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Bau & Immobilien

Immobilienkaufmann/frau

Immobilienkaufleute verwalten, vermieten und verkaufen Wohnungen, Häuser und Gewerbeflächen. Sie betreuen Mieter und Eigentümer, rechnen Betriebskosten ab und steuern Instandhaltungsaufträge.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Immobilienkaufmann/frau verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.700 € 6.500 € 56.400 €

Wohnungsgenossenschaften und kommunale Unternehmen zahlen häufig nach dem Tarifvertrag für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft oder dem TVöD und liegen damit verlässlich, aber selten spitzenmäßig; private Hausverwaltungen zahlen frei verhandelt und oft niedriger. Im Vermittlungs- und Verkaufsbereich hängt das Einkommen stark von Provisionen und damit von der Marktlage ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienkaufmann?

Immobilienkaufleute kümmern sich um Gebäude und die Menschen, die darin wohnen oder arbeiten. In der Verwaltung heißt das: Mietverträge schließen und kündigen, Wohnungen abnehmen und übergeben, Mieterhöhungen prüfen, Betriebs- und Heizkosten abrechnen, Mahnungen schreiben, Handwerker beauftragen und Rechnungen freigeben. Wer in der Wohnungseigentumsverwaltung arbeitet, bereitet Eigentümerversammlungen vor, führt Protokoll, erstellt Wirtschaftspläne und setzt Beschlüsse um. Im Vermietungs- oder Verkaufsbereich kommen Objektbesichtigungen, Exposés, Bonitätsprüfungen und Verhandlungen mit Interessenten dazu.

Der Alltag besteht zu großen Teilen aus Schreibtischarbeit: E-Mails, Telefonate, Datenpflege in der Verwaltungssoftware, Fristen im Blick behalten. Dazwischen liegen Ortstermine, Begehungen mit Sachverständigen, Schadensaufnahmen nach Wasserrohrbrüchen. Viele Vorgänge haben eine rechtliche Seite, vom Mietrecht über das Wohnungseigentumsgesetz bis zur Heizkostenverordnung.

Wie wird man Immobilienkaufmann?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau, meist bei einer Wohnungsgenossenschaft, einem kommunalen Wohnungsunternehmen, einer Hausverwaltung oder einem Maklerbüro. Betriebe erwarten überwiegend die Mittlere Reife oder das Abitur. Wer schon eine kaufmännische Ausbildung hat, steigt häufig quer ein und lernt das Fachliche im Betrieb, oft begleitet von Lehrgängen bei den Immobilienverbänden oder der Industrie- und Handelskammer. Auch Studiengänge in Immobilienwirtschaft oder Facility Management führen in das Feld, dann meist in Bewertung, Projektentwicklung oder Asset Management.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Eigentümerversammlungen liegen jedoch häufig am Abend, gelegentlich am Samstag. Belastend ist weniger die Körperarbeit als der Konfliktanteil: Mieter beschweren sich über Lärm, Schimmel oder Nebenkostenabrechnungen, Eigentümer streiten über Sanierungen, Handwerker halten Termine nicht ein. Wer schlecht mit Vorwürfen umgehen kann, hat es schwer. Dazu kommt Fristendruck, besonders zum Jahreswechsel, wenn Abrechnungen und Wirtschaftspläne fertig werden müssen.

Gefordert sind Genauigkeit im Umgang mit Zahlen, Bereitschaft, sich in Gesetze und Urteile einzulesen, und ein klarer Schreibstil. Die Objektbestände pro Verwalter sind in vielen Betrieben hoch, was zu Überstunden und dem Gefühl führt, immer nur Störungen abzuarbeiten. Ein Führerschein ist für Außentermine praktisch fast überall nötig.

Aussichten

Die Nachfrage nach Verwaltungspersonal ist stabil bis hoch, weil Bestände bleiben, auch wenn wenig gebaut wird. Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen finden schwer qualifizierte Leute, wer die Ausbildung abgeschlossen hat, bekommt in der Regel schnell eine Stelle. Der Vermittlungs- und Verkaufsbereich ist stärker von Zinsen und Marktlage abhängig und im Abschwung deutlich dünner.

Entwicklungswege führen über die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt oder zum Fachwirt für Facility Management, über Spezialisierungen in Gewerbeimmobilien, Bewertung oder technisches Bestandsmanagement bis zur Leitung einer Verwaltungsabteilung. Ein Teil der Berufserfahrenen macht sich mit einer eigenen Verwaltung oder als Makler selbstständig, was Sachkunde, Erlaubnis nach der Gewerbeordnung und einen Kundenstamm voraussetzt.

Aufgaben

  • Mietverträge erstellen, prüfen und beenden
  • Wohnungen übergeben und abnehmen, Zustand dokumentieren
  • Betriebs- und Heizkostenabrechnungen aufstellen
  • Instandhaltungs- und Reparaturaufträge vergeben und kontrollieren
  • Eigentümerversammlungen vorbereiten, durchführen und Beschlüsse umsetzen
  • Mieter, Eigentümer und Interessenten beraten
  • Objekte vermieten oder im Verkauf vermarkten
  • Mietzahlungen überwachen und Mahnverfahren einleiten

Voraussetzungen

  • Mittlere Reife oder Abitur für die Ausbildung, alternativ kaufmännische Vorbildung
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Abrechnungen
  • Grundkenntnisse im Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Bereitschaft zur laufenden Fortbildung
  • Freundliches, aber belastbares Auftreten in Konfliktgesprächen
  • Gutes schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Führerschein Klasse B für Ortstermine

Wo man arbeitet

  • Hausverwaltungen und WEG-Verwaltungen
  • Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen
  • Makler- und Vermittlungsbüros
  • Immobilienabteilungen von Banken und Versicherungen
  • Projektentwickler und Bestandshalter
  • Facility-Management-Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau im Betrieb und in der Berufsschule, abgeschlossen mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Bei guten Leistungen oder Vorbildung ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Wer schon kaufmännisch gelernt hat, steigt oft direkt ein und holt die Fachkenntnisse über IHK-Lehrgänge nach.

Offene Stellen als Immobilienkaufmann/frau

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