Elektroniker / Sicherheitstechniker
Elektroniker mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik planen, installieren und warten Alarm-, Video-, Brandmelde- und Zutrittssysteme. Sie arbeiten überwiegend auf Baustellen und in fremden Gebäuden, oft im Kundendienst mit Rufbereitschaft.
28 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Elektroniker / Sicherheitstechniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.950 € | 3.400 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.500 € | 52.800 € |
Im Handwerk gelten die regionalen Tarifverträge für das Elektrohandwerk, in Industriebetrieben oft der Tarif der IG Metall oder IG BCE mit deutlich höheren Grundlöhnen. Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenendzuschläge sowie Montagepauschalen erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Elektroniker für Sicherheitstechnik?
Der Arbeitstag beginnt meist mit der Fahrt zum Objekt: ein Bürogebäude, ein Logistikzentrum, ein Wohnhaus, ein Kraftwerk. Dort werden Kabelwege verlegt, Melder gesetzt, Kameras ausgerichtet, Zentralen montiert und in Betrieb genommen. Ein Einbruchmeldesystem besteht aus Bewegungsmeldern, Magnetkontakten, Glasbruchsensoren, einer Zentrale und der Aufschaltung auf eine Leitstelle - jedes Teil muss verdrahtet, parametriert und geprüft werden. Bei Brandmeldeanlagen kommt die Normprüfung nach DIN 14675 dazu, bei Zutrittssystemen die Verknüpfung mit Türsteuerungen, Fluchtwegtechnik und der IT des Kunden.
Ein großer Teil der Arbeit ist Instandhaltung. Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden, Fehlalarme haben Ursachen, die gesucht werden müssen, defekte Melder werden getauscht, Software und Firmware aktualisiert. Immer mehr Systeme laufen über Netzwerke, deshalb gehören IP-Adressen, Switches, VLANs und Fernzugriffe zum Alltag. Dokumentation, Prüfprotokolle und Übergabegespräche mit dem Kunden nehmen ebenfalls Zeit in Anspruch.
Wie wird man Elektroniker für Sicherheitstechnik?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung im Elektrohandwerk, meist als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder für Gebäudesystemintegration, in der Industrie auch als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Die Spezialisierung auf Sicherheitstechnik erfolgt danach im Betrieb und über Herstellerschulungen sowie Zertifizierungen für Brandmelde-, Video- und Einbruchmeldetechnik.
Quereinstieg ist möglich, aber nur mit elektrotechnischer Grundlage. Wer aus der Industrieelektronik, der Mess- und Regeltechnik oder von der Bundeswehr kommt, wird eingearbeitet. Ohne Elektrofachkraftstatus darf niemand eigenverantwortlich an Anlagen arbeiten. Für Aufschaltungen auf Polizei und Leitstellen sowie für viele Objekte ist ein einwandfreies Führungszeugnis Voraussetzung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet dort statt, wo die Anlage ist: auf Leitern, in Deckenhohlräumen, in Technikräumen, auf Dächern, in Tiefgaragen. Staub, Zwangshaltungen und schweres Werkzeug gehören dazu. Montagen in laufenden Betrieben werden häufig abends, nachts oder am Wochenende ausgeführt, weil tagsüber niemand die Anlage abschalten kann. Kundendienst bedeutet in vielen Betrieben Rufbereitschaft, weil eine ausgefallene Brandmeldeanlage nicht bis Montag warten kann.
Dazu kommt der Fahraufwand. Wer für einen Errichter mit großem Einzugsgebiet arbeitet, sitzt täglich ein bis drei Stunden im Auto, gelegentlich mit Übernachtung auf Montage. Fachlich verlangt der Beruf saubere, normgerechte Arbeit und die Bereitschaft, sich dauernd in neue Systeme einzulesen - Hersteller wechseln Plattformen, und Fehler an einer Sicherheitsanlage haben Folgen, die weit über eine Reklamation hinausgehen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Vorschriften zum Brandschutz, gestiegenes Sicherheitsbedürfnis und die Digitalisierung von Gebäuden sorgen für Aufträge, während im Elektrohandwerk gleichzeitig Fachkräfte fehlen. Wer gute Zertifikate mitbringt, kann sich Arbeitgeber aussuchen.
Entwicklungswege führen über den Servicetechniker mit eigenem Kundenstamm zum Projektleiter, Obermonteur oder in die Anlagenplanung. Mit der Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk sind Betriebsleitung, Ausbildung und ein eigener Betrieb möglich, mit einem Techniker- oder Ingenieurabschluss der Wechsel in Planungsbüros, zu Herstellern oder in den Vertrieb von Sicherheitssystemen.
Aufgaben
- Einbruchmelde-, Brandmelde- und Videoanlagen installieren und in Betrieb nehmen
- Kabelwege verlegen, Melder, Kameras und Zentralen montieren
- Zutrittskontroll- und Schließsysteme einrichten und programmieren
- Anlagen nach Normen prüfen, warten und Prüfprotokolle erstellen
- Störungen und Fehlalarme im Kundendienst eingrenzen und beheben
- Systeme auf Leitstellen aufschalten und Netzwerkanbindungen konfigurieren
- Kunden in die Bedienung einweisen und Dokumentation übergeben
Voraussetzungen
- abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung oder Status als Elektrofachkraft
- Kenntnisse in Netzwerktechnik und Bereitschaft zur Arbeit mit Herstellersoftware
- Führerschein Klasse B, häufig tägliche Fahrten zu Kunden
- Schwindelfreiheit, Arbeiten auf Leitern und in engen Technikräumen
- sauberes Führungszeugnis für sicherheitsrelevante Objekte
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenendeinsätzen und Rufbereitschaft
Wo man arbeitet
- Errichterbetriebe für Sicherheits- und Elektrotechnik
- Elektroinstallationsbetriebe des Handwerks
- Hersteller von Sicherheits- und Gebäudetechnik
- technische Abteilungen von Industrie, Banken und Kliniken
- Facility-Management-Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Übliche Grundlage ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Elektrohandwerk, etwa als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder für Gebäudesystemintegration, mit Abschluss der Gesellenprüfung. Die Spezialisierung auf Sicherheitstechnik erfolgt anschließend im Betrieb sowie über Hersteller- und Normzertifizierungen. Weiterführend sind der Elektrotechnikermeister oder ein Technikerabschluss möglich.
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