, und handeln entsprechend – Katecholamine nach Zielwert steuern, Beatmungsparameter anpassen, den Arzt rufen.

Dazu kommt die klassische Pflege in besonders aufwendiger Form: Ganzkörperwaschung bei beatmeten Patienten, Lagerung zur Dekubitusprophylaxe, Bauchlagerung im Team, Mund- und Tracheostomapflege, Verbandwechsel an zentralen Zugängen. Medikamente werden über Perfusoren millilitergenau verabreicht, Blutgasanalysen selbst durchgeführt und interpretiert. Bei Reanimationen, Notaufnahmen und Transporten ins CT gehört die Pflegekraft zum Kernteam.

Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation: Angehörige, die zum ersten Mal einen intubierten Menschen sehen, brauchen Erklärungen. Bei Therapiezieländerungen und am Lebensende begleiten Intensivpfleger Patienten und Familien mit.

Wie wird man Intensivpfleger?

Grundlage ist die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, alternativ ein Pflegestudium. Danach folgt die Arbeit auf einer Intensivstation, meist mit einer strukturierten Einarbeitung von mehreren Monaten. Nach etwa zwei Jahren Berufserfahrung ist die Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie möglich: zwei Jahre berufsbegleitend, mit Theorieblöcken und Einsätzen in Anästhesie, Intermediate Care und verschiedenen Intensivbereichen.

Die Fachweiterbildung ist keine Pflicht, um auf einer Intensivstation zu arbeiten, wird aber von Kliniken zunehmend erwartet und ist Voraussetzung für Leitungsaufgaben. Quereinstieg im engeren Sinn gibt es nicht – ohne Pflegeexamen ist der Beruf nicht zugänglich. Wer aus der Altenpflege oder von einer Normalstation kommt, findet dagegen fast überall eine Stelle.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst im Dreierrhythmus, Wochenend- und Feiertagsarbeit sind die Regel. Zwölf Stunden am Bett mit Umlagerungen, Transporten und schwerem Gerät belasten Rücken und Knie. Die Personaldecke ist vielfach knapp, Ausfälle werden über Einsprünge aus dem Frei kompensiert, Pausen fallen aus.

Schwerer wiegt für viele die seelische Seite: Patienten sterben, manche nach Wochen intensiver Betreuung. Delirante Patienten wehren sich, Angehörige reagieren aggressiv, Entscheidungen über Therapiebegrenzung fühlen sich nicht immer richtig an. Wer damit nicht umgehen kann oder kein Team hat, das darüber spricht, hält den Beruf nicht lange durch.

Gleichzeitig verlangt die Station Präzision unter Zeitdruck. Ein Rechenfehler bei einer Perfusorrate hat unmittelbare Folgen. Technisches Verständnis, Ruhe und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden, sind Grundvoraussetzung.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und bleibt es. Intensivbetten können bundesweit nicht betrieben werden, weil Fachpflegekräfte fehlen; Kliniken werben mit Prämien und Weiterbildungsplätzen. Wer wechseln will, findet in fast jeder Region eine Stelle, auch Zeitarbeit und Springerpools zahlen gut.

Entwicklungswege gibt es mehrere: Praxisanleitung, Stationsleitung, Fachweiterbildung mit Schwerpunkt Anästhesie, Tätigkeit in ECMO- oder Weaning-Zentren, Übergang in Notfallmedizin, Organisationsaufgaben in der Transplantationskoordination oder ein Studium in Pflegewissenschaft und Management. Auch der Wechsel in weniger belastende Bereiche wie Dialyse, Herzkatheterlabor oder Medizintechnikvertrieb ist mit dieser Qualifikation realistisch.

Aufgaben

  • Vitalparameter überwachen und Veränderungen bewerten
  • Beatmungsgeräte, Perfusoren und Monitore einstellen und kontrollieren
  • Medikamente nach Zielwerten steuern und dokumentieren
  • Körperpflege, Lagerung und Prophylaxen bei beatmeten Patienten
  • Blutgasanalysen durchführen und Laborwerte einordnen
  • Bei Intubation, Reanimation und Katheteranlagen assistieren
  • Angehörige informieren und in Krisensituationen begleiten
  • Übergaben, Pflegeplanung und Dokumentation erstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft oder Pflegestudium
  • Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie erwünscht, oft gefordert
  • Bereitschaft zu Wechselschicht, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Technisches Verständnis und Sicherheit im Rechnen von Dosierungen
  • Körperliche Belastbarkeit für Lagerungen und lange Stehzeiten
  • Psychische Stabilität im Umgang mit Sterben und Notfällen
  • Nachweis über Masernimmunität und arbeitsmedizinische Eignung

Wo man arbeitet

  • Intensivstationen von Kranken- und Universitätskliniken
  • Intermediate-Care- und Überwachungsstationen
  • Anästhesie- und Aufwachbereiche
  • Weaning- und Beatmungszentren
  • Ambulante Intensivpflegedienste und Beatmungswohngruppen
  • Zeitarbeitsfirmen im Pflegebereich

Der Weg in den Beruf

Zunächst die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, alternativ ein primärqualifizierendes Pflegestudium. Nach etwa zwei Jahren Praxis folgt die zweijährige berufsbegleitende Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie mit staatlich anerkanntem Abschluss. Ohne Fachweiterbildung ist die Arbeit auf der Intensivstation nach einer mehrmonatigen Einarbeitung ebenfalls möglich.

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