Zum Inhalt springen
Gastronomie & Tourismus

Field Service Engineer

Field Service Engineers installieren, warten und reparieren technische Anlagen direkt beim Kunden – in der Gastronomie vor allem Großküchengeräte, Kaffeemaschinen, Kühl- und Spültechnik. Sie sind überwiegend im Außendienst mit einem Servicefahrzeug unterwegs.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Field Service Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.700 € 5.800 € 56.400 €

Am stärksten wirken Betriebsgröße und Auftraggeber: Hersteller und tarifgebundene Unternehmen nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zahlen deutlich über kleinen Servicebetrieben des Handwerks. Rufbereitschaft, Überstunden und Spesen erhöhen das tatsächliche Monatseinkommen oft merklich, sind hier aber nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Field Service Engineer?

Ein Field Service Engineer betreut technische Geräte und Anlagen dort, wo sie im Einsatz sind. Im Umfeld von Gastronomie, Hotellerie und Catering sind das Kombidämpfer, Induktionsherde, Kaffeevollautomaten, Schankanlagen, Eismaschinen, Spülstraßen sowie Kühl- und Tiefkühltechnik. Der Arbeitstag beginnt meist mit einer Tourenliste: geplante Wartungen, Inbetriebnahmen neuer Geräte und Störungsmeldungen, die kurzfristig dazwischenkommen.

Vor Ort wird der Fehler eingegrenzt – über Fehlerspeicher und Servicesoftware, Messungen an Elektrik und Elektronik, Prüfung von Wasserzulauf, Abtauung, Kältekreis oder Mechanik. Danach werden Bauteile getauscht, Parameter neu eingestellt, Dichtungen und Filter erneuert und Sicherheitsprüfungen dokumentiert. Zum Auftrag gehört immer Papierkram: Serviceberichte im Tablet, Ersatzteilbestellungen, Garantieabwicklung, Zeiterfassung. Weil die Geräte im laufenden Betrieb stehen, ist der Kundenkontakt eng. Küchenchefs und Servicekräfte müssen eingewiesen werden, oft mitten in der Vorbereitung, manchmal unter Zeitdruck kurz vor dem Service.

Wie wird man Field Service Engineer?

Der klassische Weg führt über eine technische Ausbildung – Elektroniker für Geräte und Systeme, Mechatroniker, Anlagenmechaniker für Kälte- und Klimatechnik oder Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Für Arbeiten am Kältekreis ist ein Sachkundenachweis nach der Kälte-Klima-Verordnung erforderlich, für Gasgeräte eine entsprechende Fachkundeschulung. Wer aus dem Kfz-Handwerk, der Instandhaltung oder von der Bundeswehr kommt, steigt häufig quer ein und wird intern nachqualifiziert. Ein Studium im Maschinenbau oder in der Elektrotechnik ist möglich, aber nicht üblich; die Bezeichnung Engineer folgt hier dem internationalen Sprachgebrauch der Hersteller und nicht einem akademischen Grad. Hersteller und Servicedienstleister schulen produktbezogen, meist in Blöcken mit Zertifizierung. Ein Führerschein Klasse B ist praktisch Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist Außendienst, mit allem, was daran hängt: viel Fahrzeit, wechselnde Baustellen, Arbeit in engen, warmen Küchen und in kalten Lagerräumen. Geräte werden gehoben, Verkleidungen liegend oder kniend demontiert, Kältemittel und Reinigungschemie sicher gehandhabt. Einsätze liegen häufig früh morgens vor Öffnung oder abends nach Betriebsschluss, dazu kommen Rufbereitschaft am Wochenende und gelegentliche Übernachtungen bei weiten Touren.

Schwer fällt vielen die Gleichzeitigkeit: Der Kunde steht daneben, die Küche muss wieder laufen, das Ersatzteil ist nicht im Fahrzeug. Wer schlecht mit Unterbrechungen, Erklärungsarbeit und ungeduldigen Gegenübern umgehen kann, findet den Alltag anstrengend. Verlässlich sind dagegen Selbstständigkeit und wenig Kontrolle im Tagesablauf.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und über die Branchen hinweg stabil. Gastronomiebetriebe können Ausfälle nicht abwarten, Hersteller binden Servicezusagen in ihre Verträge, und qualifizierte Technikerinnen und Techniker fehlen fast überall. Wer Kälte-Sachkunde und Herstellerzertifikate mitbringt, kann sich Stellen aussuchen.

Entwicklungswege führen in die Spezialisierung auf einzelne Produktlinien, in den technischen Support und die Schulung von Kollegen, in die Disposition und Einsatzleitung oder über die Meister- und Technikerprüfung in die Serviceleitung. Manche wechseln in den technischen Vertrieb oder in die Instandhaltung großer Hotel- und Klinikküchen mit festem Standort und geregelteren Zeiten.

Aufgaben

  • Störungen an Küchen-, Kälte- und Kaffeetechnik vor Ort eingrenzen und beheben
  • geplante Wartungen und Sicherheitsprüfungen durchführen und dokumentieren
  • neue Geräte und Anlagen installieren und in Betrieb nehmen
  • Bedienpersonal in Handhabung und Reinigung einweisen
  • Ersatzteile bestellen, Fahrzeuglager und Werkzeug verwalten
  • Serviceberichte, Garantiefälle und Arbeitszeiten digital erfassen
  • Rufbereitschaft für Notfälle außerhalb der Regelzeiten übernehmen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene technische Ausbildung in Elektronik, Mechatronik oder Kältetechnik
  • Sachkundenachweis Kältemittel bzw. Gas-Fachkunde je nach Einsatzgebiet
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglichen Fahrten
  • sicheres Auftreten im direkten Kundenkontakt
  • körperliche Belastbarkeit für Heben, Knien und Arbeit in Hitze und Kälte
  • Grundkenntnisse in Englisch für Herstellerdokumentation
  • Bereitschaft zu Randzeiten und Wochenendbereitschaft

Wo man arbeitet

  • Servicebetriebe für Großküchen- und Gastronomietechnik
  • Hersteller von Kaffeemaschinen, Kühl- und Spültechnik
  • Kälte- und Klimatechnikfachbetriebe
  • technische Abteilungen großer Hotel- und Cateringgruppen
  • Getränkefachgroßhandel mit Schankanlagenservice

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, etwa als Mechatroniker, Elektroniker für Geräte und Systeme oder Anlagenmechaniker für Kälte- und Klimatechnik. Darauf folgen Herstellerschulungen und, je nach Gerätetyp, der Sachkundenachweis für Kältemittel oder eine Gas-Fachkunde. Quereinsteiger mit anderer technischer Ausbildung werden häufig eingestellt und intern über mehrere Monate nachqualifiziert.

Offene Stellen als Field Service Engineer

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Elektroniker für Geräte und Systeme

Elektroniker für Geräte und Systeme bauen elektronische Geräte und Komponenten zusammen, prüfen sie und halten sie in Stand. Der Beruf ist industriell geprägt und liegt zwischen Fertigung, Messtechnik und Fehlersuche.

Offene Stellen
13
Monatsbrutto
2.500 – 5.000 €

Mechatroniker für Kältetechnik

Mechatroniker für Kältetechnik bauen, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen – von der Supermarkt-Kühltheke über Wärmepumpen bis zur industriellen Prozesskühlung. Der Beruf verbindet Metallbau, Elektrotechnik, Regelungstechnik und Kältemittelkunde.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.700 – 5.400 €

Servicetechniker Gebäudetechnik

Servicetechniker der Gebäudetechnik warten, reparieren und prüfen technische Anlagen in Gebäuden – von Heizung und Lüftung über Klimatechnik bis zu Aufzügen, Brandmeldeanlagen und Gebäudeleittechnik. Sie fahren meist im Servicegebiet von Objekt zu Objekt.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
2.700 – 5.300 €

Technischer Vertriebsmitarbeiter

Technische Vertriebsmitarbeiter verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Bauteile, Software oder Anlagentechnik. Sie verbinden technisches Verständnis mit Beratung, Angebotserstellung und Preisverhandlung.

Offene Stellen
11
Monatsbrutto
2.900 – 8.000 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz