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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Host Service & Reception

Hosts im Bereich Service und Reception empfangen Gäste, Kunden und Besucher, betreuen den Empfangsbereich und koordinieren Termine, Post und Telefonate. Sie sind die erste Ansprechperson im Unternehmen, Hotel oder Veranstaltungsbetrieb.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Host Service & Reception verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Entscheidend sind Branche und Arbeitgebertyp: Empfangsdienstleister und die Hotellerie zahlen deutlich weniger als Industrie, Kanzleien oder der öffentliche Dienst, wo der TVöD in etwa den Entgeltgruppen 4 bis 6 greift. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge machen in Hotels einen merklichen Teil des Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Host im Bereich Service & Reception?

Der Arbeitstag beginnt meist damit, den Empfangsbereich zu öffnen, die Übergabe der vorherigen Schicht zu lesen und die Besucherliste des Tages zu prüfen. Danach kommen die Menschen: Kunden, Bewerber, Lieferanten, Handwerker, Hotelgäste. Hosts begrüßen sie, gleichen Termine ab, stellen Besucherausweise aus, informieren die zuständige Abteilung und begleiten Gäste in Besprechungsräume. Parallel läuft die Telefonzentrale, das zentrale E-Mail-Postfach und die Postbearbeitung.

Dazu kommen organisatorische Aufgaben: Besprechungsräume buchen und für den nächsten Termin herrichten, Getränke und Catering bestellen, Kuriere und Taxis beauftragen, Büromaterial nachordern, Schlüssel und Zugangskarten verwalten. In Hotels gehören Check-in und Check-out, Zimmerzuteilung, Kassenführung und Reklamationen dazu, im Veranstaltungsbereich Akkreditierung, Garderobe und Gästelisten. Wer am Empfang arbeitet, hält viele kleine Fäden gleichzeitig in der Hand und muss zwischen Telefon, Gast am Schalter und System wechseln, ohne den Überblick zu verlieren.

Wie wird man Host im Bereich Service & Reception?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung. Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Büromanagement, Hotelfachmann oder Kaufmann im Einzelhandel, jeweils drei Jahre im Betrieb und in der Berufsschule. Auch Veranstaltungskaufleute und Tourismuskaufleute landen häufig am Empfang.

Der Quereinstieg ist verbreitet und realistisch. Viele Arbeitgeber, darunter spezialisierte Empfangsdienstleister, stellen Bewerber mit Erfahrung aus Service, Handel oder Callcenter ein und schulen intern auf Telefonanlage, Besuchermanagement und Hausregeln. Sicheres Deutsch und gutes Englisch sind fast immer Bedingung, weitere Sprachen ein deutlicher Vorteil. Wichtiger als ein bestimmter Abschluss sind Auftreten, Verlässlichkeit und Ruhe unter Druck.

Was der Beruf verlangt

Der Empfang ist ein sichtbarer Arbeitsplatz. Freundlichkeit ist Teil der Leistung, auch wenn der Gast unhöflich, der Tag lang und die Telefonleitung dauerbelegt ist. Wer Konflikte schlecht aushält oder ungern im Blickfeld arbeitet, wird damit Mühe haben.

In Unternehmen liegen die Zeiten meist zwischen sieben und neunzehn Uhr im Früh- und Spätdienst, in Hotels und bei Veranstaltungen kommen Wochenenden, Feiertage und Nachtschichten dazu. Der Empfang darf nicht unbesetzt sein, spontane Pausen sind selten. Langes Sitzen oder Stehen an einem Platz, ständige Unterbrechungen und viele parallele Kleinstaufgaben prägen den Alltag. Diskretion ist Pflicht, weil am Empfang Informationen zusammenlaufen, die nicht weitergegeben werden dürfen. Teilzeit ist gut möglich, Befristungen und Einsätze über Dienstleister sind häufig, die Bezahlung liegt im unteren Bereich der kaufmännischen Berufe.

Aussichten

Empfangskräfte werden weiterhin gesucht, besonders in Ballungsräumen, bei Kanzleien, Kliniken, Autohäusern und in der Hotellerie. Reine Telefonzentralen werden dagegen zunehmend automatisiert, gefragt sind Kräfte, die zusätzlich Assistenz-, Office-Management- oder Facility-Aufgaben übernehmen.

Entwicklungswege führen in die Teamleitung eines Empfangs mit mehreren Standorten, in die Assistenz der Geschäftsführung, ins Office- oder Facility-Management oder bei Dienstleistern in die Objektbetreuung. Wer Zusatzqualifikationen sammelt, etwa Fremdsprachen, Buchhaltungsgrundlagen oder eine Weiterbildung zum Fachwirt, verbessert die Aussichten deutlich.

Aufgaben

  • Gäste, Kunden und Besucher empfangen und anmelden
  • Telefonzentrale bedienen und Anrufe weiterleiten
  • Post, Pakete und Kuriersendungen annehmen und verteilen
  • Besprechungsräume buchen, vorbereiten und Catering bestellen
  • Besucherausweise, Schlüssel und Zugangskarten verwalten
  • Termine koordinieren und Reisebuchungen unterstützen
  • Check-in, Check-out und Kassenführung im Hotelbereich
  • Anfragen und Beschwerden aufnehmen und weiterleiten

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss, häufig eine kaufmännische Ausbildung
  • sicheres Deutsch in Wort und Schrift, gutes Englisch
  • freundliches, gepflegtes Auftreten und Belastbarkeit im Kundenkontakt
  • Organisationstalent und die Fähigkeit, mehrere Aufgaben parallel zu führen
  • sicherer Umgang mit Office-Programmen, Telefonanlagen und Buchungssystemen
  • Diskretion beim Umgang mit vertraulichen Informationen
  • Bereitschaft zu Früh- und Spätdienst, in Hotels auch Wochenend- und Nachtarbeit

Wo man arbeitet

  • Empfangsbereiche von Unternehmen, Kanzleien und Verbänden
  • Hotels und Tagungszentren
  • Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen
  • spezialisierte Empfangs- und Facility-Dienstleister
  • Autohäuser, Fitness- und Freizeitanlagen
  • Messe- und Veranstaltungsbetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement oder Hotelfachmann, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus Service, Handel oder Kundenbetreuung mit betrieblicher Einarbeitung von wenigen Wochen. Weiterbildungen zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation oder im Office-Management öffnen den Weg in Leitungsaufgaben.

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