Bankkaufmann
Bankkaufleute beraten Privat- und Geschäftskunden zu Konten, Krediten, Geldanlagen und Vorsorge und führen die zugehörigen Bankgeschäfte aus. Sie arbeiten in Filialen, im telefonischen Kundenservice oder in Fachabteilungen von Kreditinstituten.
18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Bankkaufmann verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 4.100 € | 4.900 € | 49.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.400 € | 7.500 € | 64.800 € |
Sparkassen und Genossenschaftsbanken zahlen nach Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst beziehungsweise nach dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe, mit dreizehntem Monatsgehalt und engen Spannen. Deutlich mehr ist bei Privatbanken, im Private Banking und im Firmenkundengeschäft möglich, wo variable Vergütung nach Vertriebserfolg einen großen Teil ausmacht.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Bankkaufmann?
Der Arbeitstag besteht überwiegend aus Kundengesprächen und deren Nachbereitung. Bankkaufleute eröffnen und führen Konten, richten Daueraufträge ein, klären Rückbuchungen und Kartensperren, nehmen Kreditanträge auf und prüfen die Unterlagen zur Bonität. Sie erklären Bauspar- und Ratenkredite, rechnen Finanzierungen durch, sprechen über Altersvorsorge, Fonds und Depots. Hinter jedem Gespräch steht Dokumentation: Beratungsprotokolle, Legitimationsprüfungen, Geldwäscheprüfungen, Angemessenheitsprüfungen bei Wertpapieren. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist damit Verwaltung am Bildschirm.
Je nach Einsatzgebiet verschiebt sich der Schwerpunkt. In der Filiale steht der Privatkunde im Mittelpunkt, im Firmenkundengeschäft geht es um Betriebsmittellinien, Investitionsfinanzierungen und Jahresabschlussanalysen. Im Servicecenter läuft die Beratung über Telefon, Chat und Video. In Marktfolge, Kreditabwicklung oder Zahlungsverkehr gibt es kaum Kundenkontakt, dafür mehr Prüf- und Bearbeitungsaufgaben. Vertriebsziele sind in fast allen kundennahen Bereichen Teil des Alltags und werden regelmäßig ausgewertet.
Wie wird man Bankkaufmann?
Üblich ist die duale Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, die zweieinhalb bis drei Jahre dauert und mit einer IHK-Prüfung endet. Banken und Sparkassen stellen überwiegend Bewerber mit Abitur oder gutem mittleren Abschluss ein. Während der Ausbildung wechseln die Auszubildenden zwischen Filialen und internen Abteilungen; Verkaufstrainings und Produktschulungen kommen hinzu.
Alternativ führen ein duales Studium in Banking and Finance oder BWL, ein Bachelor in Betriebswirtschaft oder ein Trainee-Programm in den Beruf. Quereinstiege gelingen am ehesten aus anderen kaufmännischen oder vertrieblichen Berufen, meist über Servicecenter oder Vertriebseinstiege mit begleitender Qualifizierung. Für die Anlageberatung sind Sachkundenachweise erforderlich, die im Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinterlegt werden.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlich leicht, aber gesprächsintensiv und regelgebunden. Zuverlässigkeit im Umgang mit fremdem Geld ist Grundvoraussetzung, ein einwandfreies Führungszeugnis und eine geordnete eigene Finanzlage werden geprüft. Wer Zahlen nicht mag oder Regelwerke als Schikane empfindet, wird sich schwertun: Vorgaben aus Geldwäschegesetz, Wertpapierhandelsgesetz und interner Revision bestimmen viele Abläufe.
Der Vertriebsdruck ist real. Abschlussziele für Versicherungen, Fonds oder Kreditkarten stehen neben dem Anspruch, im Kundeninteresse zu beraten, und dieser Widerspruch belastet manche stark. Unangenehme Gespräche gehören dazu: Kreditablehnungen, gekündigte Konten, Verluste im Depot, gelegentlich Beschwerden und Aggression. Die Arbeitszeiten liegen in der Regel innerhalb der Woche, Öffnungszeiten und Abendtermine verlangen aber Flexibilität, Schichtdienst gibt es nur in Servicecentern. Der Filialabbau der letzten Jahre bedeutet Standortwechsel, größere Betreuungsgebiete und die Bereitschaft, Aufgaben digital zu erledigen.
Aussichten
Die Zahl der Filialen und der klassischen Servicestellen sinkt seit Jahren, Routinetätigkeiten wandern in Selbstbedienung und Automatisierung. Gleichzeitig suchen Banken und Sparkassen Nachwuchs für die qualifizierte Beratung, weil viele Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Gute Chancen haben Bankkaufleute mit Spezialisierung: Baufinanzierung, Wertpapier- und Vermögensberatung, Firmenkunden, Kreditanalyse oder Compliance.
Weiterbildungswege sind klar strukturiert: Bankfachwirt, Bankbetriebswirt, Fachwirt für Finanzberatung oder ein berufsbegleitendes Studium. Von dort führen Wege in die Filialleitung, ins Private Banking, in die Marktfolge oder in Stabsfunktionen. Auch außerhalb der Banken sind die Kenntnisse gefragt, etwa bei Versicherungen, Leasinggesellschaften, Finanzvertrieben oder in der Finanzabteilung von Unternehmen.
Aufgaben
- Konten und Depots eröffnen, führen und schließen
- Privat- und Firmenkunden zu Krediten, Anlagen und Vorsorge beraten
- Kreditanträge aufnehmen, Unterlagen und Bonität prüfen
- Baufinanzierungen und Ratenkredite kalkulieren
- Zahlungsverkehr bearbeiten, Reklamationen und Kartensperren klären
- Beratungsprotokolle, Legitimations- und Geldwäscheprüfungen dokumentieren
- Vertriebsziele verfolgen und Kundenbestände aktiv ansprechen
Voraussetzungen
- Mittlerer Schulabschluss, häufig Abitur oder Fachhochschulreife
- Sicheres Rechnen und Verständnis für Zahlen und Verträge
- Freundliches, belastbares Auftreten im Kundengespräch
- Zuverlässigkeit, Diskretion und einwandfreies Führungszeugnis
- Bereitschaft, Regelwerke und Dokumentationspflichten genau einzuhalten
- Sachkundenachweise für Anlage- und Immobilienkreditberatung
- Sicherer Umgang mit Bankensoftware und digitalen Beratungswegen
Wo man arbeitet
- Filialen von Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken
- Kundenservice- und Beratungscenter
- Fachabteilungen wie Kreditabwicklung, Zahlungsverkehr oder Wertpapiergeschäft
- Bausparkassen und Förderbanken
- Finanzvertriebe und Vermittlungsgesellschaften
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, die zweieinhalb bis drei Jahre dauert und mit der IHK-Abschlussprüfung endet. Alternativ führen ein duales Studium in Banking and Finance oder BWL sowie Trainee-Programme in den Beruf. Für die Anlage- und Immobilienkreditberatung sind zusätzliche Sachkundenachweise erforderlich.
Offene Stellen als Bankkaufmann
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Ausbildung Bankkaufmann (m/w/d) 2027
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Nordrhein-Westfalen (01.08.2027)
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Bremen (01.08.2027)
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Hamburg (01.08.2027)
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Berlin (01.08.2027)
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Sachsen (01.08.2027)
Ausbildung Bankkaufmann (w|m|d) Vollzeit/Teilzeit – Rheinland-Pfalz (01.08.2027)
Verwandte Berufe
Finanzberater
Finanzberater beraten Privatpersonen und Unternehmen zu Geldanlagen, Vorsorge, Krediten und Versicherungen und vermitteln passende Produkte. Der Beruf verbindet Fachwissen mit Vertrieb, das Einkommen hängt oft direkt am Abschluss.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.400 – 9.000 €
Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen
Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen beraten Privat- und Firmenkunden zu Versicherungsschutz, Vorsorge und Geldanlagen, schließen Verträge ab und bearbeiten Schadensfälle. Sie arbeiten bei Versicherern, in Agenturen oder im Maklerbüro.
- Offene Stellen
- 25
- Monatsbrutto
- 2.700 – 7.000 €
Kreditanalyst
Kreditanalysten prüfen, ob Unternehmen oder Privatpersonen einen Kredit zurückzahlen können. Sie bewerten Bilanzen, Sicherheiten und Marktrisiken und geben eine begründete Empfehlung an die Entscheider.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 3.300 – 9.500 €
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