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Gastronomie & Tourismus

Frühstückskraft Restaurant

Frühstückskräfte bauen das Frühstücksbuffet auf, bedienen und betreuen die Gäste am Morgen und räumen den Bereich anschließend wieder ab. Der Beruf ist ein klassischer Frühdienst in Hotels, Pensionen und Restaurants mit Frühstücksangebot.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Frühstückskraft Restaurant verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.150 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €

Viele Häuser zahlen nah am gesetzlichen Mindestlohn; deutlich darüber liegen vor allem tarifgebundene Betriebe nach dem Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes sowie Kliniken und Betriebe des öffentlichen Dienstes. Da ein großer Teil der Stellen Teilzeit oder Minijob ist, weichen die tatsächlichen Auszahlungen von diesen Vollzeitwerten häufig ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Frühstückskraft?

Der Arbeitstag beginnt früh, oft zwischen fünf und sechs Uhr. Vor dem ersten Gast muss das Buffet stehen: Aufschnitt und Käse aufgelegt, Obst geschnitten, Müsli und Marmeladen aufgefüllt, Brötchen aufgebacken, Rührei und Würstchen in die Warmhaltebehälter, Kaffeemaschine angestellt und die Tische mit Gedeck, Servietten und Blumen vorbereitet. Während des Service werden leere Schalen nachgefüllt, Kaffee und Tee an den Tisch gebracht, Sonderwünsche wie Eierspeisen aufgenommen und benutztes Geschirr abgeräumt. In kleineren Häusern kassieren Frühstückskräfte auch, notieren Zimmernummern oder erklären Gästen, was glutenfrei oder vegan ist.

Nach dem Service folgt die unbeliebteste, aber notwendige Hälfte: Buffet abbauen, Reste nach Hygienevorgaben trennen und dokumentieren, Behälter in die Spülküche bringen, Flächen reinigen, Kühlschranktemperaturen aufschreiben und den Raum für den nächsten Morgen oder für den Mittagsbetrieb vorbereiten. Häufig gehört das Bestellen von Ware oder das Melden von Fehlbeständen dazu.

Wie wird man Frühstückskraft?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Die Stellen sind angelernte Tätigkeiten, in die man innerhalb weniger Tage eingewiesen wird. Verlangt werden fast immer ein Gesundheitszeugnis nach dem Infektionsschutzgesetz, eine Hygieneschulung und Grundkenntnisse im Umgang mit Gästen. Wer eine Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, als Restaurantfachkraft oder Hotelfachkraft mitbringt, wird häufig als Frühstücksleitung eingesetzt und übernimmt Dienstplanung und Einkauf. Viele Frühstückskräfte kommen aus anderen Bereichen: aus dem Verkauf, aus der Küche, aus dem Housekeeping oder nach einer Familienphase zurück in den Beruf, weil der Frühdienst mit dem Nachmittag zu Hause zusammenpasst.

Was der Beruf verlangt

Der Frühdienst ist die zentrale Belastung. Wecken um vier Uhr, Arbeitsbeginn im Dunkeln, Wochenenden und Feiertage sind Regeldienst, denn gerade dann sind Hotels voll. Die Arbeit findet fast durchgehend im Stehen und Gehen statt, mit Tragen von Geschirrkisten, Getränkekästen und Warmhaltebehältern. Zwischen sieben und neun Uhr wird es hektisch, weil viele Gäste gleichzeitig frühstücken wollen und Nachschub und Abräumen parallel laufen müssen. Freundlich bleiben, wenn ein Gast das dritte Mal nach frischem Rührei fragt, während das Buffet leer läuft, gehört dazu.

Die Bezahlung liegt in vielen Häusern nah am Mindestlohn, Trinkgeld ist beim Frühstück gering. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijob, mit Arbeitszeiten von etwa sechs bis elf Uhr. Wer Vollzeit sucht, wird oft zusätzlich im Mittagsservice, im Bankett oder im Housekeeping eingesetzt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und hoch. Fast jedes Hotel braucht Frühstückspersonal, und die Fluktuation ist groß, weil die frühen Zeiten viele abschrecken. Wer zuverlässig ist und bleibt, findet schnell eine Stelle und kann den Arbeitgeber wechseln. Aufstiegswege führen zur Frühstücksleitung oder Schichtleitung im Service, mit einer nachgeholten Ausbildung auch in die Restaurantleitung oder ins Bankett. Manche wechseln in die Küche oder in die Betriebsgastronomie, wo die Arbeitszeiten planbarer sind und Wochenenden häufiger frei bleiben.

Aufgaben

  • Frühstücksbuffet aufbauen, dekorieren und während des Service nachfüllen
  • Brötchen aufbacken, warme Speisen zubereiten und warmhalten
  • Gäste begrüßen, Kaffee und Getränke servieren, Sonderwünsche aufnehmen
  • Tische eindecken, abräumen und für den nächsten Gast neu vorbereiten
  • Buffet abbauen, Reste nach Hygienevorschrift entsorgen oder verwerten
  • Kühltemperaturen und Reinigungsschritte in Checklisten dokumentieren
  • Warenbestände prüfen und Fehlmengen melden
  • in kleinen Häusern Frühstück abrechnen und Zimmernummern erfassen

Voraussetzungen

  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz und Hygieneschulung
  • Bereitschaft zu Arbeitsbeginn zwischen vier und sechs Uhr, auch am Wochenende
  • körperliche Belastbarkeit: durchgehend Stehen, Gehen und Tragen
  • freundliches Auftreten und Deutschkenntnisse für den Gästekontakt
  • Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Tempo in der Stoßzeit
  • Grundkenntnisse zu Allergenen und Kennzeichnungspflichten von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Hotels und Hotelketten
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Restaurants und Cafés mit Frühstücksangebot
  • Jugendherbergen und Tagungshäuser
  • Kliniken, Kur- und Rehabilitationseinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt als angelernte Kraft mit Einweisung im Betrieb, meist innerhalb von einer bis zwei Wochen. Wer den Beruf langfristig ausüben will, kann eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie oder eine zweijährige Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe nachholen. Mit einem solchen Abschluss ist der Weg zur Frühstücks- oder Schichtleitung offen.

Offene Stellen als Frühstückskraft Restaurant

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