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Gruppenleiter Schützenpanzer

Gruppenleiter Schützenpanzer führen als Unteroffiziere mit Portepee eine Panzergrenadiergruppe und sind gleichzeitig Kommandant ihres Schützenpanzers Puma oder Marder. Sie verantworten Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Führung der Besatzung und der abgesetzten Gruppe.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gruppenleiter Schützenpanzer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.000 € 3.200 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.500 € 3.800 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.200 € 4.700 € 50.400 €

Die Bezahlung richtet sich nach dem Bundesbesoldungsgesetz, für Feldwebel bis Hauptfeldwebel also nach den Besoldungsgruppen A 7 bis A 9 mit Erfahrungsstufen — die Spanne ist deshalb eng und nicht verhandelbar. Deutlich ins Gewicht fallen Zulagen und Zuschläge, etwa Auslandsverwendungs-, Erschwernis- und Stellenzulagen, sowie der Familienzuschlag; außerdem entfallen Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung, sodass netto mehr bleibt als in vergleichbaren zivilen Stellen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gruppenleiter Schützenpanzer?

Der Gruppenleiter Schützenpanzer ist Feldwebel in der Panzergrenadiertruppe des Heeres. Er führt eine Gruppe von etwa acht bis neun Soldaten und ist zugleich Kommandant des Kampffahrzeugs, in dem diese Gruppe kämpft und sich bewegt. Im Gefechtsdienst heißt das: Lage aufnehmen, Befehle des Zugführers umsetzen, dem Fahrer Fahrwege und dem Richtschützen Ziele zuweisen, Feuer und Bewegung der abgesetzten Schützen koordinieren, Funkmeldungen abgeben. Im normalen Dienstbetrieb überwiegt anderes: Ausbildung der eigenen Leute an Waffe, Fahrzeug und Funkgerät, Materialerhalt, technische Durchsichten, Munitions- und Gerätenachweise, Schießbahnbetrieb, Vorbereitung von Übungen und Verlegungen. Dazu kommt Personalführung im engsten Sinn — Beurteilungen mitzeichnen, Gespräche führen, Urlaub und Wachdienste einteilen, bei privaten Problemen der Mannschaftssoldaten der erste Ansprechpartner sein.

Wie wird man Gruppenleiter Schützenpanzer?

Der Weg führt über die Bundeswehr als Arbeitgeber. Nach der Bewerbung beim Karrierecenter, dem Auswahlverfahren mit Sport-, Wissens- und Eignungstests sowie der ärztlichen Untersuchung erfolgt die Einstellung als Soldat auf Zeit. Es folgen die Allgemeine Grundausbildung, die Dienstpostenausbildung in der Panzergrenadiertruppe und Verwendungen als Schütze, Fahrer oder Richtschütze. Die Feldwebelausbildung besteht aus Feldwebellehrgang, Ausbildung an der Unteroffizierschule und fachlichen Lehrgängen am Ausbildungszentrum der Panzergrenadiertruppe, darunter der Kommandantenlehrgang für Marder oder Puma. Voraussetzung ist in der Regel mindestens ein Realschulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Quereinstieg als Zivilist direkt auf diesen Dienstposten ist nicht möglich; wer aus einem anderen Beruf kommt, beginnt als Mannschaftssoldat oder in der Feldwebellaufbahn und arbeitet sich über mehrere Jahre und Lehrgänge dorthin.

Was der Beruf verlangt

Die körperliche Belastung ist erheblich und dauerhaft: Marschieren mit Gepäck, Arbeiten am Fahrzeug, Munitionsschleppen, Gefechtsdienst bei jedem Wetter, Lärm und Erschütterung im Fahrzeug. Die jährliche Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist Pflicht. Übungsplatzaufenthalte, Wachdienste und Auslandseinsätze bedeuten Wochen bis Monate Abwesenheit von der Familie; Versetzungen an andere Standorte gehören zur Laufbahn. Wer eine Trennung von Dienst und Privatleben braucht, findet sie hier selten. Hinzu kommt die Verantwortung für Menschen unter Belastung und im Ernstfall unter Feindeinwirkung — mit allem, was das psychisch bedeutet. Soldaten unterliegen dem Soldatengesetz, haben eingeschränkte Streik- und Meinungsäußerungsrechte und müssen Befehle ausführen. Ein Teil der Arbeit ist Bürokratie: Nachweise, Meldungen, Ausbildungsdokumentation.

Aussichten

Die Panzergrenadiertruppe wird im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung ausgebaut, die Zahl der Verbände und Dienstposten steigt, gleichzeitig fehlt der Bundeswehr Personal in den Unteroffizierlaufbahnen. Wer geeignet ist und bleibt, hat gute Chancen auf Weiterverwendung und Beförderung. Vom Gruppenleiter geht es über Zugführerdienstposten, Ausbilderverwendungen an Schulen, Kompaniefeldwebel bis in die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes. Als Soldat auf Zeit ist die Dienstzeit befristet; der Berufssoldatenstatus wird nur einem Teil zugesprochen. Für alle anderen ist der Berufsförderungsdienst mit Umschulung und Studienförderung der geplante Ausstieg — militärische Führungserfahrung, Fahrerlaubnisse und technische Kenntnisse sind zivil verwertbar, der Dienstposten selbst hat jedoch kein direktes zivilberufliches Gegenstück.

Aufgaben

  • Führen einer Panzergrenadiergruppe im Gefechts- und Dienstbetrieb
  • Kommandieren des Schützenpanzers Puma oder Marder aus dem Turm
  • Ziele zuweisen, Feuer und Bewegung der Gruppe koordinieren
  • Ausbildung der Besatzung an Waffen, Fahrzeug und Funkgeräten
  • Materialerhalt, technische Durchsichten und Gerätenachweise überwachen
  • Übungen, Schießvorhaben und Verlegungen vorbereiten und durchführen
  • Personalangelegenheiten der Gruppe bearbeiten und Soldaten betreuen
  • Meldungen und Ausbildungsdokumentation erstellen

Voraussetzungen

  • Deutsche Staatsangehörigkeit und Eignung für den Dienst in der Bundeswehr
  • Mindestens Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung
  • Bestandenes Auswahlverfahren, ärztliche Tauglichkeit und Sicherheitsüberprüfung
  • Hohe körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit über lange Zeiträume
  • Führungswille, Durchsetzungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Bereitschaft zu Auslandseinsätzen, Versetzungen und häufiger Abwesenheit
  • Technisches Verständnis für Kettenfahrzeuge, Waffen- und Funktechnik

Wo man arbeitet

  • Panzergrenadierbataillone des Heeres an Bundeswehrstandorten
  • Truppenübungsplätze und Gefechtsübungszentren
  • Ausbildungszentren und Truppenschulen
  • Auslandseinsätze und Verlegungen im Rahmen der Bündnisverteidigung

Der Weg in den Beruf

Nach der Einstellung als Soldat auf Zeit folgen dreimonatige Allgemeine Grundausbildung und Dienstpostenausbildung in der Panzergrenadiertruppe. Die Feldwebellaufbahn umfasst Feldwebellehrgänge, Ausbildung an der Unteroffizierschule und den Kommandantenlehrgang für Marder oder Puma; bis zur Verwendung als Gruppenleiter vergehen üblicherweise drei bis vier Jahre. Abschluss ist die Beförderung zum Feldwebel, nicht ein zivil anerkannter Berufsabschluss.

Offene Stellen als Gruppenleiter Schützenpanzer

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