Industriemechaniker
Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.
- Offene Stellen
- 192
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Gießereimechaniker fertigen Bauteile aus flüssigem Metall: Sie bauen Formen und Kerne, gießen Eisen, Stahl oder Leichtmetall ab und bearbeiten die erkalteten Gussteile nach. Der Beruf läuft in Gießereien meist im Schichtbetrieb und bei großer Hitze.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie folgt: dort liegen die Grundlöhne deutlich über denen kleiner, nicht tarifgebundener Gießereien. Schicht-, Hitze- und Nachtzulagen erhöhen das reale Monatseinkommen oft um mehrere Hundert Euro.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Gießereimechaniker stellen Bauteile her, indem sie geschmolzenes Metall in Formen füllen. Der Arbeitstag beginnt oft an der Formanlage: Formstoff aufbereiten, Modelle einlegen, Ober- und Unterkasten schließen, Kerne einsetzen, die den späteren Hohlraum im Bauteil bilden. Beim Abgießen wird die Schmelze aus dem Ofen entnommen, die Temperatur geprüft und das Metall über Pfannen oder automatisierte Gießeinrichtungen in die Form gebracht. Nach dem Erstarren werden die Teile ausgepackt, Anschnitte und Grate entfernt, Oberflächen gestrahlt und Maße kontrolliert.
Je nach Fachrichtung sieht das anders aus. Im Handformguss entstehen einzelne große Teile, etwa Maschinenbetten oder Pumpengehäuse, in aufwendig aufgebauten Sandformen. Im Maschinenformguss und im Druck- und Kokillenguss laufen Anlagen im Takt; hier geht es um Rüsten, Bedienen, Überwachen und Instandhalten der Maschinen, um Zykluszeiten und um die Beherrschung von Störungen. In der Kernmacherei werden Kerne geschossen, gehärtet, entgratet und geklebt. Zur Arbeit gehören außerdem Probenentnahme für die Schmelzeanalyse, Sichtprüfung auf Lunker und Risse, Dokumentation der Prozessdaten und die Pflege der Werkzeuge.
Über eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Betrieb und in der Berufsschule, meist mit Blockunterricht an überregionalen Fachklassen, da der Beruf selten ist. Betriebe erwarten in der Regel einen mittleren Schulabschluss, nehmen aber auch Hauptschulabsolventen mit brauchbaren Noten in Mathematik und Physik. Die Fachrichtung wird im Laufe der Ausbildung festgelegt und richtet sich nach dem Betrieb. Abschluss ist die Gesellenprüfung beziehungsweise Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Quereinstieg kommt vor: Wer aus einem anderen Metallberuf kommt oder als Produktionshelfer in einer Gießerei angelernt wurde, kann die Prüfung als Externer ablegen oder eine verkürzte Ausbildung machen.
Gießereien sind heiß, laut und staubig. Wer am Ofen oder an der Gießstrecke arbeitet, trägt Hitzeschutzkleidung, Gehörschutz und Schutzvisier, und im Sommer wird das zur echten Belastung. Gussteile und Formkästen sind schwer, viele Tätigkeiten finden im Stehen statt, Hebehilfen nehmen nur einen Teil der Last ab. Die meisten Betriebe fahren Zwei- oder Dreischichtbetrieb, weil Schmelzöfen nicht beliebig abgekühlt werden können. Umgang mit flüssigem Metall verlangt Ruhe und Disziplin: Feuchtigkeit in der Form oder ein falscher Griff können gefährlich werden. Wer keine körperliche Arbeit mag oder auf gleichmäßige Bürozeiten angewiesen ist, ist hier falsch. Gute Gießereien investieren in Absaugung, Automatisierung und Ergonomie, aber der Kern der Arbeit bleibt handfest.
Die Zahl der Auszubildenden ist klein, die Zahl der Betriebe schrumpft langsam, doch qualifizierte Fachkräfte werden gesucht. Gießereien liefern an Maschinenbau, Nutzfahrzeuge, Energietechnik und Armaturenindustrie; die Abhängigkeit von der klassischen Verbrennerproduktion trifft einzelne Werke hart, während Leichtmetallguss für Elektrofahrzeuge und Strukturbauteile zulegt. Wer bleibt, hat gute Karten: Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Gießerei, zum Gießereitechniker oder zum geprüften Prozessmanager öffnet Schicht- und Betriebsführung. Mit Fachhochschulreife ist ein Studium in Gießerei- oder Werkstofftechnik möglich. Auch Wege in Qualitätssicherung, Modellbau, Instandhaltung oder Anlagenprogrammierung stehen offen.
Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Der schulische Teil findet häufig als Blockunterricht in überregionalen Fachklassen statt, weil der Beruf nur in wenigen Regionen ausgebildet wird. Festgelegt wird eine der Fachrichtungen Handformguss, Maschinenformguss, Druck- und Kokillenguss oder Kernherstellung.
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VerfahrensmechanikerInnen für Glastechnik steuern und überwachen die industrielle Herstellung und Weiterverarbeitung von Glas – von der Gemengeaufbereitung über die Schmelzwanne bis zum fertigen Produkt. Sie arbeiten an großen Anlagen, meist im Schichtbetrieb.
Werkstoffprüfer untersuchen Metalle, Kunststoffe und Bauteile auf Festigkeit, Gefüge und verborgene Fehler. Sie arbeiten in Prüflabors der Industrie und entscheiden mit, ob ein Werkstoff freigegeben wird.
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